2026 feiert Star Trek sein 60-jähriges Jubiläum. Ihr könnt euch vorstellen, wie viel sich da über die Jahrzehnte angesammelt hat: etliche Filme, Serien und aberhunderte Comics und Bücher.
Wenn wir ins Jahr 1980 zurückreisen, gibt's da einen ganz spannenden Fall von Heftreihe: die ersten Star-Trek-Comics aus dem Hause Marvel! Die hatten es schon zu Beginn unheimlich schwer und gelten heute als qualitativ schwach. Aber warum eigentlich?
Eine eingeschränkte Star-Trek-Lizenz für Marvel
Einige Monate nach dem allerersten Star-Trek-Film (1979) adaptierte Marvel das Abenteuer von Captain Kirk (William Shatner) und seiner Enterprise-Crew in einem dreiteiligen Comic erneut. Danach folgten noch einige neue Geschichten. Insgesamt bestand die Heftreihe aus 18 Ausgaben.
Vorher hat sich Marvel noch die Lizenzen von Gold Key geschnappt, doch es gab einen Haken: Die Nutzung war auf den Inhalt von Star Trek: Der Film beschränkt. Demnach durfte Marvel lediglich die Crew-Mitglieder und Aliens benutzen, die im Blockbuster zu sehen waren – ergo: andere beliebte Spezies wie die Gorn oder die Tholianer glänzten mit Abwesenheit.
Mit einer limitierten Lizenz musste Marvel schlichtweg - nun ja - kreativ werden und sich neue Bedrohungen für die Enterprise-Crew ausdenken. Die Fan-Reaktionen darauf fielen sehr gemischt aus.
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Da die Klingonen zum Beispiel eine wichtige Rolle im Film spielten, drehten sich viele der ersten Ausgaben um sie. Damals wusste man allerdings noch nicht viel über die Hintergrundgeschichte der kriegerischen Spezies, weshalb einige Erzählungen heute nicht mehr so ganz glaubwürdig rüberkommen würden.
Im Comic galten die Klingonen als aggressive Feinde der Föderation, die mit Technologie herumexperimentierten, um sie zu schwächen. So nutzten sie zum Beispiel eine gewisse Art von Gedankenverstärker-Maschine
, um gefährliche Horror-Kreaturen wie Werwölfe und Vampire auf die Enterprise zu projizieren.
Mittlerweile wissen Fans, dass die Spezies Technologie eigentlich eher dafür nutzt, um ihre kriegerischen Ziele zu erreichen – was unter anderem die Verbesserung von Schilden, Waffen oder Tarnvorrichtungen einschließt.
Ein weiteres Problem
Nicht nur die einschränkende Lizenz war eine schwierige Hürde für Marvel. Die Autoren wie Marv Wolfman, Tom DeFalco und Dave Cockrum wechselten sich häufig mit dem Schreiben der neuen Geschichten der Abenteuer von Kirk und seinem Team ab.
Dadurch mangelte es der Reihe wohl auch an einem einigermaßen einheitlichen Erzählstil, was den Leseprozess natürlich erschwerte.
Trotz alledem erschienen unter Marvel von 1996 bis 1999 eine weitere Star-Trek-Reihe namens Unlimited und immer mal wieder einzelne Miniserien. Die meisten Comics des Universums stammen jedoch aus dem Hause DC Comics, IDW Publishing oder Gold Key Comics.
Jetzt seid ihr gefragt: Habt ihr die Comicreihe damals gelesen? Oder habt ihr nur mal davon gehört? Schreibt es uns gerne in die Kommentare!
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