Ich habe faltbare Smartphones viel zu früh abgeschrieben: 2026 wird dank Apple und Samsung spannender als jemals zuvor

Endlich kommt bei den Falt-Smartphones Stimmung auf!

Das Galaxy Z Fold4 wurde 2022 auf den Markt gebracht. Seitdem ist nicht viel passiert. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech) Das Galaxy Z Fold4 wurde 2022 auf den Markt gebracht. Seitdem ist nicht viel passiert. (Bild: Patrick Schneider, GameStar Tech)

Ich habe das Gefühl noch genau im Gedächtnis, als ich den GameBoy Advance SP im Sommer 2003 das erste Mal aufklappte. Der Klappmechanismus entlockte meinen Lippen ein kindliches »Boooah«.

Eine fast identische Gänsehaut überkam mich fast zwei Jahrzehnte später, als das erste Foldable in meinen Händen landete. »Wenn das jetzt schon so gut funktioniert, wie wird das erst in ein paar Jahren sein?«, murmelte die Stimme in meinem Kopf.

Heute wissen wir: Die Antwort lautet »nicht viel anders«. Der ganz große Evolutionssprung blieb bisher aus; die Geräte sind im Kern dieselben geblieben. Die Hersteller erfinden auch 2026 das Rad nicht neu, aber es wird spannender um diese faltbaren Geräte, wie in keinem Jahr zuvor.

Patrick Schneider
Patrick Schneider

Patrick war jahrelang ein überzeugter Anhänger faltbarer Smartphones und prognostizierte, dass diese früher oder später den Mainstream erreichen würden. Fehlanzeige! Zu teuer, zu viele Kompromisse. So wandte sich auch unser Autor von den teuren Handschmeichler ab und trägt heute ein normales Smartphone in der Hosentasche. Für die Falt-Handys kann er sich aber noch immer begeistern.

Apple bringt sich in Stellung

In diesem Jahr erwartet uns im Herbst vermutlich das erste Foldable von Apple. Dabei wählt der Hersteller einen ähnlichen Ansatz wie Google mit dem Pixel Fold der ersten Generation.

  • Mit 5,3 Zoll beziehungsweise 7,8 Zoll aufgeklappt soll es deutlich breiter werden, als die aktuellen Falt-Handys auf dem Markt.
  • Damit vereint Apple potenziell den Formfaktor eines kleinen iPhones und eines »Mini iPad minis«.

Warum das eine hervorragende Idee ist, habe ich bereits in meiner Kolumne zum iPhone Fold erklärt: Das iPhone Fold könnte die Lücke füllen, die aktuelle Smartphones für mich hinterlassen

Abgesehen von der Hardware interessiert mich ein Faktor gewaltig: die Software. Aktuell ist iOS schlicht nicht auf faltbare Displays ausgelegt; iOS 27 wird hier den entscheidenden Wendepunkt markieren müssen

Apple legt damit nicht nur den Grundstein für ein faltbares iPhone, sondern bereitet den Boden für eine ganz neue Gerätekategorie vor. Gerüchten zufolge wird in der Ideenschmiede in Cupertino nämlich längst an einem faltbaren iPad gefeilt.

Video starten 14:01 Nach knapp 30 Smartphone-Tests: Hier sind unsere 5 Highlights 2025

Samsung zieht nach …

Samsung bläst 2026 wohl zum Großangriff im Bereich der Foldables. Dann kommt nicht nur das erste Trifold-Smartphone des Unternehmens auf den Markt.

Ähnlich wie das iPhone Fold wird das Galaxy Z Fold8 ohne Falz in der Mitte auskommen. Der sicht- und fühlbare Knick in der Mitte des Displays würde damit endlich der Vergangenheit angehören. Ein Punkt, der in Gesprächen mit Interessierten immer wieder für großen Unmut sorgte.

Das Galaxy Z Trifold überzeugte international in den ersten Hands-Ons. Die Presse sprach vom ultimativem Phablet. Das Galaxy Z Trifold überzeugte international in den ersten Hands-Ons. Die Presse sprach vom ultimativem Phablet.

Offenbar will Samsung seinem größten Konkurrenten mit einem ähnlichen Modell die Butter vom Brot nehmen. Mit einem breiten 4:3-Formfaktor betritt offenbar ein kompakter Ableger des Galaxy Z Fold8 die Bühne.

  • Das »Galaxy Z Wide Fold« kommt demnach mit einem 5,4 Zoll großen Außendisplay sowie einem 7,7 Zoll großen Innendisplay auf den Markt.
  • Samsung möchte Apple allerdings zuvor kommen und das Gerät vor dem Herbst veröffentlichen.

Der südkoreanische Hersteller meint es dabei durchaus ernst. Statt nur 30.000 Stück wie beim Galaxy Z Trifold soll das kompakte Foldable rund eine Million Mal produziert werden. Ein weltweiter Launch dürfte demnach realistisch sein.

… und Motorola ebenfalls

Im Gegensatz zu Apple ist Motorola nicht ganz frisch im Foldable-Bereich. Der Hersteller ist vor allem für seine Razr-Serie bekannt.

Zur CES hat der Hersteller neben dem Motorola Signature ein Foldable angekündigt. Das Razr Fold orientiert sich dabei an den bewährten Maßen. Demnach beträgt die Größe des Außendisplays 6,6 Zoll und die des Innendisplays 8,1 Zoll.

Das Razr Fold soll im Sommer 2026 auf den Markt kommen. Besonders spannend wird dabei der Preis des Geräts sein. Das Razr Fold soll im Sommer 2026 auf den Markt kommen. Besonders spannend wird dabei der Preis des Geräts sein.

Abgesehen von den drei 50-Megapixel-Kameras auf der Rückseite und der Kompatibilität mit dem Moto Pen Ultra sind noch kaum weitere Details bekannt. Der Release ist für den Sommer 2026 geplant.

Ich hoffe, dass der Hersteller ein vergleichsweise günstiges Foldable auf den Markt bringt, um den großen Herstellern den Platz streitig zu machen.

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Das Poco F7 Pro punktet mit hoher Performance, tollem OLED-Display und einem großen Akku.
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Endlich mehr Konkurrenz

Endlich passiert etwas im Foldable-Bereich. Samsung hat sich in den letzten Jahren zu sehr auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Das kann sich der Hersteller nicht mehr leisten. In diesem Jahr gibt es deutlich mehr Konkurrenz, allen voran durch Apple, sollten sich die Gerüchte im Herbst bewahrheiten.

Viel Konkurrenz kommt den Konsumenten bekanntlich zugute. In diesem Fall in Form von neuen, spannenden Modellen. Ob wir allerdings auf günstigere Geräte hoffen dürfen, ist fraglich.

Der Trend ist seit Jahren genau umgekehrt. Die Geräte werden zunehmend teurer. Aber wer weiß: Vielleicht nutzt Motorola genau diese Lücke und punktet mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Ich hätte es kaum für möglich gehalten, aber die Faltgeräte werden 2026 tatsächlich noch spannend.

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