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Seite 4: Shadow PC im Test - Gaming-Rechner mieten statt kaufen?

Assassin's Creed auf dem Smartphone

Dank Android-Client können wir PC-Spiele mit Shadow auch auf Smartphones und Tablets spielen. Maus und Gamepad sind in diesem Fall per USB-OTG-Hub verbunden, die Tastatur per Bluetooth. Dank Android-Client können wir PC-Spiele mit Shadow auch auf Smartphones und Tablets spielen. Maus und Gamepad sind in diesem Fall per USB-OTG-Hub verbunden, die Tastatur per Bluetooth.

Das Gerät, auf dem ihr Shadow nutzt, muss im Kern nur einen Videostream flüssig darstellen können. Deshalb lässt sich der eigene Cloud-PC mit einer Vielzahl von Systemen verwenden - sei es ein in die Jahre gekommener Desktop-PC, ein altes Netbook oder gar ein Smartphone oder Tablet. Auch Apple-Geräte spielen mit Shadow alle Windows-Titel ab.

Es hat schon was, auf einem etwa vier Jahre alten LG G3 Titel wie GTA 5 oder Assassin's Creed: Odyssey zu spielen. Nach dem ersten Aha-Effekt stellt sich aber aus verschiedenen Gründen schnell Ernüchterung ein.

Mit der wichtigste Grund: Auf einem kleinen Display Windows 10 zu bedienen, fällt auch im Tabletmodus des Betriebssystems nicht leicht. Immerhin hat es problemlos geklappt, über einen USB-»On-the-go«-Hub (OTG wird nicht von jedem Smartphone unterstützt) Geräte wie eine Maus oder ein Gamepad am Smartphone anzuschließen und damit den Shadow PC und Spiele zu bedienen.

Das klappt erstaunlich gut, wenn sich das Smartphone in einem flotten WLAN befindet. Auch für dieses Szenario bieten sich vor allem Titel mit guter Gamepad-Steuerung an, weil die Mausbewegungen auf dem Smartphone spürbar weniger genau als auf einem Desktop-PC sind (was bereits ganz unabhängig von der beim Cloud-Gaming unumgänglichen Latenz gilt).

Die Hardware des Shadow PCs ist durchaus flott, außerdem soll sie stets so aktuell gehalten werden, das auch neue Titel in hohen Details flüssig darauf laufen. Die Hardware des Shadow PCs ist durchaus flott, außerdem soll sie stets so aktuell gehalten werden, das auch neue Titel in hohen Details flüssig darauf laufen.

Ist man mit seinem Smartphone oder Tablet unterwegs, wird man außerdem ohnehin kaum damit anfangen, Windows auf dem Mobilgerät per Maus zu bedienen, zumal hier noch ein weiterer entscheidender Störfaktor hinzukommt: Die mobile Internetverbindung.

Einerseits schwankt ihre Qualität je nach Standort und Schnelligkeit der Bewegung (Stichwort »Zug fahren«). Andererseits ist das Datenvolumen meist klar begrenzt, was nicht gut zu einem Videostream in hoher Qualität passt.

Es klappt zwar tatsächlich auch per (guter) LTE-Verbindung, recht flüssig auf dem Shadow PC zu spielen. Allerdings liegt der Datenverbrauch durch das Streaming schnell im drei- oder gar vierstelligen MByte-Bereich.

Neben der suboptimalen Bedienung auf einem kleinen Bildschirm ist außerdem anzumerken, dass die meisten PC-Spiele auf einem größeren Display deutlich besser zur Geltung kommen - von Faktoren wie (zu) kleinen HUD-Elementen und Menüs ganz abgesehen. Insgesamt schätzen wir deshalb, dass der Shadow PC primär daheim und generell eher selten auf Smartphones und Tablets genutzt werden dürfte.

