Leute, die Hersteller machen es uns unnötig schwer. Eine Soundbar ist eine gute und simple Lösung, um den Klang im Wohnzimmer aufzumöbeln. Allerdings machen uns die Standfüße der TVs oftmals einen Strich durch die Rechnung.
So ergeht es auch MrMiller, der unter meinem Ask me Anything zu Heimkino folgenden Kommentar dagelassen hat:
Sollte man eine Soundbar vor oder unter den Fernseher stellen? Weil viele Geräte kleiner 65 Zoll keine passenden Standfüße haben um eine Soundbar mit dem Fernseher verschmelzen zu lassen - die muss immer davor so das sie optisch stört.
Dafür gibt es keine Universalantwort, ich habe allerdings zwei Tipps für euch – und zum Abschluss meine persönliche Lösung für das Problem.
Zwei Tipps für bessere Soundbar-Platzierung
Manchmal haben wir Glück, denn wenn der Fernseher zwei Standfüße links und rechts hat und die Soundbar kurz genug ist, passt sie unter die Glotze. Meistens ist das allerdings nicht der Fall, so wie bei meinem OLED von Philips.
Tipp Nr. 1: Bloß nicht vor den TV
Eigentlich logisch, aber ich will’s trotzdem noch mal betonen: Parkt die Klangstange nicht vor dem Display – zumindest dann nicht, wenn sie Teile vom Bildschirm verdecken.
Manchmal ergibt es sich, dass der Fuß des Fernsehers hoch genug und die Soundbar flach genug sind. Dann geht das klar.
Andernfalls stellt ihr euch allerdings das Bild zu. Ich persönlich gehe dabei keinerlei Kompromisse ein. Es gibt Leute, die haben ihre Konsolen oder Klimbim vor dem Display stehen, das ist für mich ein No-Go.
Kein halbwegs guter Ton ist es wert, dafür Teile vom Bild zu opfern.
Ein Fach im Lowboard oder – falls euer Fernseher an der Wand hängt – aufgehängt unter dem TV ist der korrekte Weg. Bestenfalls unter der Glotze, aber nicht davor.
Habt ihr keinen Platz dafür, habe ich auch eine Lösung, doch zunächst noch ein Tipp.
Tipp Nr. 2: Möglichst an den Rand
Das mag nach einem trivialen Fakt klingen, ist in Wirklichkeit aber reine Physik. Hier geht es um die Ausbreitung von Schall.
- Schall dehnt sich wellenartig in verschiedene Richtungen aus.
- Trifft Schall auf eine Oberfläche, wird er reflektiert.
Steht die Soundbar weit hinten auf dem Sideboard, verteilen sich die Schallwellen zum Teil nicht im Raum. Sie treffen zuerst auf das Möbel und werden von dessen Oberfläche reflektiert, um gen Zimmerdecke zu fliegen.
Das erzeugt Diffusschall.
- Der Ton »flattert« und klingt instabil.
- Klänge übertönen einander.
- Dialoge werden unverständlich.
Das könnt ihr tun: Schiebt die Soundbar so weit nach vorne an den Rand des Möbels, wie es euer Sinn für Ästhetik zulässt. Das sorgt dafür, dass die meisten Schallwellen direkt auf die Zuschauerinnen und Zuschauer strahlen und höchstens am Fußboden abprallen. Das nennt man früh reflektierend.
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Mein Lösung für das Problem
Wie man es dreht und wendet: Manchmal ist einfach kein Platz für eine Soundbar. Das gilt doppelt bei besonders großen Exemplaren, zu denen ich der Soundqualität wegen rate.
Hier kommen Sounddecks ins Spiel. Ja, die sind noch viel wuchtiger als Soundbars, aber ihr könnt euren Fernseher draufstellen. Dazu sind die Bretter gedacht.
- Sounddecks finden unter nahezu jedem TV Platz.
- Sie stehen stets mittig und strahlen direkt auf die Zuschauerinnen und Zuschauer ab.
- Sounddecks besitzen einen großen Klangkörper, wodurch sie volltönern klingen.
- Durch die Bauweise braucht es keinen dedizierten Subwoofer für starken Bass.
Wollt ihr mehr wissen, dann lest euch gerne in meinen Artikel ein, in dem ich Soundbars und Sounddecks vergleiche. Ich persönlich besitze das Nubert nuPro AS-3500 zu Hause – meinen Test dazu lest ihr hier –, aber es gibt die Klangbretter auch von anderen Marken, etwa von Raumfeld oder Canton.
Mit einem Sounddeck im Wohnzimmer ist die Platzierungsfrage keine mehr, denn dann steht der Fernseher einfach obenauf. Durch die schiere Größe mag das erstmal paradox wirken, aber wenn ihr keinen Platz für eine Soundbar findet, ist das eine wunderbare Alternativen – und besser klingen sie oft auch. Win-win.

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