Die Simpsons sind legendär. Es gibt Lego-Sets und angeblich hat die Serie mindestens zwölfmal die Zukunft vorhergesagt (diesimpsons.de). Da wäre es doch eigentlich nur logisch, das Haus der Familie aus Springfield lebensecht nachzubauen, oder?
Eigentlich ein No-Brainer. Wie viel kann man bei einem zweistöckigen Stuckhaus mit Garage schon groß falsch machen? Das dachte sich die Baufirma Kaufman & Broad und ging das Projekt Mitte der 1990er an.
Die ersten Probleme begannen bereits vor dem Bau in Henderson, Nevada.
Ein Haus, das nicht existieren kann
Um das Vorhaben in die Tat umzusetzen, zogen die Verantwortlichen vorrangig zwei Quellen zurate, so Xataka.
- Ein Grundriss des Simpsons-Hauses von Anfang der 1990er, zu sehen in einem X-Post.
- Hunderte Folgen der Serie.
- Das Spiel »Virtual Springfield«, mit dem man dem Namen nach durch die Stadt und auch im besagten Haus umherspazieren kann.
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Allerdings taten sich bereits beim Original einige Abgründe auf. Mit das Wichtigste bei einem Haus ist die Statik – und die ist beim Haus der Simpsons aus der Serie gelinde gesagt überhaupt nicht vorhanden.
Es fehlten tragende Wände, nachzulesen in einem Zeitungsartikel der Las Vegas Sun von 1997. Zugegeben: Das Haus braucht die in der Serie auch nicht, denn Statik spielt da keine Rolle.
Also mussten Kompromisse eingegangen werden. In Form und Funktion sollte es ein echtes Haus sein, aber möglichst nah an jenes aus der Serie kommen. Das war wiederum auch nicht ganz leicht, da sich das Haus der Simpsons im TV im Laufe der Zeit mehrfach verändert hatte.
- Die Form änderte sich.
- Mal war es größer oder kleiner.
- Der Abstand der Fenster variierte.
Am Ende kam ein Gebäude heraus, das zu 90 Prozent normal und 10 Prozent Cartoon war, schreibt Mentalfloss.
Das vielleicht Kurioseste: Das Haus besitzt auch noch heute einen nutzlosen Schornstein, denn es steht in der Wüste von Nevada. Am Kaminfeuer wird man es sich da wohl eher nicht gemütlich machen.
Die Inneneinrichtung
Um es von innen möglichst nah ans Original heranzurücken, hatte das Unternehmen den Hollywood-Produktionsdesigner Rick Floyd angeheuert. Der baute tausende Details ein, damit das Haus in Henderson so identisch wie möglich zu dem in Springfield aussah. Zum Beispiel:
- Höhere Türen, damit Marges Turmfrisur hindurchpasste.
- Duff-Bierdosen im Kühlschrank.
- Das »El Barto«-Graffiti in Barts Zimmer.
- Falsche Bilder der Familie
So cool die Nachbildung auch ist, sie brachte weitere Probleme mit sich: Plünderer. Im Haus der Simpsons befanden sich viele einzigartige Objekte, die Fans gerne selbst gehabt hätten. Deshalb musste die Immobilie rund um die Uhr bewacht werden.
Allerdings sollte niemals jemand darin wohnen.







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