Jeder von uns bekommt sie: Spam-Mails. Vermeintliche Gewinne, Jobs oder der Aufruf zum Ändern des Netflix-Passwortes gehen täglich millionenfach in digitalen Postfächern ein.
Ausgerechnet Bill Gates stimmte den Abgesang auf Spam-Mails auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an – doch niemand sang mit. Seine steile Behauptung damals:
Innerhalb von zwei Jahren gehören Spam-Mails der Vergangenheit an.
Diese Aussage stammt von 2004, ist ist also etwa 21 Jahre alt. Der Philanthrop hatte sogar einige Lösungen parat (via TechSpot). Eine davon war, dass der Absender eine Art Puzzle lösen muss, also so etwas wie ein Captcha.
Seine wohl präferierte Lösung waren digitale Briefmarken.
- Absender bezahlen eine kleine Gebühr für das Absenden von E-Mails.
- Vertrauenswürdige Kontakte wie Freunde oder Familie könnte man ausschließen.
So soll Gates in Davos gesagt haben:
In zwei Jahren wird Spam gelöst sein. Auf lange Sicht wird die monetäre [Methode] dominieren.
Das bestätigt unter anderem der Spiegel mit einem Artikel von 2004.
Wie schlimm ist Spam heute?
Heute wissen wir: Die Aussage von Gates ist schlecht gealtert. Täglich bekommen wir alle unzählige Spam-Nachrichten, die uns in Fallen locken sollen.
Eine Statistik von Statista klärt über die Masse an Spam-Mails auf.
- Im Dezember 2024 betrug der Anteil von Spam am weltweiten E-Mail-Verkehr rund 44,6 Prozent.
- Mit über 30 Prozent stammt ein Großteil davon aus Russland.
- Lediglich 2,1 Prozent haben ihren Ursprung in Deutschland.
Das klingt nach viel, aber in Wirklichkeit ist Spam in Relation weniger geworden. So schreibt TechSpot im oben verlinkten Artikel, dass 2008 die meisten Spam-Mails verschickt wurden. 92 Prozent allen E-Mail-Traffics soll damals Spam gewesen sein.
Ganz werden wir Spam wohl nie loswerden. Bill Gates lag 2004 in jedem Fall falsch mit seiner Einschätzung, was gleichermaßen für die digitalen Briefmarken gilt.







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