Ich habe vergessen, wie viel Spaß es macht, zu cheaten, aber würde ich dafür auch monatlich bezahlen? Plitch für Singleplayer-Spiele ausprobiert

Wie gut funktioniert es, mit Plitch in Singleplayer-Spielen zu schummeln?

Nils hatte durchaus Spaß daran, mit Plitch in Singleplayer-Titeln mal die Sau rauszulassen. Nils hatte durchaus Spaß daran, mit Plitch in Singleplayer-Titeln mal die Sau rauszulassen.

Ich kann mich noch gut daran erinnern, früher immer wieder mal nach Trainern für Spiele gesucht zu haben. Beispielsweise, um mich an einem viel zu schweren Spiel zu rächen, indem ich einfach mal mit aktiviertem God-Mode durch die Gegnerhorden pflüge und großen Spaß dabei habe.

Solange sich das auf den Einzelspielermodus bezieht, sehe ich persönlich da kein Problem, und genau dafür gibt es Lösungen wie Plitch.

Von den insgesamt über 100.000 verfügbaren Cheat-Codes in der App sind zwar knapp 27.000 auch in der kostenlosen Variante verfügbar. Die spannendsten Cheats erfordern aber ein Premium-Abo.

Wie gut Plitch funktioniert und ob es sich lohnt, dafür Geld zu bezahlen, habe ich mir näher angesehen.

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Alternativen zu Plitch

Plitch ist längst nicht der einzige Anbieter auf dem Markt. Zu den Konkurrenten gehören unter anderem Wand (alle Cheats kostenlos nutzbar, man bezahlt für Komfortfunktionen), Cheat Engine (Open Source) und Cheat Happens (fast alle Trainer kostenpflichtig).

Die genaue Umsetzung und die Auswahl an Spielen und Cheats unterscheidet sich je nach Anbieter. Danke für die Hinweise dazu in den Kommentaren!

So viel kostet Plitch

Bei Plitch Premium habt ihr die Wahl zwischen drei Zeiträumen:

  • 30 Tage: 10,99 Euro pro Monat (~ 0,36 Euro pro Tag)
  • 90 Tage: 7,99 Euro pro Monat (~ 0,26 Euro pro Tag)
  • 365 Tage: 4,49 Euro pro Monat (~ 0,15 Euro pro Tag)

Außerdem könnt ihr statt eines Abo-Modells den Einmalkauf für ein Jahr für 65,88 Euro wählen. Hier liegt der Preis umgerechnet bei, 5,49 Euro pro Monat (~ 0,18 Euro pro Tag).

Wie viele Spiele werden unterstützt?

Nach aktuellem Stand sind es über 5.600 Titel.

Dazu zählen sowohl große und bekannte Namen wie Anno 117, Hogwarts: Legacy und Kingdom Come: Deliverance 2 als auch kleinere Spiele wie Halls of Torment, News Tower und Darkwood.

Die Menge an verfügbaren Cheats variiert je nach Titel. Es kann wie im Falle von Halls of Torment sogar vorkommen, dass es nur ein einziger Cheat ist. Auf der anderen Seite gibt es auch Spiele mit vielen Cheats, wie etwa Hogwarts Legacy mit 59 verschiedenen Codes.

Wie gut klappt das Cheaten mit Plitch?

Meiner Erfahrung nach meistens genau so, wie man es sich vorstellt. Die Cheats tun also exakt das, was sie tun sollen.

Das reicht vom klassischen God-Mode über unendlich Geld, Ausdauer oder Fertigungspunkte bis hin zu Crafting ohne Einschränkungen.

Manchmal hakt es zwar, etwa in Brotato, wo der God-Mode bei mir trotz Start des Cheatens in der Plitch-App und Aktivierung des God Mode zum genannten Zeitpunkt (in diesem Fall also vor dem Start eines neuen Spiels) nicht immer gegriffen hat. Das ist meiner Erfahrung nach aber die Ausnahme.

Gut durchdacht: Ihr könnt in der Plitch-App nicht nur Anfragen für Spiele verschicken, die in Zukunft ergänzt werden sollen, sondern über das Hilfe-Center auch Probleme wie das oben Geschilderte melden.

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Warum sollte man Cheaten?

Aus meiner Sicht gibt es dafür vor allem drei Gründe:

  • Man scheitert an der schweren Passage eines Spiels und will sie endlich hinter sich bringen.
  • Man hat Lust darauf, mal so richtig viel Unsinn in einem Spiel anzustellen.
  • Man will Dinge austesten, die sonst viel Zeit in Anspruch nehmen würden oder unmöglich wären

Warum nicht mal in Brotato ein verrücktes Build ausprobieren, ohne sich Sorgen darüber machen zu müssen, zu früh das Zeitliche zu segnen? Oder in Anno 117 seine absolute Traumstadt bauen, ohne Rücksicht auf Ressourcen-Management?

