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PUBG veranstaltet jetzt ein Battle Royale in echt, aber der Trailer macht es schwer, das ernst zu nehmen

PUBG Mobile macht aus Battle Royale eine Reality Show auf Bali. Der erste Trailer zu Trial of Fire nimmt sich sehr ernst, wirkt aber unfreiwillig komisch.

Battle Royale in echt: In PUBG Mobile: Trial of Fire kämpfen 16 Teams auf Bali um die Flame of Glory. Battle Royale in echt: In PUBG Mobile: Trial of Fire kämpfen 16 Teams auf Bali um die Flame of Glory.

PUBG bekommt eine Reality Show, als echtes Battle Royale mit echten Menschen auf einer echten Insel.

Also natürlich nicht echt im Sinne von: 100 Leute springen aus einem Flugzeug, verhauen sich mit Bratpfannen und fliehen vor einer sich schließenden Todeszone. Aber echt genug, dass 16 Teams nach Bali fliegen und dort in einer Arena um die sogenannte »Flame of Glory« antreten sollen.

Der erste Trailer erweckt allerdings nicht unbedingt den Eindruck, als würde hier gerade das nächste große Entertainment-Format geboren. Eher sieht es aus, als hätte jemand das RTL-Dschungelcamp und das Sommerfest der Kreissparkasse Paderborn in denselben Mixer geworfen.

Der Trailer meint es sehr ernst

Das Lustigste an Trial of Fire ist nicht einmal die Idee selbst: Ein Battle-Royale-Spiel als Reality-Wettbewerb umzusetzen, klingt ja gar nicht so abwegig. Ninja Warrior, Beast Games und Takeshis Castle haben längst gezeigt, dass Menschen gern anderen Menschen dabei zusehen, wie sie in mal mehr, mal weniger albernen Spielen scheitern.

Das Ding ist eher, wie ernst und unironisch das Ganze inszeniert ist.

Im Trailer marschieren die Teilnehmer durch eine tropische Kulisse, fahren auf Quads, rennen am Stand entlang und zielen mit NERF-Blastern aufeinander. Dazu gibt es die übliche epische Musik, dramatische Schnitte und diesen Tonfall, als würde gleich jemand die Zukunft des Entertainments neu erfinden:

Video starten 0:56 PUBG will Battle Royale ins echte Leben holen, und der Trailer nimmt sich deutlich ernster als nötig

Besonders kurios ist dabei der Kontrast zwischen Anspruch und Aufmerksamkeit: Nach rund 24 Stunden stand der Trailer bei gerade einmal 78 Aufrufen.

Vielleicht sind wir aber auch einfach nicht das Publikum

Ganz abschreiben sollte man Trial of Fire trotzdem nicht: PUBG ist zwar nicht mehr dieser alles dominierende Battle-Royale-Hype von 2017 und 2018, aber die Marke ist vor allem auf dem Smartphone immer noch sehr groß.

Besonders in Schwellenländern wie Indien, Myanmar, Indonesien oder den Philippinen spielt Mobile Gaming eine deutlich größere Rolle als in vielen westlichen Ländern.

Vielleicht trifft Trial of Fire also genau dort einen Nerv, und was aus deutscher Perspektive schnell nach Trash-TV à la Dschungelcamp aussieht, könnte in anderen Märkten durchaus als Event funktionieren.

Der Trailer macht es einem trotzdem schwer, daran zu glauben. Vielleicht wird die fertige Show, die ihr ab dem 30. Mai auf YouTube sehen könnt, unterhaltsamer, als der erste Eindruck vermuten lässt. Momentan sieht sie aber vor allem nach einem Format aus, das sehr tough wirken will, obwohl am Ende doch nur Menschen mit Spielzeugwaffen über Bali rennen.

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