Je nach konkreter Aufgabe ist es nicht nötig, einen PC mit dedizierter Grafikkarte zu verwenden. Dient ein Rechner etwa primär zu Recherche-Zwecken (wie man in diesem Fall vermuten kann), reicht eine im Prozessor integrierte GPU (iGPU) meist vollkommen aus.
Ein Spieler hat kürzlich festgestellt, dass an seiner Universität bei einigen PCs der Monitor mit der iGPU verbunden ist, obwohl darin jeweils auch eine dedizierte Grafikkarte vorhanden ist.
Doch was auf den ersten Blick nach einem klaren IT-Fehler aussieht, muss auf den zweiten Blick nicht zwangsläufig einer sein (oder zumindest kein großer).
2:04
Ich habe eine Grafikkarte mehrfach aus dem PC gerissen, damit ihr eine mögliche Sorge weniger habt
Das Kabel allein bestimmt nicht den Workload
Der Hauptaspekt, der auch in vielen Kommentaren unter dem passenden Reddit-Beitrag genannt wird:
- Dass die dedizierte Grafikkarte nicht an den Monitor angeschlossen ist, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie keine Verwendung findet.
- Die integrierte GPU kann von der dedizierten GPU berechnete Bilder an den Monitor weiterreichen, sofern die passenden Treiber vorhanden sind. Rechenaufgaben abseits des Gamings können ebenfalls erledigt werden, ohne dass ein Monitor an die jeweilige Grafikkarte angeschlossen ist.
- Beim Gaming muss man gleichzeitig nicht mit einem großen Performance-Verlust rechnen, wobei so ein Einsatzzweck in diesem Fall ohnehin keine Rolle spielen dürfte.
Die Frage, warum die Uni-PCs überhaupt eine RTX-Grafikkarte besitzen, besteht jedoch unabhängig von diesem Punkt.
Zwischen Zweck und Gelegenheit
Wofür genau die Rechner verwendet werden, sagt der Beitragsersteller nicht.
Wie aber ebenfalls in den Kommentaren erwähnt wird, ist es durchaus denkbar, dass die PCs für andere Aufgaben an der Uni nicht mehr benötigt wurden und schlicht ein neuer Einsatzbereich für sie gefunden wurde.
Bei den GPUs handelt es sich übrigens um vergleichsweise alte und langsame Grafikkarten, genauer gesagt um die RTX 3050. Sie stammt aus dem Jahr 2022 und war bereits damals nur ein Einsteigermodell.
Heute erreichen integrierte GPUs teils schon ein ähnliches Leistungsniveau, etwa Intels neue Panther-Lake-Modelle. Einen Test zu einem passenden Laptop findet ihr in Svens aktuellem Bericht über das Zenbook Duo von Asus.
Dedizierte Grafikkarten haben aber generell einen Vorteil gegenüber iGPUs, der je nach Anwendung von großer Bedeutung sein kann: Sie besitzen eigenen Videospeicher und müssen nicht auf einen gemeinsamen Speicher-Pool für CPU und GPU zurückgreifen.
Ob das bei den hier gezeigten PCs je eine größere Rolle gespielt hat, steht aber auf einem anderen Blatt.

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