Es gibt eine Taste auf eurer Tastatur, die ihr bestimmt noch nie genutzt habt - Wofür ist »Rollen« gut?

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wozu die Rollen-Taste auf eurer Tastatur eigentlich gut ist? Wir haben die Antwort!

von Alexander Köpf,
06.05.2022 17:56 Uhr

»Drucken« ist klar, »Pause« auch, aber was zum Geier ist »Rollen«? »Drucken« ist klar, »Pause« auch, aber was zum Geier ist »Rollen«?

Jeder von uns nutzt sie und dennoch ist vielen nicht ganz klar, was all die Symbole und Beschriftungen darauf bedeuten. Die Rede ist von der Tastatur oder besser gesagt: von ihren Tasten. Klar, Esc, Tab, Shift und Co. kennt oder zumindest gebraucht eigentlich jeder, aber was ist zum Beispiel mit Rollen? Wofür ist die Taste überhaupt gut?

Rollen ist gleich Scrollen

Was sich hinter der Rollen-Taste verbirgt, wird schnell klarer, wenn der englische Begriff dafür verwendet wird: Denn dort heißt sie Scroll-Lock-Taste. Seltener findet sich auf deutschen Tastaturmodellen auch die Bezeichnung Bildlauf, das ebenfalls ein bisschen anschaulicher ist als Rollen.

Denn genau darum geht es: Sobald die Rollen-Taste aktiviert respektive eingerastet ist, könnt ihr mit den Pfeil-Tasten in einem Dokument scrollen. Ganz so wie mit dem Mausrad. Eigentlich ist die Funktion ein Überbleibsel aus der Anfangszeit des PCs in den frühen 1980er-Jahren, als die Maus ihren Siegeszug bei den Eingabegeräten noch nicht angetreten hatte. Woran ganz nebenbei Apple-Gründer Steve Jobs einen erheblichen Anteil trägt.

Warum die Maus überhaupt Maus heißt und wer sie erfunden hat, erfahrt ihr übrigens hier:

Warum heißt die Maus eigentlich Maus?   11     13

Geschichte des Compters

Warum heißt die Maus eigentlich Maus?

In den beginnenden 1980er-Jahren musste man also notgedrungen mit den Pfeil-Tasten durch Dokumente navigieren. Das hatte den Nachteil, dass die sogenannte Schreibmarke, im Englischen Cursor genannt, dann mit in den Zeilen nach unten oder oben rutschte. Um das zu verhindern kam die Rollen-Taste ins Spiel. Sobald aktiviert, verharrte der blinkende Cursor an Ort und Stelle, während man gleichzeitig durch den Text scrollen konnte.

Ein Relikt, beinahe so überflüssig wie ein Kropf

Heutzutage wird die Rollen-Taste von kaum mehr einer Software unterstützt. Zu den wenigen Ausnahmen zählen die Tabellenkalkulations-Programme Microsoft Excel und LibreOffice Calc sowie Microsoft Visio, Teamviewer und die Konsole diverser Linux-Distributionen.

Falls ihr euch also schon immer mal gefragt habt, was die Rollen-Taste eigentlich bringen soll, ist das die Antwort: Sie ist, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmefällen, einfach nur noch da, um da zu sein. Fast wie ein Kropf. Nur, dass sie im Gegensatz dazu nicht wirklich im Weg umgeht. Weitere spannende Fragen aus der Welt der Technik beantworten wir euch hier:

Wusstet ihr, wozu die Rollen-Taste gut ist? Nutzt ihr sie entgegen unserer Annahme in der Überschrift vielleicht dennoch? Und wenn ja wo? Hat euch der Artikel generell gefallen und wollt ihr vielleicht auch noch wissen, wofür Pos1, Ende und Co. nütze sind? Dann schreibt uns das gerne in die Kommentare!

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