Spotify, Apple Music, YouTube Music und Co.: Bei welchem Streaming-Dienst bekommt ihr am meisten für euer Geld

Musik-Streaming im Vergleich: Preise, Klangqualität & Features von Spotify, Apple Music, YouTube Music, Deezer & Co. im Überblick.

Alle großen Streaming-Dienste im Check: Wer bietet den besten Mix aus Preis, Klangqualität und Features? Alle großen Streaming-Dienste im Check: Wer bietet den besten Mix aus Preis, Klangqualität und Features?

Der Markt für Musik-Streaming ist riesig. Neben etablierten Klangschwergewichten wie Spotify, Apple Music und Amazon Music werben auch YouTube Music, Deezer, Tidal, Qobuz oder Napster um Abonnent:innen.

Jetzt erhöht Spotify die Preise: Seit Mitte August müssen Neukunden statt 11 ganze 13 Euro zahlen. Für Bestandskunden gilt die Preiserhöhung ab dem 15. November.

Das ist ein willkommener Grund, sich nach Alternativen umzusehen. Wer jetzt also sparen oder sogar wechseln möchte, sollte genauer hinsehen, denn Tarife, Kataloggrößen, Klangqualität und Funktionen unterscheiden sich deutlich.

Welche Preispakete gibt es bei Streaming-Diensten?

Die meisten Streamingdienste setzen auf ein Abo-Modell mit monatlichen Gebühren. Diese Gebühren können niedriger ausfallen, wenn ihr direkt ein Jahrespaket erwerbt.  

Die meisten Anbieter bieten außerdem Abos aus folgenden Segmenten:

  • Ein Individual-Abo für eine Person
  • Ein Studententarif mit Rabatt
  • Familien- oder Duo-Abos, bei denen mehrere Nutzer:innen mit einem Konto streamen können.

Fast alle Anbieter bieten eine kostenlose Testphase oder eingeschränkte Free-Version mit Werbung und weniger Funktionen an. 

Apple Music teilt wie viele Anbieter ihre Abos nach Zielgruppe auf. Studierende kriegen hier den besten Tarif. Apple Music teilt wie viele Anbieter ihre Abos nach Zielgruppe auf. Studierende kriegen hier den besten Tarif.

Über Partnerschaften mit Mobilfunk- oder Internetanbietern, etwa bei der Telekom, lassen sich Musik-Abos oft vergünstigt oder sogar für mehrere Monate kostenlos nutzen.

Neben den Preisunterschieden gibt es bei Zusatzleistungen wie Hörbuchstunden bei Spotify, Video-Inhalten bei Tidal oder Hi-Res-Downloads bei Qobuz, die im Preis bereits enthalten sind. So entscheidet nicht nur der reine Preis, sondern auch, welche Extras im jeweiligen Modell geboten werden.

Musik‑Streaming‑Dienste im Vergleich

1. Die großen Musikstreaming-Anbieter

Streaming-DienstPreis pro Monat (Standard-Abo)Songs/AlbenMaximale AudioqualitätBesondere Merkmale
Spotify PremiumEinzel-Account: 12,99 EuroMehr als 100 Mio. Songs, dazu (exklusive) Podcasts und HörbücherBis zu 320 kbit/s (Ogg Vorbis) und Lossless (verlustfrei, bis zu 24 bit/44,1 kHz FLAC) im Premium-Abo.• kostenloser werbefinanzierter Tarif *
• größte Podcast‑Auswahl und Hörbücher
• gemeinsames Hören (Group Session), Community‑Playlists.
Apple MusicEinzel-Account: 10,99 Euro>100 Mio. Songs, exklusive Interviews, Live-KonzerteLossless ALAC 16 bit/44,1 kHz bis 24 bit/192 kHz• kein werbefinanzierter Gratis‑Tarif
• nahtlose Einbindung in iOS
• umfangreiche kuratierte Playlists
Amazon Music UnlimitedEinzel-Account für Prime‑Mitglieder: 9,99 Euro

sonst: 10,99 Euro
>100 Mio. Songs, Amazon Music Originals wie Live Sessions, monatliche Credits für Audible-HörbücherHD (16 bit/44,1 kHz) und Ultra HD (24 bit/192 kHz)• Gratis‑Tarif (Amazon Music Free) *
• Für Prime‑Mitglieder günstiger.
YouTube Music PremiumEinzel-Account: 10,99 Euro>80 Mio. Songs sowie YouTube‑VideosAAC/Opus bis 256 kbit/s (kein Hi‑Res)• Gratis‑Tarif (YouTube Music Free) *
• Für 12,99 Euro: YouTube Premium + Music mit Offline-Download .