Besonders cool: Ihr könnt Spiele teilweise nicht nur leichter machen, sondern auch schwerer. Etwa, indem ihr die Zeit einer Gegnerwelle in Brotato verlängert oder in Darkwood Ausdauer und Gesundheit verringert.

Eine Seeschlacht in Anno 117 endet immer in einer Niederlage? Mit Plitch dank Godmode für eure Schiffe kein Problem! Eine Seeschlacht in Anno 117 endet immer in einer Niederlage? Mit Plitch dank Godmode für eure Schiffe kein Problem!

Die Sache mit der Singleplayer-Einschränkung

Schaut man sich die Liste an Spielen an, die Plitch unterstützt, sind nicht nur reine Singleplayer-Titel dabei. Grundsätzlich ist die App zwar für Einzelspieler gemacht. Das heißt aber nicht, dass Cheats nicht auch im Mehrspielermodus funktionieren können.

So war es mir beispielsweise problemlos möglich, in einer Partie Phasmophobia mit meinem Bruder unendliche Ausdauer und extrem schnelles Tempo zu aktivieren. Letzteres fällt zwar sofort auf, ersteres aber kaum.

Ich weiß zwar nicht, warum man auf diese Art in solchen Multiplayer-Titeln betrügen sollte. Aber es geht mit Plitch, zumindest teilweise.

Was sagen die Entwickler dazu?

Ich habe die Entwickler auf das Thema angesprochen und folgende Antwort erhalten:

Cheats für Singleplayer:

  • Wir entwickeln Cheats für Einzelspieler, auch wenn Spiele zusätzlich Multiplayer haben.
  • Ausnahmen:
    • Singleplayer auf Online-Servern (technisch kaum möglich).
    • Spiele mit massivem Anti-Cheat, das Multiplayer gefährden würde.

Multiplayer-Problematik:

  • Cheats ändern lokale Client-Werte.
  • Bei Server-basiertem Multiplayer kommt es zu Synchronisierungsfehlern → Cheats nutzlos, Risiko von Bann.
  • Multiplayer-Cheats (z. B. Wallhacks) bauen wir nicht, da Fokus auf Singleplayer.

Koop-Modus:

  • Manche Cheats funktionieren zufällig im lokalen Splitscreen-Koop, aber nicht gezielt entwickelt.

Spiele im Detail:

  • Phasmophobia: Einzelspieler + Online-Koop. Cheats nur für Einzelspieler getestet. Multiplayer kann zu Bann führen.
  • Brotato: Einzelspieler + Splitscreen-Koop. Cheats evtl. auch im Koop, aber nicht garantiert.
  • Buckshot Roulette: Einzelspieler + Online-PvP. Cheats nur für Einzelspieler.

Fazit:

  • Cheats sind für Einzelspieler gedacht.
  • Multiplayer wird nicht getestet, da hohes Bann-Risiko.

Sprich: Es kann sein, dass bestimmte Cheats auch im Multiplayer-Modus funktionieren. Garantiert ist es aber nicht und ihr geht das Risiko ein, gebannt zu werden.

Fazit der Redaktion

Nils Raettig: Lohnt es sich, Geld zu bezahlen, um mit Plitch zu cheaten? Das kommt ganz darauf an, welche Titel ihr zockt und wie eure generelle Einstellung zu Cheats ist.

Ich empfehle euch jedenfalls dringend, vor dem Abschluss eines Abos in der Liste aller Spiele zu schauen, wie viele Titel, die ihr gerne spielt, unterstützt werden – und was darin genau möglich ist. Auch der Check von Alternativen wie Wand, Cheat Engine und Cheat Happens ist angeraten.

Mir persönlich hat es viel Spaß gemacht, mit Plitch in Singleplayer-Spielen mal wieder jede Menge Regeln zu brechen und mich so richtig schön auszutoben. Zumal die meisten meiner Steam-Titel unterstützt werden. Aber so geht es sicher nicht jedem, und monatlich dafür zahlen würde ich persönlich nicht.

Schade finde ich auch, dass die Entwickler das Cheaten in Multiplayer-Modi nicht generell verhindern.

In der Spieleliste werden zwar extra auch Titel mit dem Hinweis Trainer unmöglich gelistet, weil es sich um Multiplayer-Spiele handelt (zum Beispiel Arc Raiders, Counter-Strike 2 und RV There Yet?). Meiner Meinung nach sollte man das aber konsequent auf jeden Multiplayer-Modus ausweiten.

Grundsätzlich hat Plitch bei mir aber sehr gut funktioniert. Außerdem bietet es den Vorteil, eine All-in-One-Lösung für sehr viele verschiedene Spiele zu sein.

Ob ihr es nutzt und dafür Geld bezahlt, könnt ihr am Ende aber nur selbst entscheiden.

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