16 Mbit sollten es mindestens sein
Ist die eigene Leitung in der Lage dazu, zuverlässig 10 Mbit pro Sekunde zu liefern (was bei 16 Mbit-Leitungen in der Regel der Fall sein sollte), kann der Shadow PC in Full HD mit 60 Hertz grundsätzlich ein stabiles Bild mit guter Qualität liefern.
Etwas schwieriger gestaltet sich die Beurteilung mit Blick auf gewisse Aussetzer des Streams, die sich im schlimmsten Fall durch einen kurzen Stillstand des Bildes bemerkbar machen können. Auch wenn wir versuchen, möglichst optimale Bedingungen zu schaffen, indem wir per Kabel mit dem Router verbunden sind, das WLAN deaktivieren und alle Anwendungen, die Bandbreite in Anspruch nehmen könnten soweit möglich schließen, kann es dazu kommen.
Mal von unseren Tests mit der 6-Mbit-Leitung abgesehen ist das zwar generell nicht sehr häufig der Fall. Allerdings beeinträchtigt es die Spielerfahrung dennoch potenziell klar negativ. Dabei gilt wenig überraschend: Je höher die Bandbreite (und je niedriger die Auflösung sowie die Bildrate), desto seltener kommt es dazu.
Allgemeine Aussagen zu der Stabilität des Streams gestalten sich wie bereits angesprochen aufgrund des potenziell großen Einfluss der individuellen Internet- und Netzwerkbedingungen sowie weiterer Faktoren wie der Tageszeit und der Auslastung der Leitung schwierig. Deshalb empfehlen wir euch bei Interesse am Shadow PC, ihn zunächst für maximal einen Monat zu mieten, um euch ein eigenes Bild unter euren individuellen Bedingungen machen zu können.
Eines würden wir uns unabhängig davon generell wünschen: Eine direktere Kontrolle über die Qualitätseinstellungen des Streams, etwa in Form von festen Einstellungsmöglichkeiten für die Auflösung, die maximalen Bilder pro Sekunde oder die Bitrate.
Indirekt ist das zwar bereits über die entsprechenden Optionen in Windows möglich. Wirklich auf den ersten Blick ersichtlich ist das aber nicht, zumal wir im Test nicht immer das Gefühl hatten, dass unsere Vorgaben über die Windows-Optionen auch wirklich erfolgreich eingehalten wurden.
Im einem Beta-Launcher gibt es übrigens auch die Möglichkeit, entweder die »Flüssigkeit« oder die »Stabilität« des Streams zu priorisieren. Ob und wann es diese Optionen in den finalen Launcher schaffen, steht aber noch nicht fest.
Benchmarks in Spielen und Anwendungen
Shadow PC, Cinebench
CPU-Test
- Multi-Score
- Single-Score
- 0
- 300
- 600
- 900
- 1200
- 1500
Ebenfalls ein wichtiger Faktor für die Spielerfahrung: Die tatsächliche Leistung des Shadow PCs. Um sie zu beurteilen, haben wir verschiedene Benchmarks auf dem Cloud-Rechner durchgeführt.
Mit Blick auf die CPU gibt es laut Shadow derzeit grundsätzlich zwei verschiedene Setups: Einen Xeon 2620 mit 2,1 GHz sowie einen Xeon 2667 mit 3,2 GHz. Ersterer soll aber so gut wie nie zum Einsatz kommen (im Test haben wir tatsächlich ausschließlich den Xeon 2667 gesehen) und in naher Zukunft durch einen Xeon 2678 mit 2,5 GHz ersetzt werden (der laut Shadow flotter unterwegs ist als der 2667 mit 3,2 GHz).
Sowohl im Cinebench als auch beim Enkodieren einer Videodatei per Handbrake sowie dem Packen per WinRAR kommt der Xeon 2667 laut unseren Messungen ungefähr auf das Niveau des Core i7 2600K. Dieser Prozessor bietet zwar trotz seines inzwischen hohen Alters immer noch eine solide Leistung, dennoch kann die CPU beim Shadow PC durchaus zum limitierenden Faktor werden.
CPU-Vergleich mit RTX 2080 Ti - Core i7 2600K vs. Core i9 9900K vs. i7 8700K vs. Ryzen 7 2700X
Das zeigt sich auch bei den Spiele-Benchmarks: Die als Nvidia Quadro P5000 ausgewiesene Grafikkarte soll Leistung auf dem Niveau einer GTX 1080 bieten, sie fällt aber teils klar hinter diesem Modell zurück, zumindest im Vergleich zu den Messergebnissen aus unserem GPU-Testsystem.
Shadow PC, Spiele-Benchmarks
Full HD
- GPU-Testsystem (GTX 1080, Core i7 8700K)
- Shadow PC (Quadro P5000, Xeon E5 2667)
- 0,0
- 28,0
- 56,0
- 84,0
- 112,0
- 140,0
Hier kommt ein Core i7 8700K mit sechs Kernen zum Einsatz, der dem Xeon 2667 mit vier Kernen und niedrigeren Taktraten klar überlegen ist. Etwas Entwarnung können wir mit Blick auf die erzielten fps aber dennoch geben: Sie liegen auf dem Shadow PC in Full HD trotz sehr hoher bis maximaler Details im Schnitt bei absolut flüssigen 76 Bildern pro Sekunde.
Gewisse Abstriche sind außerdem bei der Leistung des Datenträgers zu machen. Während er beim Lesen von Daten auf gute Werte kommt, fällt die Schreibleistung gegenüber einer SATA3-SSD klar ab. Das macht sich teils durch relative lange Installationszeiten bemerkbar. Die Entwickler kennen das Problem aber und arbeiten laut eigenen Angaben bereits an einer Lösung.
Generell will Shadow zu passenden Zeitpunkten Upgrades der Server-Hardware vornehmen. Das Ziel lautet dabei, dass man stets auch die neusten Titel mit hohen Grafikdetails flüssig spielen kann. Konkrete Termine für ein Update könne man aber derzeit nicht nennen, da es hier auch auf die Entwicklungen auf dem Markt ankäme.
Shadow PC, Datenträger: Lesen
AS SSD
- Sequenziell
- 4K
- 4K-64-Thrd
- 0
- 100
- 200
- 300
- 400
- 500
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Dein Kommentar wurde nicht gespeichert. Dies kann folgende Ursachen haben:
1. Der Kommentar ist länger als 4000 Zeichen.
2. Du hast versucht, einen Kommentar innerhalb der 10-Sekunden-Schreibsperre zu senden.
3. Dein Kommentar wurde als Spam identifiziert. Bitte beachte unsere Richtlinien zum Erstellen von Kommentaren.
4. Du verfügst nicht über die nötigen Schreibrechte bzw. wurdest gebannt.
Bei Fragen oder Problemen nutze bitte das Kontakt-Formular.
Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.
Nur angemeldete Plus-Mitglieder können Plus-Inhalte kommentieren und bewerten.