* alle Gratis-Tarife kommen mit Werbung. Außerdem habt ihr nur eine begrenzte Anzahl an Skips (außer bei YouTube Music, hier ist dafür die Wiedergabe im Hintergrund in der kostenlosen Version nicht möglich.)

2. Weitere Musikstreaminganbieter

Streaming-DienstPreis pro Monat (Standard-Abo)Songs/AlbenMaximale AudioqualitätBesondere Merkmale
Deezer PremiumEinzel-Account: 11,99 Euro≈90 Mio. Songs, Hörbücher, Podcasts und eine Song‑ErkennungsfunktionHiFi-Qualität (Lossless FLAC 16 bit/44,1 kHz)Frei nutzbare, werbefinanzierte Version (nur Shuffle, Songs können also nicht selber ausgewählt werden).
Tidal (HiFi)Einzel-Account: 10,99 Euro≈110 Mio. Songs + >600 000 VideosHigh-Fidelity FLAC (16 bit/44,1 kHz) bis Max Hi-Res FLAC (bis zu 24 bit/192 kHz).• Fokus auf audiophile Klangqualität (Hi-Res ist Standard)
• Künstler‑
Videos und Konzert‑Livestreams.
Qobuz (Studio)Einzel-Account: 15,99 Euro>100 Mio. Songs, Streams, Interviews, Live-SessionsHi‑Res FLAC bis 24 bit/192 kHz• Fokus auf audiophile Klangqualität
• redaktionelle Album‑Rezensionen und Booklets.
NapsterEinzel-Account: 10,99 Euro≈110 Mio. Songs + PodcastsLossless FLAC (16 bit/44,1 kHz) / AAC max. 320 kbit/s.Bietet Radiosender und Offline‑Modus.
SoundCloud Go+»Go+«-Einzel-Account: 10,99 Euro>150 Mio. Tracks (inkl. Indie‑Uploads)MP3/AAC (bis 256 kbit/s)• Speziell für Independent‑Künstle
• Nutzer können Songs hochladen und teilen.
•Hohe Zahl an Remixen und DJ‑Sets, aber kleinerer Mainstream‑Katalog.
IDAGIOEinsteiger-Abo: 9,99 Euro≈2 Mio. klassische Werke320 kbit/s (MP3/AAC). FLAC (16 bit/44,1 kHz) ist nur im teureren Premium+-Tarif verfügbar.Spezieller Dienst für klassische Musik mit redaktionellen Empfehlungen.

Welcher Dienst lohnt sich für Single-User?

Alle Streaming-Services bieten ihre Vor- und Nachteile, wobei einige der Dienste ganz klar für spezielle Musikgeschmäcker geeignet sind, wie etwa IDAGIO oder SoundCloud.

Für Einzelhörer, die vor allem Pop-Musik streamen, lohnt sich am ehesten ein Abo mit großem Katalog und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis:

  • Hier sticht Apple Music hervor: Für 10.99 Euro gibt es über 100 Millionen Songs, Lossless-Qualität bis 24 bit/192 kHz und viele kuratierte Pop-Playlists.
  • Amazon Music Unlimited ist mit 9.99 Euro für Amazon-Prime-Mitglieder die günstigste Option mit ähnlichem Umfang. 
  • Spotify bietet zwar die beste soziale Vernetzung und starke Pop-Playlisten, ist mit 12.99 Euro aber teurer und ohne Hi-Res-Audio. 

Spofity hat erst vor kurzem den Preis des Individual Abos erhöht. Weitere Tarife sind der Duo- und Family-Tarif. Spofity hat erst vor kurzem den Preis des Individual Abos erhöht. Weitere Tarife sind der Duo- und Family-Tarif.

Wer also Pop in hoher Qualität zum günstigen Preis will, fährt mit Apple Music oder Amazon Music Unlimited am besten. Wenn ihr Wert auf Community und Playlisten legt, dann bleibt Spotify eine interessante Option für euch.

