»Das ist das Ende von Hollywood«: Der neueste Star-Wars-Film ist 11 Minuten lang und von einem Fan mit KI gemacht

»The Ghost’s Apprentice« schlägt gerade hohe Wellen auf YouTube und unter Star Wars-Fans.

Das den Star Wars-Poster nachempfundene Titelbild besitzt einen 70er-Jahre-Exploitation-Charme. (Bild: Kavan the Kid, YouTube) Das den Star Wars-Poster nachempfundene Titelbild besitzt einen 70er-Jahre-Exploitation-Charme. (Bild: Kavan the Kid, YouTube)

Star Wars ist seit Jahrzehnten beliebt, sieht sich bei seinen Filmen aber auch immer wieder Kritik ausgesetzt. An letzteren arbeiten sich viele Kritiker ab, allen voran enttäuschte Fans auf YouTube, aber auch Online-Magazine wie der Business Insider haben eine Meinung dazu.

Für einige ist Disney mit seiner Übernahme von Lucasfilm schuld, andere vermissen ihr geliebtes Star-Wars-Feeling. In Wahrheit dürften das nur zwei von vielen Gründen sein, weswegen Fans der alten Trilogie nachtrauern.

Am 11. Februar tauchte nun auf YouTube ein von einem Fan gemachter Kurzfilm auf, der eine Erschütterung der Macht durch die Reihen der Liebhaber sendete.

  • Er ist nicht von einer Produktionsfirma gemacht, sondern von einem einzigen Mann.
  • Er ist komplett mit KI produziert.

Aber seht selbst:

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle findest du einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt.
Du kannst ihn dir mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte von YouTube angezeigt werden.

Personenbezogene Daten können an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Link zum YouTube-Inhalt

Darum geht es in dem Kurzfilm: Ein junger Jedi, der zu seiner eigenen Sicherheit von seiner Mutter verlassen wurde, wird in Isolation von seinem Onkel und dessen Geist ausgebildet. Natürlich kommt es zur Konfrontation mit dem Imperium und er muss sich seinen Ängsten stellen.

So ist der Film entstanden

Hinter dem KI-Film steckt Kavan Cardoza, der sich selbst den Künstlernamen Kavan the Kid gibt. In der Videobeschreibung sagt er selbst, dass Star Wars zu seiner größten Inspiration gehört und er schon immer eine Star-Wars-Geschichte auf die große Leinwand bringen wollte.

So ist der Film entstanden: Forbes hat Cardoza zu seinem Werk befragt. 

  • Laut eigener Aussage hat er seinen Kurzfilm in 14 Tagen fertiggestellt und tagtäglich 12 Stunden daran gearbeitet.
  • Cardoza nutzte als KI-Werkzeuge Googles Veo, Midjourney und Runway.
  • Das meiste hat er über Text-zu-Video-Eingaben kreiert.

Ähnlichkeiten mit Luke Skywalker sind bei der Hauptfigur durchaus vorhanden. (Bild: Kavan the Kid, YouTube) Ähnlichkeiten mit Luke Skywalker sind bei der Hauptfigur durchaus vorhanden. (Bild: Kavan the Kid, YouTube)

Über das Projekt sagt Cardoza gegenüber Forbes Folgendes:

Es war cool, endlich die Werkzeuge und die Möglichkeit zu haben, so etwas zu machen, ohne dass es Zehntausende oder Hunderttausende von Dollars kosten musste. Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie weit man bereit ist, die Technik auszureizen.

Der Autor des Forbes-Artikels ist auch Dozent für »KI und Vorproduktion« an der Dodge Film School der Chapman University. Dort hat er den Kurzfilm seinen Studierenden gezeigt.

Von einem dieser Studenten stammt das Zitat aus der Überschrift: »Das ist das Ende von Hollywood«. Der Dozent selbst sieht das als den Anfang von einem neuen Hollywood, eine Möglichkeit für talentierte und ambitionierte junge Leute, dort Fuß zu fassen.

Auch in den Kommentaren unter dem Video auf YouTube zeigen sich viele Zuschauende begeistert. Doch was macht den Film so gut?

