Der Klang aus den TV-Lautsprechern ist meist schlecht. Die einfachste und günstigste Möglichkeit, den Sound zu Hause aufzupolieren, ist eine Soundbar.
Wenn ihr euch eine Klangstange zulegt, gibt es einige Dinge zu beachten, wie:
- Verbindungen
- ARC oder eARC
- Subwoofer oder nicht
Ein oft unterschätztes Merkmal ist aber die Größe, denn von der hängt bei gutem Klang viel ab. Darüber habe ich mit dem ein oder anderen von euch unter meiner Fragerunde zu Soundbars gesprochen.
5 Gründe, warum die Größe bei einer Soundbar wichtig ist
1. Bessere Kanaltrennung und Treiberplatzierung
Das ist schnell erklärt: Je größer die Soundbar, desto besser lassen sich die Treiber für die verschiedenen Kanäle physisch voneinander trennen. Das sorgt für eine breitere Klangbühne und verbessert die Stereo-Ortung.
Mehr Breite bietet zudem den nötigen Platz, um komplexere Kanal-Setups mit dedizierten Treibern sinnvoll unterzubringen und klar zu trennen:
- 2 Kanäle: Links, rechts
- 3 Kanäle: Mitte, links, rechts
- 5 Kanäle: Mitte, links, rechts, hinten links, hinten rechts
- 7 Kanäle: Dasselbe Setup wie fünf Kanäle, nur dass der Surround- und Rear-Speaker-Sound auf vier Kanäle anstatt auf zwei aufgeteilt wird.
- Dolby Atmos: Hier kommen zu den fünf oder sieben Kanälen noch zwei Upfiring-Lautsprecher hinzu.
Ja, eine kleine Soundbar kann theoretisch auch viele Kanäle haben, aber die sind physisch nicht gut voneinander getrennt. Das klingt dann diffus, weil sich der Output gegenseitig überlagert.
2. Mehr Platz für dedizierte Treiber
Größere Gehäuse bieten Platz für mehr und spezialisierte Treiber.
Darum ist das von Vorteil: Es finden ausgewiesene Hoch-, Mittel- und Tieftöner Platz. Das führt zu einem detailreichen Klangbild und deckt das Frequenzspektrum besser ab.
Das geht auch ein Problem an, das viele von euch haben. Durch ausgewiesene und performante Center-Kanäle klingen Dialoge oft besser.
3. Breitere Soundstage
In Punkt 1 habe ich die Klangbühne erwähnt, doch was bedeutet das genau?
Durch die größere physische Breite können Treiber weiter auseinander platziert werden. Das führt zu einer breiteren Stereobühne und einer besseren Kanaltrennung. Das sorgt dafür, dass der Sound voluminöser wirkt, weil der Schall physisch betrachtet von weiter auseinanderliegenden Quellen kommt.
Davon profitieren vor allem Filme und Spiele. Der Sound wirkt räumlicher und weniger auf einen Punkt zentriert. Das ist der Immersion zuträglich.
4. Pegelfestigkeit und Maximallautstärke
Gerade bei Filmen erhöhen wir die Lautstärke ganz gerne mal, damit es ordentlich kracht. Sind die Treiber klein und billig, kommt es da leicht zu Verzerrungen, die absolut furchtbar klingen.
Größere Treiber und robustere Verstärker in großen Soundbars erreichen oft höhere Lautstärken ohne Verzerrungen oder Kompression. Vor allem bleiben sie stabil und schwingen weniger, wenn es laut wird. Dadurch wird die Chance auf Misstöne nicht nur verringert, der Ton ist auch gleichzeitig klarer.
5. Bessere Basswiedergabe
Subwoofer sorgen in der Regel für tiefe Töne, doch nicht jeder hat Platz für einen Sub zu Hause oder möchte ein extra Gerät.
Wo kleinere Soundbars schwachbrüstig klingen, kommt großen Soundbars ihr Klangkörper zugute; sie erzeugen mehr Resonanzvolumen.
Das bedeutet: Es entsteht ein tieferer, kräftigerer und präziserer Bass. Richtig ausladende Soundbars oder Sounddecks brauchen deshalb nicht zwingend einen Subwoofer, da sie durch ihr Gehäuse bereits sehr starken Bass bieten.
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Natürlich haben große Soundbars auch durchaus Nachteile, die kleinere Modelle besser auffangen können.
- In kleinen Räumen können große Klangstangen too much sein. Man sitzt nicht mehr im Sweetspot und zu oft abprallender Schall an Wänden und Boden sorgt für Diffusschall.
- Große Soundbars brauchen entsprechend Platz, den nicht jeder hat. Manchmal passt eben nur ein kleines Exemplar unter den TV.
- Kleinere Soundbars sind günstiger. Logisch, weniger Material und weniger Treiber rufen niedrigere Kosten auf.
- Große Soundbars warten nicht selten mit zusätzlichen Features auf, die aber nicht jeder braucht oder möchte. Mehr Anschlüsse, Streaming-Optionen oder Smart-Home-Integration sind egal, wenn ihr nur den TV-Klang verbessern will.
Abschließend lässt sich sagen, dass große Soundbars oft einen deutlichen Qualitätsvorteil gegenüber ihren kleinen Kompagnons haben. Sie besitzen eine bessere Kanaltrennung, mehr Treiber, brauchen oft keinen zusätzlichen Subwoofer und sind stabiler bei hoher Lautstärke.
Mein Tipp: Versucht den Platz, den ihr für eine Soundbar habt, möglichst auszunutzen. So bekommt ihr den besten Klang fürs Geld.

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