Wenn euer altes Handy keine Updates mehr bekommt, müsst ihr es nicht wegwerfen – 5 Dinge, die ihr tun solltet

Sicherheitsupdates sind wichtig, aber wenn euer Handy keine mehr erhält, gibt es fünf Dinge, die ihr tun könnt.

Fünf Tipps helfen euch bei der Nutzung eines alten Handys sicher zu bleiben. (Bildquelle: Valeriia über Adobe Stock) Fünf Tipps helfen euch bei der Nutzung eines alten Handys sicher zu bleiben. (Bildquelle: Valeriia über Adobe Stock)

Seit einigen Tagen ist ein neues EU-Gesetz in Kraft getreten, das von den Herstellern von Handys und Tablets verlangt, dass ihre Geräte mindestens fünf Jahre lang mit Sicherheitsupdates versorgt werden. 

Diese Regelung ist allerdings nicht rückwirkend für ältere Handys gültig. Was macht man also, wenn das eigene Handy keine Sicherheitsupdates mehr erhält? Hier sind fünf Dinge, die euch helfen können.

1. Daten sichern, sichern, sichern!

Das A und O, wenn euer Handy keine Updates mehr bekommt: Sichert regelmäßig all eure wichtigen Daten. Ohne aktuelle Sicherheitsupdates ist euer Smartphone anfälliger für Viren, Malware und andere Angriffe. 

Geht auf Nummer sicher und erstellt Backups eurer Fotos, Videos, Kontakte, Dokumente und anderen wichtigen Dateien. Nutzt dafür Cloud-Dienste wie Google Drive, iCloud oder OneDrive oder speichert alles auf einer externen Festplatte oder eurem Computer. Das ist die wichtigste Maßnahme, um im schlimmsten Fall keinen Datenverlust zu erleiden.

2. Apps aktuell halten

Auch wenn euer Betriebssystem keine Updates mehr bekommt, heißt das nicht, dass eure Apps dasselbe Schicksal teilen müssen. Viele Apps erhalten weiterhin Aktualisierungen über den Google Play Store (Android) oder den App Store (iOS). 

Diese Updates beheben oft Sicherheitslücken innerhalb der Apps und bringen neue Funktionen mit sich. Überprüft regelmäßig, ob es für eure installierten Apps Updates gibt und installiert diese. Manchmal müsst ihr die automatischen Updates in den Einstellungen eures Stores aktivieren oder manuell nachsehen.

Seid jetzt noch vorsichtiger als sonst, wenn es um Apps aus unbekannten Quellen oder verdächtige Links geht. Ohne die neuesten Sicherheits-Patches ist euer Handy leichter angreifbar. Lädt Apps nur aus den offiziellen App-Stores herunter und klickt nicht auf Links in E-Mails oder Nachrichten, deren Absender ihr nicht kennt oder denen ihr nicht vertraut. 

4. Sicherheits-Apps nutzen

Auch wenn sie keinen vollständigen Schutz bieten, können Sicherheits-Apps und Antivirenprogramme eine zusätzliche Schutzschicht bilden – besonders, wenn euer Handy keine Sicherheitsupdates erhält. 

Installiert eine anerkannte Sicherheits-App und lasst sie regelmäßig euer Gerät scannen. Diese Apps können dabei helfen, bekannte Bedrohungen zu erkennen und euch vor schädlichen Websites zu warnen.

5. Für Tech-begeisterte: Custom-ROM installieren

Für einige Modelle existieren engagierte Communitys, die benutzerdefinierte ROMs mit regelmäßigen Updates anbieten. Diese können eine Möglichkeit sein, die Lebensdauer eures Geräts zu verlängern, jedoch erfordert dies technisches Know-how und birgt gewisse Risiken.

Einige bekannte Custom-ROMs wären:

Mit Custom-ROMs wie diesen verlängert ihr die Lebensdauer und die Sicherheit von eurem Handy um mehrere Jahre. So hat es zum Beispiel Nele mit einem ihrer drei Handys gemacht:

Und vielleicht doch: ein neues Handy

Seien wir ehrlich: Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Sicherheitsrisiken und die fehlenden Funktionen überwiegen. Wenn euer Handy schon sehr alt ist und die oben genannten Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um ein sicheres und funktionsfähiges Nutzererlebnis zu gewährleisten, solltet ihr über den Kauf eines neuen Smartphones nachdenken. 

Viele Hersteller bieten inzwischen auch gute Geräte im Mittelklassebereich an, die über Jahre hinweg mit Updates versorgt werden.

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