So habe ich schnelles Internet ins Arbeitszimmer gebracht, ohne ein einziges Kabel durch die Wand zu verlegen

Mit drei Wi-Fi-7-Knoten habe ich die Netzabdeckung im ganzen Haus erweitert und Ethernet-Anschlüsse komplett ohne lange Leitungen in die Räume gebracht – auch wenn der Preis und die Ports Grenzen setzen.

Ich habe mit einem TP-Link Deco BE 65 Mesh-System die Qualität meines Internets verbessert. (Bildquelle: Xataka) Ich habe mit einem TP-Link Deco BE 65 Mesh-System die Qualität meines Internets verbessert. (Bildquelle: Xataka)

Selbst wenn ihr einen guten Router samt WLAN-Access-Point nutzt, reicht das nicht immer aus, um schnelles Internet in jeden Winkel der Wohnung zu bringen.

Bei mir reicht der Empfang zwar bis in die hinterste Ecke, an den Rändern bricht die Geschwindigkeit jedoch spürbar ein. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Wie lassen sich Rechner in einem Raum weit abseits des Routers per Ethernet anschließen, ohne Wände aufzustemmen oder Kabelkanäle zu verlegen?

Genau hier kommt das TP-Link Deco BE65 ins Spiel, das ich zuhause verwende. Es handelt sich dabei nicht um gewöhnliche WLAN-Repeater: Mit dem System baut ihr ein schnelles Netzwerk ohne Renovierungsarbeiten auf. Allerdings hat diese Lösung auch ihren Preis.

Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite XATAKA und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form. Xataka hat das vorgestellte Gerät kostenfrei von TP-Link zur Verfügung gestellt bekommen.

Das Wichtigste in Kürze zusammengefasst

Das Set von TP-Link setzt sich aus drei identischen Stationen zusammen, die ihr in den entlegenen Ecken des Hauses platziert, um das WLAN-Signal mühelos zu erweitern. Das ist eine der großen Stärken: Bei der Einrichtung gab es keinerlei Hürden. Es funktioniert (fast) nach dem Prinzip »Einstecken und loslegen«.

Sobald ihr einen der Knotenpunkte per Ethernet-Kabel mit dem Router verbindet, fungiert dieser als Basisstation, über die der Internetzugang verteilt wird. Anschließend verteilt ihr einfach die beiden anderen Geräte im Haus und erhaltet ein Netzwerk mit enormer Reichweite. Mehr noch: Trotz unvermeidlicher Dämpfung über Distanz hält das Netzwerk Geschwindigkeit und Latenz bemerkenswert stabil – selbst im reinen Funkbetrieb.

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Jeder einzelne Knoten verfügt über vier Ethernet-Ports für kabelgebundene Verbindungen sowie einen USB-A-Anschluss. Diese Flexibilität hat mich begeistert: Im Arbeitszimmer – dem am weitesten vom Router entfernten Raum – konnte ich so die Verbindung deutlich verbessern und Rechner direkt per Kabel anbinden.

Bei Bedarf findet dort auch der Drucker Platz. Und das alles, ohne neue Kabel zu verlegen und ohne nennenswerte Einbußen im Vergleich zu einer direkten Verbindung: Das TP-Link Deco BE65 erweist sich als rundum gelungenes Komplettpaket.

Jeder Knoten bringt vier 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschlüsse und einen USB-A-Port mit. Das gleicht kleinen Netzwerk-Switches in verschiedenen Räumen – ganz ohne störende Verbindungskabel zwischen den Zimmern.

Die Stationen kommunizieren drahtlos untereinander und reichen das Signal per Kabel an Endgeräte weiter. Ihr spart euch jegliche Baumaßnahmen, seid aber natürlich von der Funkverbindung zwischen den Deco-Knoten abhängig. Genau an diesem Punkt rechtfertigt das TP-Link Deco BE65 einen Großteil seines Preises.

So sehen die Elemente des TP-Link Deco BE65 System aus. (Bildquelle: Xataka) So sehen die Elemente des TP-Link Deco BE65 System aus. (Bildquelle: Xataka)

Ein Komplettpaket mit allem Zubehör: TP-Link liefert drei Stationen, die sich nach dem Einstecken mit ihren Netzteilen automatisch miteinander koppeln und das WLAN aufspannen. Zudem bietet jede Einheit vier 2,5-Gbit/s-Ethernet-Ports, um kabelgebundene Geräte über RJ-45-Buchsen einzubinden.

Das Design fällt schlicht aus, die Technik ist auf dem neuesten Stand und die einfache Handhabung sorgt für einen reibungslosen Einstieg. Über die Deco-App richtet ihr das Netzwerk in wenigen Minuten ein.

Schnell? Extrem schnell: Das TP-Link Deco BE65 ist ein Triband-Mesh-System mit Unterstützung für 6-GHz-Netzwerke. Unter Wi-Fi 7 erreicht es bis zu 5.760 Mbit/s – mehr als genug Bandbreite für anspruchsvolle Aufgaben überall im Haus.