<br>Waipu.tv

Waipu.tv
Waipu.tv bietet euch insgesamt 270 TV-Sender, davon 255 in HD-Qualität und 69 Pay-TV-Kanäle, die ihr entweder live anschauen oder streamen könnt. Dazu gibt es haufenweise aktuelle Blockbuster.
<br>Prime Video

Prime Video
Bei Prime Video findet ihr neben zahlreichen Filmen und Serien großartige Amazon-Eigenproduktionen, darunter die neue Fallout-Serie oder The Boys, eine der besten Superheldenserien aller Zeiten.
<br>WOW

WOW
WOW, ehemals Sky Ticket, hat nicht nur Kino-Hits wie Oppenheimer und HBO-Serien wie Game of Thrones anzubieten, sondern auch jede Menge Live-Sport, z. B. Bundesliga, Premier League oder Formel 1.
<br>Disney+

Disney+
Vor allem für Star-Wars- und Marvel-Fans ist Disney+ ein absolutes Muss. Daneben gibt es echte Klassiker wie etwa Toy Story, aber auch Oscar-Preisträger wie die beiden Avatar-Filme oder Poor Things.
<br>RTL+

RTL+
Egal ob Live-TV, Film-Klassiker wie die Zurück-in-die-Zukunft-Reihe oder spannende Dokumentationen: RTL+ ist vielfältig aufgestellt. Fußballfans dürfen sich außerdem die Europa League freuen.
<br>MagentaTV

MagentaTV
Über 150 HD-Sender, eine große Mediathek mit internationalen Blockbustern, paralleles Streaming. Zudem lassen sich andere Streaming-Dienste wie z. B. Netflix vergünstigt hinzubuchen.
<br>Joyn

Joyn
Rosins Restaurants, GNTM, The Voice Kids – all diese bekannten TV-Serien könnt ihr mit Joyn live sehen oder nachträglich streamen. Für eine noch größere Auswahl gibt es das kostenpflichtige Joyn PLUS+.

Altbekanntes und Star-Wars-Feeling

In erster Linie sieht die KI-generierte Produktion grundsätzlich aus wie klassisches Star Wars. Die Raumschiffe, Kostüme und Lichtschwerter sind da, genau wie die aus den Filmen und Serien bekannte Umgebung: zerklüftete Felsen, ein goldbrauner Canyon und eine verregnete SciFi-Basis der Bösen.

Wer Star Wars kennt, erkennt den Look sofort.

Obendrein erzählt die Story die Geschichte eines Underdogs, wie es schon bei Luke Skywalker in Episode 4 der Fall war. Star Wars hat schon immer mit der guten und der bösen Seite der Macht gespielt. Genau das tut der The Ghost's Apprentice auch.

Das zusammen erschafft eben jenes viel beschworene Star-Wars-Feeling.

Bei einem Bild wie diesem könnte man meinen, die Szene stamme aus einem echten Star-Wars-Film. (Bild: Kavan the Kid, YouTube) Bei einem Bild wie diesem könnte man meinen, die Szene stamme aus einem echten Star-Wars-Film. (Bild: Kavan the Kid, YouTube)

The Ghost’s Apprentice beschwört in 12 Minuten die Quintessenz von Star Wars. Der KI-Film macht nichts inhärent Neues, aber er fühlt sich nach Star Wars an – und das ist genau das, was für viele zählt und den letzten Filmen von Disney gemäß vieler Fans abgeht.

Doc so beeindruckend die Arbeit auch sein mag: Die KI bleibt am Ende dennoch visuell sichtbar. Allem voran die hölzerne Mimik der Figuren wirkt »uncanny«.

KI-generierter Inhalt

Was ist der Uncanny-Valley-Effekt?

Der Uncanny-Valley-Effekt beschreibt das Gefühl des Unbehagens, das Menschen empfinden, wenn humanoide Roboter oder digitale Figuren fast, aber nicht ganz menschlich aussehen. Diese fast menschliche Ähnlichkeit kann Verwirrung und Abneigung hervorrufen.

Im Bewegtbild merkt man, dass es sich nicht um echte Menschen handelt. Es werden keine menschlichen Emotionen übermittelt, da keine echten Menschen zu sehen sind – wenngleich es bedeutend besser aussieht als der Trailer zum ersten »echten« KI-Film:

Video starten 1:00 Next Stop Paris: KI-generierter Film bekommt einen der schlechtesten Trailer aller Zeiten

Auch technisch ist der Film nicht sauber. Es gibt Schnittfehler zwischen Szenen, Hintergründe oder Kleidung der Figuren sind nicht konsistent und die Actionszene wirkt gestellt.

Zu wünschen übrig lassen auch die gesprochenen Texte, die oft eher nach Laiendarsteller als nach einem talentierten Schauspieler klingen.

Am Ende bleibt auch immer die Frage, ob man Kunst durch KI ersetzen sollte. Wer ist hier der Erschaffer: Kavan the Kid oder die KI?

Laut dem Artikel von Forbes befindet sich Cardoza bereits in Gesprächen mit Filmstudios. Es ist davon auszugehen, dass Disney gegen den Kurzfilm vorgehen wird. Der Autor von Forbes ist allerdings der Meinung, dass man den Erschaffer unter Vertrag nehmen sollte.

Wie auch immer man zu diesem Film steht: Er beschwört – trotz KI – den Geist von Star Wars.

zu den Kommentaren (50)

Kommentare(42)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.