Ich feiere das Samsung Galaxy A36 für eine Funktion, die vielen Budget-Handys auch 2025 immer noch fehlt

Bei Preisen unter 300 Euro muss man beim Handy-Kauf Kompromisse eingehen. Das Galaxy A36 bietet jedoch ein nützliches Ausstattungsmerkmal, auf das viele andere Handy-Hersteller verzichten.

Das Galaxy A36 unterstützt auch eSIM. In der unteren Preisklasse leider noch selten. (Bild: GameStar Tech) Das Galaxy A36 unterstützt auch eSIM. In der unteren Preisklasse leider noch selten. (Bild: GameStar Tech)

Im März hat Samsung seine neue Budget-Handys in den Handel gebracht. Die goldene Mitte bildet dabei das Galaxy A36, das es mittlerweile schon für rund 250 Euro zu kaufen gibt.

Im Rahmen meines Tests konnte mich das Mittelklasse-Handy als gutes und vor allem günstiges Alltagsgerät überzeugen.

Und wenn es ich es mit anderen Geräten in der Preisklasse vergleiche, bietet es zudem etwas, was vielen Konkurrenzmodellen fehlt: die Unterstützung für eSIM, also digitale SIM-Karten – und das feiere ich sehr!

Ich selbst nutze eSIMs schon seit Jahren, ob nun im Handy, in der Smartwatch oder im Tablet. Ich halte die digitalen SIM-Karten für sehr praktisch.

Aktuelle Handys mit eSIM-Unterstützung bis 300 Euro

2025 sind bislang nur wenige Geräte erschienen, die zu einem Straßenpreis bis 300 Euro eine eSIM-Unterstützung mitbringen.

Neben dem Samsung Galaxy A36 sind es gerade einmal sechs Modelle, wenn ich die entsprechenden Filter bei den Preissuchmaschinen Geizhals und Idealo heranziehe:

  • Motorola Moto Edge 60 Fusion
  • Xiaomi Redmi Note 14 Pro (+)
  • Xiaomi Poco X7
  • Honor 400 Lite
  • Honor Magic7 Lite
  • SPC Discovery 3 Pro

Dem gegenüber stehen fast 40 Smartphones bis 300 Euro, die keinen eSIM-Support bieten.

Damit ist der eSIM-Support so etwas wie das neue NFC. Die Drahtlostechnik war bis vor wenigen Jahren nämlich den Premium-Geräten vorbehalten, bis sie schlussendlich auch in günstigen Smartphones Einzug erhielt.

Fehlende eSIM-Unterstützung kann unterschiedliche Gründe haben

Laut Heise wird für die Integration der eSIM-Unterstützung ein entsprechender Chip benötigt, der zusätzlichen Aufwand sowie Kosten bei Lieferkette und Produktion verursacht.

Hinzukommen Kosten für eine Zertifizierung bei der GSMA (Global System for Mobile Communications Association – weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter).

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Nicht zuletzt dürfte aber auch der Produktkatalog der Hersteller eine Rolle spielen. Sie wollen Kunden natürlich zum Kauf eines teuren Modells mit der besten Ausstattung verleiten. Vielleicht sind die zusätzlichen Kosten also nicht immer der Grund.

Vorteile von eSIM

Die neue Technik bietet gegenüber den klassischen Kunststoff-Karten einige Vorteile:

  • Neue Mobilfunktarife können je nach Anbieter nach der Buchung sofort genutzt werden, ohne das eine physische Karte per Post zugeschickt werden muss. Gleiches gilt auch beim Wechsel einer SIM-Karte – entweder beim Tausch einer physischen gegen eine digitale oder aber beim Gerätewechsel.
  • Bei Reisen in ein Nicht-EU-Land können lokale Tarife einfach per eSIM gebucht werden – das funktioniert zumeist schon vor dem Reiseantritt.
  • eSIMs sind unempfindlich gegenüber physischen Beschädigungen und man kann sie nicht verlieren.
  • Zudem produzieren die digitalen Karten weniger Abfall und sind umweltfreundlicher.
  • Mit dem Wegfall des Lesemoduls ist im Smartphone mehr Platz für andere Komponenten.
  • Da die eSIM fest ins Gerät integriert ist, wird keine zusätzliche PIN benötigt.
  • Die digitale SIM-Karte erschwert zudem Manipulationen wie etwa das Klonen.

Ich selbst finde vor allem die Sache mit dem Reisen spannend. Bei mir steht nämlich bald ein Sommerurlaub außerhalb der EU an und die passende eSIM für den Zeitraum habe ich bereits bestellt. So kann ich sie sofort nach Ankunft aktivieren und nutzen.

Fazit

Mit dem Galaxy A36 zeigt Samsung, dass eSIM-Unterstützung 2025 kein Oberklasse-Feature mehr sein muss und das freut mich sehr – damit wird das Handy nämlich zu einem noch runderen Gesamtpaket.

Auch Hersteller wie Xiaomi, Motorola oder Honor weiten den eSIM-Support in den günstigen Geräten ebenfalls langsam aus. Derzeit ist die Verbreitung im Mittelklasse-Segment aber noch sehr übersichtlich.

Ich gehe aber davon aus, dass es sich wie bei NFC verhält und in wenigen Jahren auch günstige Handys mit eSIM-Unterstützung in den Handel kommen. Ich würde es mir wünschen, denn ich möchte nicht mehr zurück zur klassischen Plastikkarte.

Nutzt ihr eine eSIM in eurem Smartphone? Hattet ihr Probleme bei der Einrichtung oder lief alles reibungslos? Oder setzt ihr vielleicht weiterhin auf physische Karten und seht keinen Mehrwert bei einer eSIM? Teilt uns eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit.

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