6,0 Mbit sind nicht genug

Gibt es Probleme mit zu geringer Bandbreite oder durch den Shadow-Stream, kann die Bildqualität durch starke Artefaktbildungen deutlich verschlechtert werden - da hilft dann auch der generell niedrige Ping von 22 Millisekunden (oben rechts ablesbar) nicht mehr. Gibt es Probleme mit zu geringer Bandbreite oder durch den Shadow-Stream, kann die Bildqualität durch starke Artefaktbildungen deutlich verschlechtert werden - da hilft dann auch der generell niedrige Ping von 22 Millisekunden (oben rechts ablesbar) nicht mehr.

Entscheidender als das Spielen auf Smartphones und Tablets ist für viele sicher die Nutzung des Shadow PCs auf einem klassischen Desktop-System (oder Notebook). Neben der schon angesprochenen Bildqualität und Latenz spielen dabei auch eventuelle Ruckler und Aussetzer des Streams eine wichtige Rolle.

Bevor wir näher darauf zu sprechen kommen, müssen wir allerdings nochmal betonen, dass sich die Erfahrungen mit Blick auf diese Faktoren je nach Schnelligkeit und Qualität der eigenen Internetverbindung sowie des heimischen Netzwerks deutlich unterscheiden können. Für unseren Test haben wir mit vier privaten Leitungen (100 Mbit, 50 Mbit, 16 Mbit und 6 Mbit) Erfahrungen gesammelt.

Entscheidend ist dabei auch, in welcher Auflösung und Bildrate der Stream gesendet wird. Shadow versucht hier generell die Werte zu erreichen, die unter Windows auf dem Cloud-PC eingestellt sind. Was wir dort wiederum auswählen können, steht in Abhängigkeit zu unserem Haupt-Rechner.

Nutzen wir also einen WQHD-Monitor mit einer Auflösung von 3440x1440 und 100 Hertz, können wir diese Werte auch auf dem Shadow-PC auswählen. 4K wird mit bis zu 60 Hertz unterstützt, in niedrigeren Auflösungen sind bis zu 144 Hertz möglich.

Je höher die Auflösung und die Bildrate des Streams aber sind, desto stärker wird auch die Bandbreite belastet. Shadow empfiehlt für einen Stream in 1920x1080 mit 60 fps bereits 15 bis 20 Mbit pro Sekunde. Insofern überrascht es kaum, dass mit der 6-Mbit-Leitung im Test keine Freude aufgekommen ist.

Das liegt aber weniger an der Latenz, sondern eher an der generell zu geringen Bandbreite, die in Spielen immer wieder zu Bildaussetzern und vor allem zu deutlich sichtbaren Artefakten führt, auch wenn wir die maximale Bandbreite auf 5 Mbit/s begrenzen.

Etwas Abhilfe kann zwar das Reduzieren der Auflösung und der Bildrate schaffen. Unterhalb von Full HD wird die Darstellung aber sichtbar unschärfer, und wer das Spielen am PC gewohnt ist, der wird sich mit weniger als 60 Hertz auch kaum zufriedengeben.

Ebenfalls eine potenzielle Gegenmaßnahme: Die Komprimierung per H265-Codec, die Shadow als Beta-Feature bereits unterstützt. Das verbessert die Bildqualität leicht und senkt die benötigte Bandbreite, aber es lässt auch die CPU-Anforderungen für das Streaming steigen, weshalb es sich laut Shadow für System, die älter als vier Jahre sind nicht eignet.

Im Falle der 6-Mbit-Leitung hat auch der H265-Codec nicht geholfen. Wirklich überraschend ist das aber nicht, schließlich sagt Shadow selbst klar, dass sich der Dienst erst ab 15 Mbit pro Sekunde wirklich gut nutzen lässt.

Das Aktivieren der H265-Kodierung kann die Bildqualität etwas erhöhen und die erforderliche Bandbreite senken, es erhöht aber auch die CPU-Last durch den Stream. Das Aktivieren der H265-Kodierung kann die Bildqualität etwas erhöhen und die erforderliche Bandbreite senken, es erhöht aber auch die CPU-Last durch den Stream.

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