Diese theoretische Höchstgeschwindigkeit wird in der Praxis durch die Ethernet-Verbindung zum Router begrenzt, wie es in meinem Testaufbau der Fall war: Bei den Messungen kam ich auf rund 2,4 Gbit/s, was das Maximum der verbauten Ethernet-Ports nahezu ausreizt.

Da ich in Spanien lebe und einen 10-Gbit/s-Glasfaseranschluss von Movistar nutze – einem verbreiteten spanischen Telekommunikationsanbieter –, bringt das Mesh-WLAN rund ein Viertel dieser Bandbreite kabellos in jedes Zimmer. Und das bei sehr niedrigen Latenzen für ein vermaschtes Funknetz.

Ein im Büro installierter Knoten, an dem ich drei Computer über Ethernet anschließe. (Bildquelle: Xataka) Ein im Büro installierter Knoten, an dem ich drei Computer über Ethernet anschließe. (Bildquelle: Xataka)

Triband mit Wi-Fi 7: Das Funknetz der TP-Link-Mesh-Knoten basiert auf moderner Hardware (bevor künftig der Wi-Fi-8-Standard ansteht). Da ich bereits einen Triband-Router mit Wi-Fi 7 nutze, ließen sich dessen Fähigkeiten dank des zusätzlichen Mesh-Systems nahtlos auf alle drei TP-Link-Einheiten ausweiten.

Egal, wo ich mich aufhalte: Ich verbinde mich stets mit hoher Geschwindigkeit und geringer Verzögerung mit dem 6-GHz-Band. Das funktioniert sogar im Garten, da einer der Knoten im Erdgeschoss nahe dem Garagentor steht.

Alle Einstellungen lassen sich bequem per App verwalten – inklusive Multi-Link-Operation (MLO), wodurch mehrere Bänder kombiniert werden, um die Verbindungsstabilität in gut abgedeckten Bereichen zu steigern.

Umfangreiche Netzwerkoptionen: Ein kleiner Wermutstropfen besteht darin, dass sich das Mesh-System nicht über TP-Links Standard-App (Tether) verwalten lässt, die mein Router nutzt, sondern die separate Deco-App erfordert.

Sobald ihr euch mit eurem TP-Link-Konto anmeldet und die Basisstation mit dem Hauptrouter verbindet, gelingt die Einrichtung kinderleicht: Ihr vergebt die SSIDs, entscheidet über Doppel-NAT oder den Router-Betrieb (meine Empfehlung), verwaltet verbundene Clients, schaltet Ports frei und behaltet den Status aller Geräte in Echtzeit im Blick.

Das Ganze klappt auch von unterwegs, da die App keinen lokalen Zugriff voraussetzt. Eine runde Sache, die nicht nur für mehr Reichweite sorgt, sondern euch auch detaillierte Kontrolle gibt – eine echte Win-win-Situation.

Die Basisstation angeschlossen und im Betrieb. (Bildquelle: Xataka) Die Basisstation angeschlossen und im Betrieb. (Bildquelle: Xataka)

Wi-Fi 7 bedeutet mehr als nur reine Bandbreite: Das Deco BE65 nutzt Kanalbandbreiten von bis zu 320 MHz im 6-GHz-Band, verbessert simultane Datenübertragungen und kann verschiedene Frequenzbänder mittels MLO koppeln.

Im Alltag überzeugten mich weniger die theoretischen Spitzenwerte, sondern vielmehr die Praxis: Selbst weit entfernt vom Router bleibt die Verbindung zügig und reaktionsschnell, ohne dass ihr euch Gedanken darüber machen müsst, mit welchem Knotenpunkt ihr gerade verbunden seid.

Das Zusammenspiel aus Triband-Wi-Fi 7, kabellosem Backhaul und intelligentem Netzwerkmanagement sorgt dafür, dass alle drei Einheiten reibungslos zusammenarbeiten. Dieser sorgenfreie Betrieb ist einer der größten Vorzüge.

Technische Daten des TP-Link Deco BE65 Mesh-Systems
Zum Ansehen antippen / anklicken


TP-Link Deco BE65

ABMESSUNGEN

107,5 x 107,5 x 176 mm

WLAN-STANDARDS

Wi-Fi 7

IEEE 802.11be/ax auf 6 GHz

IEEE 802.11be/ax/ac/n/a auf 5 GHz

IEEE 802.11be/ax/n/b/g auf 2,4 GHz

WLAN-GESCHWINDIGKEITEN

BE9300 Triband

6 GHz: 5.765 Mbit/s (802.11be)

5 GHz: 2.882 Mbit/s (802.11be)

2,4 GHz: 688 Mbit/s (802.11be)

REICHWEITE UND KAPAZITÄT

4 interne Hochleistungsantennen

TP-Link-Mesh-Technologie mit KI-gestütztem Mesh

2x2 MU-MIMO und OFDMA

6 Datenströme

Multi-Link Operation (MLO), 320-MHz-Kanal, 4K-QAM und Multi-RU

BETRIEBSMODI

Router-Modus

Access-Point-Modus

ANSCHLÜSSE UND HARDWARE

4x 2,5-Gbit/s-Ethernet-Ports pro Einheit (automatische WAN/LAN-Erkennung)

