Es klingt verrückt: Da stehen ein Gaming-PC und eine Nintendo Switch in meinem Wohnzimmer, doch seit zwei Jahren greife ich fast nur noch zu meinem Steam Deck. Diese klobige Gerät hat mir einen Traum erfüllt, den ich seit meiner Kindheit hegte: Wirklich alle Spiele spielen zu können, egal wo ich bin.
Aufgewachsen mit allen Geräten
Die meiste Zeit meines Lebens verbrachte ich vor einem PC. Obwohl ich zu jüngeren Tagen auch viel auf dem Gameboy, der Playstation 1 und zu Uni-Zeiten der Playstation 3 sowie dem Nintendo 3DS spielte.
Zugegeben: Als ich jünger war, interessierte es mich weniger, worauf ich spielte. Es ging mir nur darum, dass ich ein bestimmtes Spiel spielen kann. Dennoch nutzte ich immer am liebsten den PC.
Der Hauptgrund war stets: Er schränkt mich nicht ein. Ich kann hier wesentlich mehr tun, als nur spielen und bei Spielen selbst auch rumbasteln. Zudem laufen auf meinem aktuellen PC auch noch die exakt gleichen Klassiker, mit denen ich aufgewachsen bin. Ganz ohne, dass ich auf ein Remaster warten muss.
Dadurch habe ich im Laufe der Jahre eine umfangreiche Bibliothek angehäuft. Einige meiner ersten Steam-Käufe stammen noch aus der PS3-Ära, laufen aber nach wie vor ohne Probleme! Manchmal veröffentlichen zudem Fans modernisierte Versionen von Klassikern.
Meine Gameboy-Spiele hingegen darf ich nicht einfach in die Switch stecken und auch meine PS3-Spielesammlung wäre auf einer Playstation 4 oder PS5 recht wertlos. Entsprechend fühlt sich auch mein Fortschritt auf dem PC sicherer an. Denn ich kann einfach ein eigenes Backup anlegen und bin nicht auf die Funktionen einer Spiele-Plattform angewiesen.
Die Pokémon-Bank hätte mir geholfen!
Gut, etwas Ironie muss sein: Ich hatte auf dem 3DS mit Pokémon Schwarz ein schillerndes Lahmus namens Sir Fonzus mit allen wichtigen Werten auf dem Maximum gezüchtet. Es begleitete mich bis Pokémon Sonne.
Da mir die Pokémon Bank zu unsicher erschien, lagerte ich es nie dort. Dann verlor ich meinen 3DS mit dem Spiel, und konnte nur noch die Pokémon aus der Bank retten. Sir Fonzus starb und damit auch mein Interesse an Pokémon.
Meine Zeit mit der Switch
Wegen der Einschränkungen kam es mir nie in den Sinn, eine Playstation 4 oder 5 zu holen. Sony erleichterte die Entscheidung weiter, da heutzutage sowieso alle der einstigen Exklusiv-Serien auch auf dem PC landen.
Die Switch holte ich mir nur, da meine Frau Monster Hunter Rise gemeinsam spielen wollte. Es machte durchaus Spaß und wir beendeten es inklusive der Erweiterung Sunbreak. Besonders toll war, einfach komfortabel im Bett spielen zu können.
Als ich die Konsole dann eh hatte, spielte ich auch New Pokémon Snap, Pokémon Arceus und Pokémon Purpur. Aber nicht nur die Abwesenheit von Sir Fonzus, sondern auch technischen Unzulänglichkeiten der letzten Hauptteile trübten mir den Spaß zu sehr. Den neuesten überspringe ich nach diesem Test direkt:
Mein Steam Deck vereint alles, was ich mir wünsche!
Das Steam Deck kaufte ich sofort, als es verfügbar war. Denn es kombiniert den Komfort der Switch mit allen Freiheiten, für die ich den PC liebe. Da macht es mir auch nix aus, dass es schwerer ist als Nintendos Handheld.
Hier konnte ich dann problemlos Klassiker wie etwa Blood Omen aus dem Jahr 1996 nachholen. Und als ich Monster Hunter Rise spielte, machte es mir wesentlich mehr Spaß. Denn es lief viel flüssiger - bei dem Kampfsystem ein entscheidender Faktor.
Weiter laufen darauf alle wichtigen Programme für mein Sprachlern-Hobby, was gar meine Spielauswahl erweitert! Einen nur auf japanisch erschienenen Titel wie Kiteretsu Soudan Daiyaru auf der Konsole zu spielen, wäre umständlicher gewesen, da ich dann für das Nachschlagen von Wörtern mit Dingen wie Text abfotografieren
oder einem PC mit Capture-Karte hätte arbeiten müssen.
Steam Deck schlägt PC
Der Komfort des Decks, für den sonst Konsolen bekannt sind, sorgt nun auch dafür, dass ich es in den meisten Fällen dem PC vorziehe. Grafik war für mich sowieso nie wichtig. Den Unterschied zwischen einem Spiel mit Raytracing und ohne würde ich beim Spielen nie bemerken.
Entsprechend zieht es mich nur noch an den Desktop-PC, wenn ein Spiel einfach nicht flüssig auf dem Deck läuft, oder es sich besser mit Maus und Tastatur spielen lässt. Shooter wie Eve Vanguard kommen mir hier in den Sinn. Echtzeitstrategiespiele sind eine Frage der Umsetzung. Age of Mythology Retold etwa lies sich perfekt auf dem Deck spielen!
Vielleicht klingt das alles banal, aber das Steam Deck hat etwas geschafft, was keine Konsole vorher konnte: Ich spiele alte Klassiker bis hin zu aktuellen AAA-Titeln. Und unterwegs ersetzt es gar mein Notebook für die Arbeit. Es ist nicht nur ein Gaming-Handheld - es ist ein kompletter PC, den ich wahlweise im Konsolen-Modus nutzen kann. Das beste aus beiden Welten.
Wie sieht es bei euch aus? Worauf spielt ihr am liebsten? Hat jemand mein Sir Fonzus gefunden? Und was haltet ihr vom Steam Deck? Schreibt es in die Kommentare!
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