Gut gemeint, im Chaos geendet: Die Spielsuche auf Steam nervt und wir sind selbst schuld daran

Die Tags unter Spieletiteln stammen unter anderem von der Community selbst und das hat den Shop völlig durcheinander gebracht.

Miffy will doch nur Spiele finden. Miffy will doch nur Spiele finden.

Vielleicht kennt ihr das: Ihr habt kürzlich jede freie Minute eurer Zockzeit mit einem ganz bestimmten Spiel verbracht, seid jetzt ans Ende gelangt und sehnt euch nach mehr. Nach einem Titel, der die neu entstandene Lücke füllen kann. Der mit seiner ähnlichen Atmosphäre, seiner Story oder seinen Mechaniken das gleiche Gefühl in euch auslöst.

Um einen solchen Titel zu finden, gibt es heutzutage aber zum Glück mannigfaltige Möglichkeiten. Ihr könnt zum Beispiel auf Empfehlungen von GameStar-Redakteuren hören, schauen was eure Lieblingsstreamer spielen oder aber ihr geht selbst auf die Suche.

Plattformen wie Steam bieten ein sogenanntes Tag-System an, bei dem alle Spiele im Shop mit digitalen Stickern beklebt werden. Da steht dann sowas drauf wie »Ego-Shooter«, »Dystopie« oder »Immersive Simulation«. Super, dann sollte man doch eigentlich ziemlich leicht Spiele finden, die genauso sind, wie man es sich vorstellt, richtig? Haha. Falsch!

Marie-Lena Höftmann
Marie-Lena Höftmann

Miffy hat kein Lieblingsgenre. Auf die Frage »Magst du Rollenspiele?«, lautet ihre Antwort meistens »Kommt drauf an«. Gleiches gilt für Shooter, Musikrichtungen und Nudelgerichte. Manchmal ist etwas Ordnung und eine saubere Trennung zwischen Genres aber gar nicht so doof, vor allem wenn einem dadurch das nächste potenzielle Lieblingsspiel in die Hände fällt.

Die Idee war gut, doch ...

Lasst mich kurz erklären, wie das Tag-System auf Steam überhaupt funktioniert. Jenes wurde im Februar 2014 von Valve als Beta-Version eingeführt. Ziel war es, Spiele besser voneinander zu trennen und den Usern die Suche nach passenden Titeln zu erleichtern. Und das war auch dringend nötig, denn die wenigen bereits vorhandenen Kategorien waren viel zu weit gefasst. Unter dem Adventure-Dach versammelten sich beispielsweise klassische Point&Click-Abenteuer wie auch Plattformer und das hat ja nun wahrlich wenig miteinander zu tun.

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