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»Ihre Serien sind Müll« - Star Trek wollte einen der besten Sci-Fi-Autoren nicht haben und der schießt nun scharf gegen Paramount

Andy Weir (Project Hail Mary) findet klare Worte gegen das moderne Star Trek. Offenbar hat Paramount seinen Story-Pitch zurückgewiesen.

Andy Weir (Project Hail Mary) wollte gerne an Star Trek mitarbeiten. Aber Paramount lehnte den erfolgreichen Autor offenbar ab. Andy Weir (Project Hail Mary) wollte gerne an Star Trek mitarbeiten. Aber Paramount lehnte den erfolgreichen Autor offenbar ab.

Der erfolgreiche Science-Fiction-Autor Andy Weir hat eigentlich viel Grund zur Freude aktuell. Immerhin sorgt sein Roman Project Hail Mary als Verfilmung auf der Kinoleinwand für viel Begeisterung. Allerdings spricht er zu Gast beim Critical Drinker Podcast (via Hollywood Reporter) nicht nur über diesen Erfolg. Das Gespräch kommt auch auf die neuen Star-Trek-Serien.

Und deren Richtung schmeckt Weir überhaupt nicht. Mehr noch, der erfolgreiche Sci-Fi-Autor stellt klar, dass Paramount ihn und seine Ideen zurückgewiesen hat.

Die neuen Star-Trek-Serien sollen verschwinden

Im Dialog arbeiten beide einen interessanten Kontrast heraus. Für Autor Weir (Der Marsianer, Project Hail Mary) und Jordan funktioniert Project Hail Mary so gut, weil es die nostalgischen Gefühle gegenüber dem alten Star Trek abholt. Die neuen Star-Trek-Serien hingegen seien hingegen so ziemlich die einzige aktuelle Sci-Fi-TV-Umsetzung, die sich nicht von Star Trek inspirieren lässt.

Ist Star Trek noch Star Trek? Für manche Fans setzen die neuen Serien zu sehr auf persönliche Krisen und Action, wodurch die eigentliche Faszination für Weltraumerkundung und die großen Fragen für die gesamte Menschheit verloren gehen. Bildquelle: Paramount Ist Star Trek noch Star Trek? Für manche Fans setzen die neuen Serien zu sehr auf persönliche Krisen und Action, wodurch die eigentliche Faszination für Weltraumerkundung und die großen Fragen für die gesamte Menschheit verloren gehen. Bildquelle: Paramount

An den neuen Serien zur Marke, die sich aktuell bei Paramount+ befindet, lassen die beiden zunächst kein gutes Haar. So schlägt Jordan vor, dass am Besten alles ab Enterprise aus dem Kanon verschwinden solle. Weir sieht das etwas gelassener:

Okay, du bist etwas strenger als ich. Das ist meine Meinung und ich bin nur ein Konsument. Ich mochte Strange New Worlds. Ich finde, es ist ziemlich gut. Ich hab Enterprise nicht gehasst. Ich dachte nur, es ist ein bisschen seltsam. Lower Decks war für mich unterhaltsam und spaßig. Alle anderen können aber verschwinden.

Bei Star Trek: Starfleet Academy zeigen sich beide erleichtert, dass die Serie kürzlich abgesetzt wurde. Viele Fans der alten Schule teilen ihre Ansichten, weil die neuen Serien größtenteils auf eine andere Tonalität setzen, als man sie aus der klassischen Star-Trek-Umsetzung gewohnt war.

Hinweis: YouTuber Will Jordan (Critical Drinker) steht zum Teil für seine Ansichten in der Kritik. Er verfügt über eine sehr konservative Haltung und stellt sich klar gegen Wokeness und damit einhergehende Repräsentationsbemühungen in vielen modernen Filmen und Serien wie etwa auch der neuen Star-Trek-Umsetzung. Viele kritisieren, dass er deshalb auch bewusst seine eigene Agenda vertritt und einige Punkte gezielt zuspitzt oder vereinfacht darstellt.

Statt Optimismus und Denkexperimente rund um Weltraumerkundung und wie sich die Menschheit weiterentwickeln kann, drehen sich die neuen Ableger stärker um moralische Grauzonen und persönliche Krisen. Gerade Picard stellt stärker eine einzige Person in den Fokus statt eine ganze Crew und auch sonst scheinen Emotionen und actionreiche Spektakel über der großen Star-Trek-Vision zu stehen.

Für Starfleet Academy ist nach der zweiten Staffel Schluss. Die Serie wird nicht fortgesetzt. Bildquelle: Paramount Für Starfleet Academy ist nach der zweiten Staffel Schluss. Die Serie wird nicht fortgesetzt. Bildquelle: Paramount

Frust über abgelehnten Pitch

Nur an der Neuausrichtung scheint es zumindest bei Weir aber nicht zu liegen. Denn der berichtet von einem Gespräch mit Executive Producer Alex Kurtzman und Paramount, das so gar nicht nach seinen Vorstellungen verlaufen ist:

Ich habe Paramount eine Star-Trek-Show gepitcht und ich war in einem Zoom-Call mit den leitenden Figuren hinter der Serien. Ich habe viel Zeit damit verbracht, mit ihm [Alex Kurtzman] zu sprechen. Ich mag viel vom neuen Trek nicht. Er ist ein wirklich cooler Typ, aber gleichzeitig sind diese Serien Müll. Er ist eine nette Person. Aber sie wollten meinen Pitch nicht, also zur Hölle mit ihnen.

So ganz scheint Weir also noch nicht darüber hinweg zu sein. Was genau er sich für die Zukunft von Star Trek überlegt hat, wird aber wohl ein Geheimnis bleiben.

Wie genau es jetzt mit Star Trek nach Strange New Worlds und Starfleet Academy weitergeht, wissen wir ebenfalls noch nicht. Seiner Frustration nach zu urteilen, dürfte Andy Weir selbst seine Finger aber nicht im Spiel haben.

Immerhin kann er sich über den Erfolg von Project Hail Mary freuen, das als Kino-Blockbuster nicht nur bei uns und in der oben verlinkten Kritik gut ankommt. Fans und Reviews zeigen sich zu großen Teilen begeistert.

Bei Rotten Tomatoes steht der Film mit Ryan Gosling in der Hauptrolle aktuell bei 95 Prozent positiven Reviews bei den Kritikern und sogar bei 96 Prozent, wenn es um die Stimmen der Zuschauer geht.