Diese VR-Brille ist zum Lesen gedacht und kostet ein Zehntel von Apples Vision Pro

Im Zeitalter der Bildschirme sind wir dauernd abgelenkt. Zumindest beim Lesen verspricht die Sol Reader dieses Problem zu beheben.

Die Sol Reader sieht aus wie eine Sonnenbrille, doch man sollte sie nicht draußen tragen. (Quelle: Sol Reader) Die Sol Reader sieht aus wie eine Sonnenbrille, doch man sollte sie nicht draußen tragen. (Quelle: Sol Reader)

Abends mit dem E-Reader im Bett ist es gemütlich. Doch dann schreibt noch jemand auf WhatsApp und reißt uns aus der Geschichte. Der Sol Reader soll solche verheißungsvollen Ablenkungen unterbinden - schließlich ist er eine Brille und sitzt direkt auf der Nase.

Sol Reader: Elektrische Lesebrille

In den Gläsern der Brille sitzt jeweils ein E-Ink-Panel von 1,3 Zoll Größe, das mit 256 x 256 Pixel auflöst. Das soll ausreichen, um bequem zu lesen. Helligkeit und Beleuchtung lassen sich ebenfalls individuell einstellen.

Die Displays des Sol Reader (Quelle: Sol Reader) Die Displays des Sol Reader (Quelle: Sol Reader)

Verbaut sind außerdem Linsen, deren Dioptrienzahl sich manuell einstellen lassen (in welchem Bereich sich die Werte bewegen, ist nicht bekannt). Damit werden auch Brillenträger nicht ausgeschlossen.

Überzeugen soll das Gerät vor allem durch seine leichte Handhabbarkeit. Es sieht aus wie eine Sonnenbrille und genauso setzt man die Sol Reader auch auf. Keine Haltebänder, nichts.

Weitere technische Details lesen sich wie folgt:

  • Prozessor: 240 MHz Dual-Core
  • Arbeitsspeicher: 8 MB RAM 
  • Interner Speicher: 64 MB
  • Akku: Bis zu 25 Stunden
  • Gewicht: 104 Gramm

Eine kleine Einordnung zur Akkulaufzeit: Die durchschnittliche Lesegeschwindigkeit eines Erwachsenen liegt bei 200 Wörtern pro Minute. Das entspricht 12.000 Wörtern in der Stunde. 25 Stunden entsprechend rund 300.000 Wörter. Geht man davon aus, dass ein dickes Fantasybuch 100.000 Wörter hat, wälzt man sich mit einer Ladung durch drei solcher Schinken.

So blättert man um übrigens um:

Die Fernbedienung des Sol Reader. (Quelle: Sol Reader) Die Fernbedienung des Sol Reader. (Quelle: Sol Reader)

Auf den Bildschirm tippen ist bei dieser VR-Brille nicht, daher kommt eine mitgelieferte Fernbedienung zum Einsatz. Mit dieser navigiert ihr euch auch durch die Menüs. Mittels einer dazugehöriger App übertragt ihr Bücher direkt an die Sol Reader.

Preis und Verfügbarkeit

Die Sol Reader könnt ihr für einen Preis von 350 Dollar auf der Webseite in den Farben Dunkelblau, Gold, Silber und Schwarz vorbestellen. Allerdings gibt es eine Warteliste, auf die ihr euch setzen lassen müsst.

Versendet wird die Lesebrille dann im Herbst. Vereinzelt sind Testgeräte an Early Adopter ausgeliefert worden, entsprechende Hands-on finden sich online.

Was wir zu Apples neuer VR-Brille zu sagen haben, lest ihr hier:

Kindle auf die Augen? Elektrische Lesebrille? Die Bezeichnungen für die Sol Reader sind wahrlich mannigfaltig. Seht ihr einen Markt für so ein Gadget? Könnte diese Brille E-Readern den Rang ablaufen? Oder gehört ihr zu denjenigen, die am liebsten noch zum guten alten Buch greifen? Schreibt’s uns in die Kommentare!

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