Meine Zeit als Gamer begann mit rund 7 Jahren, was jetzt ungefähr 30 Jahre her ist. Damals freute man sich über gigantische Röhrenmonitore mit 15 Zoll und einer aus heutiger Sicht unglaublich niedrigen Auflösung. Das Thema FPS war damals keines - zumindest nicht für mich.
In der Gegenwart ist das bekanntlich alles anders. Aktuell sitze ich in der Regel vor einem 4K-Gaming-Monitor mit 240 Hz und OLED. Seit Jahren habe ich mich aber auch gefragt, wie stark man den Unterschied zu noch mehr Hz und damit FPS merkt. Schließlich gibt es schon länger Monitore mit 300 Hz und mehr.
Samsung hat mir nun den Odyssey OLED G6 (G60SF) leihweise für einen Hands-on-Eindruck zur Verfügung gestellt. Neben dem für mich unverzichtbaren OLED, setzt er auf satte 500 Hz und ist damit der für mich perfekte Test, was diese ultrahohen Hz tatsächlich bringen.
Holt euch jetzt hier den Samsung Odyssey OLED G6 (G60SF)Es handelt sich hierbei übrigens um den weltweit ersten OLED-Monitor mit 500 Hz!
Mein vereinfacht dargestelltes Gaming-Setup (wichtig für die maximalen FPS):
- CPU: AMD Ryzen 5900X
- Grafikkarte: AMD Radeon 7900 XTX
- RAM: 64 GB DDR4
- Speicherplatz: Samsung 970 Pro M.2 SSD
- Kühlung: Corsair Wasserkühlung
Die wichtigsten Fakten zum Samsung Odyssey OLED G6 (G60SF)
- Größe: 27 Zoll
- Display: OLED
- Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel (QHD)
- Bildwiederholrate: 500 Hz
- Reaktionszeit: 0,03 ms (G/G)
- Helligkeit 300 cd/m²
- HDR: VESA DisplayHDR True Black 500, HDR10+ Gaming
- Bildformat: 16:9
- Anschlüsse: 2x HDMI, 1x DisplayPort, 2 USB-Ports (USB 3.2 Hub)
- G-Sync und FreeSync Premium Pro
Im Rausch der FPS: 500 Hz sind fast schon surreal
Bisher dachte ich, dass 500 Hz vor allem etwas für Spielerinnen und Spieler mit einem professionelleren Anspruch wie im E-Sport sind. Nachdem ich den Samsung Odyssey OLED G6 (G60SF) nun in den Händen hatte, muss ich diesen Gedanken klar ändern.
Bis zu 500 FPS sind unglaublich: Das große Feature des Gaming-Monitors von Samsung sind die 500 Hz Bildwiederholrate. Das absolut zurecht. Ich spiele vorrangig World of Warcraft, aber gerne auch mal Rennspiele wie F1 25 oder auch mal Singleplayer-RPGs wie Cyberpunk 2077.
In einem Spiel wie World of Warcraft würde man eigentlich denken, dass die FPS jetzt keinen großen Unterschied mehr ausmachen. Gerade, falls man eh bereits mit 144 FPS oder Ähnlichem spielt. Schließlich ist das MMORPG nicht so extrem auf schnelle Bewegungen ausgelegt wie ein Shooter- oder MOBA-Spiel.
Dennoch hat der Samsung Odyssey OLED G6 mich tatsächlich aus den Socken gehauen
In einer Hauptstadt wie Dornogal bekommt man in WoW nur schwer die FPS über die 100 hinaus. Aber in anderen Gebieten sind schon deutlich mehr FPS möglich. Bisher dachte ich, meine bis zu 240 FPS fühlen sich gut an. Doch in WoW erreichte ich deutlich über 300 und teils über 400 FPS und das war eine fast schon schwer zu beschreibende Erfahrung.
Mit über 300 FPS und dann nochmal besonders über 400 FPS fühlt sich das Spielen einfach unfassbar flüssig an. Jede Bewegung ist absolut klar, scharf und deutlich zu sehen. Es gibt kein Verschwimmen, kein Verwaschen oder Mikroruckler.
Das hat mich wirklich überrascht, da es doch ein bemerkbarer Unterschied zu meinen bisherigen 240 FPS war. Ähnlich erging es mir dann auch in F1 25 oder in Counter Strike 2. Ich habe es allerdings nie ganz an die 500 FPS in den Spielen geschafft, auch wenn CS 2 das könnte. Mein Gaming-PC hat das leider nicht mitgemacht.
