Es klingt wie ein verfrühter Aprilscherz, über den niemand lachen kann: Gerade als es so aussah, als ob der Hardware-Markt etwas zur Ruhe kommen würde, droht beim Arbeitsspeicher der nächste Preisschock.
Laut Informationen des bekannten Leakers Jukan auf X könnten sich die Speicherpreise im kommenden Quartal noch einmal verdoppeln. Die Angabe basiert auf Daten des taiwanesischen Elektronikkonzerns Winbond, der zu den Hauptproduzenten von Speichermodulen und integrierten Schaltkreisen zählt.
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3.000€ für eine Grafikkarte? Die Hardware-Krise ist zurück – und sie ist schlimmer!
Jukan berichtet auf X:
Taiwans Winbond: Der Mangel an DRAM-Speichern dürfte anhalten, wobei die Speicherpreise in diesem Quartal voraussichtlich um 90 bis 95 % steigen werden. Ferner dürfte das Ausmaß der Preissteigerungen im nächsten Quartal auf einem ähnlichen Niveau bleiben.
Das bedeutet, dass sich die Preise in diesem Quartal nicht nur fast verdoppeln, sondern dass sich die Speicherpreise im zweiten Quartal effektiv erneut verdoppeln könnten. Dies bedeutet, dass die Speicherpreise bis Ende Juni fast das Vierfache des Niveaus vom Ende des letzten Jahres erreichen könnten.
Im Vergleich zum letzten Jahr könnten sich die Preise für Speichermodule bis Mitte 2026 um den Faktor vier erhöhen. Wie sich die mögliche Entwicklung auf Märkte außerhalb Taiwans auswirken wird, ist noch nicht im Detail absehbar.
Steigende Preise für Speichermodule dürften sich aber auch auf andere Bereiche auswirken. Preise könnten also auch bei anderen Elektronikprodukten, wie etwa Smartphones, SSDs, Tablets oder Grafikkarten weiter steigen.
Die Marktbeobachter von Trendforce haben ihre Prognosen für DRAM-Speicher und NAND-Flash-Module erst kürzlich für das Quartal nach oben korrigiert. Sie erwarten einen Anstieg um 90 Prozent bei Speichermodulen und um 55 Prozent bei NAND-Speicher, ein deutlicher Anstieg gegenüber den vorherigen Prognosen.
Auch die geplante nächste Generation von Konsolen könnte von diesem Trend beeinflusst werden. Wie Sony und Microsoft auf die Krise reagieren, könnt ihr hier nachlesen.
Bisher deutet alles darauf hin, dass uns die Speicherkrise nicht nur erhalten bleibt, sondern sie sogar in den kommenden Monaten noch an Fahrt aufnehmen könnte. Spieler und PC-Bastler stehen damit vor einer schwerwiegenden Frage: Jetzt zuschlagen, auch wenn die Preise schon hochgeschnellt sind, oder Projekte aufschieben, in der Hoffnung, dass sich die Lage schneller als erwartet wieder stabilisiert?
Nun ist eure Meinung gefragt. Aufrüsten, neu kaufen oder warten? Wie reagiert ihr auf explodierende Preise? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.
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