1x USB 3.0 (unterstützt FTP-, Medien- und Samba-Server)

1x Reset-Taste und 1x WPS-Taste

SICHERHEIT

Verschlüsselung nach WPA-Personal, WPA2-Personal und WPA3-Personal

SPI-Firewall und Zugriffskontrolle

HomeShield-Sicherheitsfeatures (IoT-Schutz, Angriffserkennung und DDoS-Schutz)

Gästenetzwerk auf 6 GHz, 5 GHz und 2,4 GHz

VPN-Server und -Client (OpenVPN, PPTP, L2TP/IPSec)

SOFTWARE UND VERWALTUNG

IPv4- und IPv6-Protokolle

Kindersicherung und Quality of Service (QoS) via HomeShield

Netzwerk- und Geräte-Isolierung für IoT

Unterstützung für IPTV, VLAN, NAT-Weiterleitung, UPnP, DHCP und DDNS

Verwaltung über Deco-App und OTA-Firmware-Updates

Kompatibel mit Google Assistant

WEITERES

Erhältlich in Paketen mit 1, 2 oder 3 Einheiten

Inklusive RJ45-Ethernet-Kabel und Netzteilen

CE- und FCC-Zertifizierung

PREIS


ab 610 Euro

Bislang ging ich davon aus, kein Mesh-Netzwerk zu Hause zu benötigen – mittlerweile möchte ich es kaum noch missen. Es hat zwar keine Wunder bewirkt, aber die Signalabdeckung, das Tempo in abgelegenen Zimmerecken sowie die Down- und Upload-Raten spürbar gesteigert.

Vor allem bringt es Ethernet-Anschlüsse dorthin, wo zuvor keine vorhanden waren. Praktisch ist auch die Option, an jeden USB-Port eine externe Festplatte anzuschließen und im Netzwerk freizugeben, ohne direkt ein NAS anschaffen zu müssen.

Rein technisch gibt es kaum etwas auszusetzen. Für mein Einsatzszenario reicht die gebotene Leistung völlig aus, auch wenn nicht jeder dieselben Ansprüche hegt.

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TP-Link richtet sich hier primär an große Wohnungen, mehrstöckige Häuser oder abgelegene Räume, in denen vom gebuchten Internetanschluss sonst wenig ankommt – und wo ihr neben besserem WLAN Geräte gezielt per Kabel einbinden wollt.

Mit dem Dreierset richtet ihr im Handumdrehen ein starkes Netzwerk ein. Beachtet jedoch, dass die tatsächliche Übertragungsrate von der Entfernung und eventuellen Hindernissen zwischen den Knotenpunkten abhängt.

Damit kommen wir zum entscheidenden Knackpunkt: dem Preis. Mit rund 600 Euro lohnt sich das Set vor allem dann, wenn ihr ein High-End-Komplettpaket sucht und dessen Möglichkeiten voll ausschöpft.

Geht es euch lediglich darum, Funklöcher zu schließen, zahlt ihr für Features, die ihr kaum nutzen werdet. In diesem Fall seid ihr mit einem günstigeren Wi-Fi-6-Mesh-System wie dem TP-Link Deco X50 meist besser beraten.

Lohnt sich der Kauf für euch?

✅ Greift zu, wenn …

... ihr eine große oder mehrstöckige Wohnung habt und in allen Räumen eine gute Netzabdeckung wollt.

... ihr Computer und andere Geräte über Ethernet anschließen möchtet, ohne im ganzen Haus Kabel verlegen zu müssen.

... ihr über einen Hochgeschwindigkeits-Glasanschluss verfügt und diesen auch in Bereichen nutzen möchtet, die weit vom Router entfernt sind.

❌ Lasst es lieber, wenn …

... ihr lediglich die WLAN-Abdeckung erweitern möchtet: Ein günstigeres Mesh-System könnte ausreichen.

... eure Internetverbindung eher mäßig ist und ihr keine 2,5-Gbit/s-Ethernet-Anschlüsse braucht.

... eure Wohnung bereits über eine Ethernet-Verkabelung verfügt und ihr ein Netzwerk mit günstigeren Access Points einrichten könnt.

Das Angebot lohnt sich also, wenn eure Ansprüche über eine reine WLAN-Erweiterung hinausgehen. Das TP-Link Deco BE65 richtet sich an alle, die ein stabiles, schnelles Netz suchen und 2,5-Gbit/s-Ethernet-Ports im gesamten Haus verteilen möchten – ganz ohne Kabelverlegen.

TP-Link liefert hier ein erstklassiges Paket für anspruchsvolle Haushalte ab. Wer hingegen bloß stabiles Internet im letzten Zimmer sucht, greift besser zu einer preiswerteren Alternative.


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