Dennoch konnte ich deutlich über 400 FPS genießen und das hat mir gezeigt: Dieses extrem flüssige Spielgefühl will ich nicht nur in Shootern und MOBAs erleben.
Extrem starke Reaktionszeit
Doch Hz sind nur die halbe Miete. Die Reaktionszeit von unfassbaren 0,03 ms (GtG) eliminiert Ghosting fast vollständig. Während herkömmliche LCDs noch Pixel umschalten, ist der Samsung Odyssey OLED G6 längst bereit für das nächste Frame. Das Ergebnis: Ein kristallklares Bild, egal wie schnell man sich dreht.
QD-OLED: Farben, die Geschichten erzählen
Seit ich das erste Mal ein Display mit OLED gesehen habe, gibt es für mich keine anderen Panels mehr. Mein TV ist ein OLED und mein Hauptmonitor ebenfalls. Ohne OLED, ohne mich.
Der Grund? Die brillianten Farben, die wirklich ein wunderschönes Bild abgeben und dazu ein Schwarzwert, der dem Namen gerecht wird. Das sind zwei Faktoren, die bei mir immer schon ganz klar den wichtigen Ausschlag gegeben haben. Es sieht einfach fantastisch aus. Jedes Spiel und jede Auflösung eines Monitors wirkt dank OLED einfach nochmal besser.
Im Samsung Odyssey OLED G6 ist ein QD-OLED Panel verbaut. Im Gegensatz zu herkömmlichen OLEDs nutzt Samsung hier die Quantum Dot Technologie, um nicht nur absolut perfektes Schwarz, sondern auch eine deutlich höhere Farbhelligkeit zu erreichen.Das Panel ist Pantone Validated, was bedeutet, dass die Farbwiedergabe höchsten Industriestandards entspricht. Egal ob ihr durch düstere Dungeons schleicht oder über leuchtende grüne Wiesen reitet – die Farben sind satt, nuanciert und absolut realitätsnah.
Glare Free: Volle Konzentration, null Spiegelung
Alle OLED-Nutzerinnen und Nutzer kennen die Angst vor Lichtquellen im Raum. Spiegelungen können extrem stören und wichtige Details im Schatten verbergen.
Samsung hat dieses Problem mit der innovativen Glare Free-Beschichtung gelöst. Diese spezielle matte Oberfläche reduziert Reflexionen von Lampen oder Sonnenlicht auf ein absolutes Minimum.
Dennoch verliert der Gaming-Monitor dabei nicht die Brillanz der Farben oder die Tiefe des Schwarzwertes.
Samsung OLED Safeguard+: Vergesst das mit dem Burn-In
Die größte Sorge bei OLED-Technologie ist oft das Thema Burn-In. Samsung begegnet dieser Angst mit dem OLED Safeguard+, einem der fortschrittlichsten Schutzsysteme auf dem Markt.
Es handelt sich hierbei um ein Zusammenspiel diverser Mechanismen:
- Pulsating Heat Pipe: Ein dynamisches Kühlsystem, das Wärme effizient vom Panel ableitet (einer der Hauptfaktoren für Burn-In).
- Logo & Taskbar Detection: Der Monitor erkennt statische Elemente (wie HUDs oder Taskleisten) und reduziert deren Helligkeit automatisch subtil, um die Pixel zu schonen.
- Pixel Shift: Das Bild verschiebt sich in regelmäßigen Abständen minimal, sodass kein Pixel dauerhaft statisch belastet wird.
Dieses System arbeitet leise im Hintergrund, damit ihr euren Monitor über Jahre hinweg ohne Sorgen nutzen könnt.
Fazit
Der Samsung Odyssey OLED G6 (G60SF) hat mir gezeigt, dass es doch einen Unterschied macht, ob man 240 Hz oder 500 Hz auf einem Gaming-Monitor im Einsatz hat. Vor allem in der Kombination mit dem OLED-Display ist das für mich durchaus ein Game-Changer.
Spiele so flüssig und klar zu erleben, wie ich das mit diesem Monitor durfte, macht das Gaming einfach noch beeindruckender. Selbst als ein Spieler, der keinen E-Sport-Anspruch hat und eher langsamere Spiele spielt, habe ich einen echten Nutzen in den extrem hohen FPS und der niedrigen Latenz. Das hat mich beeindruckt.