Die meisten der genannter Anbieter bieten günstige Studententarife. Apple Music Student allerdings bietet die beste Klangqualität zum niedrigsten Preis. Wer hingegen auf soziale Features und Playlists setzt, liegt mit Spotify Student richtig.

Streamingdienste: Welche Plattformen werden unterstützt?

Alle großen Musik-Streamingdienste lassen sich heute auf iOS- und Android-Smartphones nutzen, doch je nach Anbieter gibt es Unterschiede bei der Geräteintegration. 

  • Spotify hat die wohl breiteste Unterstützung: Neben Apps für iPhone, Android und Desktop läuft es auch auf Smart-TVs (Samsung, LG), Spielekonsolen (PlayStation, Xbox), Wearables (Apple Watch, Garmin) sowie fast allen vernetzten Lautsprechern. 
    Die App findet ihr im App Store und im Google Play Store.
  • Apple Music hingegen ist tief ins Apple-Ökosystem eingebettet. Auf iPhone, iPad, Mac und Apple Watch funktioniert der Dienst nahtlos. Auch CarPlay bringt die App ins Auto. Für Android gibt es eine eigene App, sie ist aber etwas weniger flüssig als auf iOS.
    Die App findet ihr im App Store und im Google Play Store.
  • Amazon Music wiederum spielt seine Stärken auf Echo-Lautsprechern und Fire TV-Geräten aus, da Alexa-Sprachbefehle und Multiroom-Wiedergabe perfekt eingebunden sind. Nutzer von Prime oder Fire-Ökosystem profitieren hier von der engsten Verzahnung.
    Die App findet ihr im App Store und im Google Play Store.
  • YouTube Music ist besonders stark in Kombination mit Smart-TVs, Chromecast und Google-Nest-Lautsprechern. Wer YouTube ohnehin viel nutzt, profitiert von einem fließenden Übergang zwischen Video und Musik.
    Die App findet ihr im App Store und im Google Play Store.
  • Andere Anbieter wie Deezer, Tidal oder Qobuz sind ebenfalls plattformübergreifend verfügbar, punkten aber vor allem bei audiophilen Nutzern: Sie lassen sich häufig in hochwertige Hi-Fi-Systeme oder Musikserver einbinden, etwa über Bluesound oder Cambridge Audio.

Welcher Dienst hat die beste Klangqualität?

Bei der Klangqualität unterscheiden sich die Dienste teils deutlich. Spotify setzt weiterhin auf komprimierte Streams mit maximal 320 kbit/s, was für viele Hörer:innen ausreichend sein kann. Auch Napster oder SoundCloud Go+ bleiben bei den Standard-Streams (bis 256–320 kbit/s).

Apple Music und Amazon Music Unlimited bieten dagegen ohne Aufpreis Lossless-Formate bis 24 Bit/192 kHz, also quasi Studioqualität.

Deezer liefert Musik in CD-Qualität (FLAC, 16 Bit/44,1 kHz), während Tidal mit HiFi- und Master-Abos sowie Qobuz mit Hi-Res-FLAC bis 24 Bit/192 kHz auf besonders anspruchsvolle Ohren zielt. 

Wer also Wert auf feine Details und hochwertige Kopfhörer legt, fährt mit Apple, Amazon, Tidal oder Qobuz am besten.

Fazit: Die Palette an Alternativen zu Spotify ist breit gefächert

Am meisten sparen lässt sich aktuell bei Amazon Music Unlimited, vor allem dann, wenn ihr Prime-Mitglieder seid, und Apple Music. Beide bieten große Kataloge, hohe Klangqualität und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Amazon Music Unlimited kann sich dann lohnen, wenn ihr schon Prime-Kunden seid. Amazon Music Unlimited kann sich dann lohnen, wenn ihr schon Prime-Kunden seid.

Wer vor allem Wert auf Community-Funktionen, Playlists und Podcasts legt, landet trotz höherem Preis meist bei Spotify.

Für Audiophile lohnen sich die teureren Optionen Tidal oder Qobuz, während Sparfüchse mit werbefinanzierten Gratis-Versionen bei Spotify, Deezer oder YouTube Music ganz ohne Monatsgebühr auskommen, allerdings mit deutlichen Einschränkungen. 

Unterm Strich habt ihr neben der Kostenfrage also einigen individuellen Spielraum für eure Bedürfnisse.

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