Samsung Display hat auf der CES 2026 in Las Vegas ein neues Faltdisplay vorgestellt, das das hartnäckigste Problem bisheriger Foldables angehen soll: die sichtbare Faltenrille im Bildschirm. Das neue OLED-Panel zeichnet sich durch eine deutlich flachere Falte aus und soll damit Licht- und Schatteneffekte an der Biegestelle minimieren.
Wie ZDNet Korea berichtet, wird das Panel höchstwahrscheinlich in der kommenden Galaxy Z Fold 8 eingebaut. Ein Einsatz im erwarteten Foldable-iPhone von Apple ist hingegen unrealistisch – beide Hersteller setzen auf unterschiedliche Materialkonzepte.
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Entscheidung über den Einsatz fällt in wenigen Monaten
Die Reduzierung der Faltenrille basiert laut SamMobile auf mehreren Änderungen im Aufbau des Panels. Kernstück ist die Modifizierung des »Optical Clear Adhesive« (OCA), der Schicht aus optischem Klebstoff zwischen dem OLED-Element und dem dünnen Schutzglas.
- Samsung Display hat demzufolge die Steifheit des OCA gezielt reduziert, um einen flexibleren Puffer während des Faltvorgangs zu ermöglichen. Diese Anpassung soll die Verformung zwischen OLED-Schicht und Schutzglas signifikant minimieren.
- Ein zweiter entscheidender Schritt: die Verstärkungsplatte unter dem Panel. Während bisherige Foldables auf PET-Folien setzten, nutzt Samsung Display nun eine Metallplatte. Diese metallische Verstärkung bietet eine höhere Strukturstabilität als das Kunststoffmaterial und trägt zusätzlich zur Reduktion sichtbarer Falten bei.
Apples kommendes Foldable-iPhone wird das Samsung-Display hingegen wohl nicht nutzen, wie SamMobile erklärt. Anstelle von Samsungs Ansatz mit der metallischen Verstärkung unter dem OLED-Element hat sich Apple für Glas als Trägermaterial entschieden.
Dieser Unterschied ist so grundlegend, dass der Bericht es für ausgeschlossen hält, dass Samsung Display ein speziell für Apple entwickeltes Panel in einer öffentlichen Präsentation zeigt.
Ein Industrieinsider teilte indes ZDNet Korea gegenüber mit, dass die Entscheidung über den tatsächlichen Einsatz des Panels frühestens Ende des ersten Quartals 2026 fällt. Der Grund liegt in potenziellen Kostenerhöhungen durch die neuen Materialien, die Samsung derzeit noch validiert – ob wir das »faltenfreie Foldable« also tatsächlich noch in diesem Jahr sehen, bleibt noch offen.
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