Es kam, wie es kommen musste: Die Steam Machine kostet einen vierstelligen Betrag und das stößt auf viel Kritik.
Kommentare in Richtung von Dead on arrvial
(Totgeburt) dominieren bei uns, unter den (rar gesäten) Testberichten und in Foren wie Reddit.
Doch meiner Meinung nach hat Valve mit der Steam Machine fast alles richtig gemacht.
13:28
Steam Controller: Das solltet ihr wissen
Ein PC, wie ich ihn liebe
Besonders kompakte Rechner haben es mir schon lange angetan, und die Steam Machine ist durch die Eigenentwicklung von Valve in Zusammenarbeit mit AMD ein bemerkenswerter Vertreter dieser Art.
Sie ist nicht nur richtig klein (und schlicht), sondern auch gut durchdacht und bietet moderate Temperaturen sowie einen leisen Betrieb, selbst unter Spielelast. So muss das bei einem Gaming-PC in meinen Augen sein!
Klar, die überschaubare Leistung der Hardware macht es Valve relativ einfach. Dennoch überzeugt mich die Konstruktion der Steam Machine – und der einzige Wermutstropfen in dieser Hinsicht ist für mich, dass ich sie nicht selbst zusammenbauen kann.
Außer, ich nähere mich mit eigener Hardware möglichst stark an, wie es Kollege Linh bereits getan hat.
Ein Preis, den ich fair finde
Der oben angesprochene Selbstbau-PC kann entweder bei gleichem Preis schneller sein als die Steam Machine oder günstiger bei vergleichbarer Leistung. In diesem Duell steht sie also genau so da, wie das bei Komplett-Systemen schon seit Ewigkeiten meist der Fall ist.
Passende Rechenbeispiele dazu findet ihr übrigens im Artikel Steam Machine: Wie viel Gaming-PC bekommt ihr fürs gleiche Geld?
Doch in meinen Augen hinkt der Vergleich, weil ich bei der Steam Machine ein Komplettpaket bekomme, das ein Selbstbau-PC eben nicht bietet. Dieses Paket braucht längst nicht jeder, aber es gibt zweifelsohne einen Markt dafür.
- Ich kann einerseits verstehen, dass viele gehofft haben, mit der Steam Machine durch eine Subventionierung von Valve Gaming-Hardware günstiger zu bekommen, als das bei anderen Komplett-Systemen der Fall ist.
- Doch Valve hat andererseits schon bei der Vorstellung Ende 2025 klargestellt, dass sich die Steam Machine an Preisen für Gaming-PCs orientieren wird, die nun mal durch die Speicherkrise derzeit stark negativ beeinflusst werden.
Ein Betriebssystem, das Zukunft hat
Seitdem ich auf meinem Handheld viel mit Steam OS gespielt habe, bin ich überzeugt davon, dass Linux als Gaming-Plattform viel mehr Aufmerksamkeit verdient.
Valves Ansatz ermöglicht mit PC-Hardware eine ähnlich simple Erfahrung wie mit Konsolen, auch wenn noch nicht alles Gold ist, was glänzt.
Das betrifft etwa die teils fehlende Unterstützung von Spielen, insbesondere im Falle von Multiplayer-Titeln mit tiefgreifenden Anti-Cheat-Maßnahmen, aber auch die ein oder andere Kinderkrankheit, die es noch gibt.
Insgesamt finde ich es aber sehr begrüßenswert, dass Valve eine gute Alternative zu Windows vorantreibt, sowohl im Allgemeinen als auch im Speziellen mit der Steam Machine.
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Leistung, die mir auch 2026 und darüber hinaus genügt
Ebenfalls viel diskutiert ist der Aspekt der Leistung der Steam Machine.
- Sie rangiert bei der GPU-Performance ein Stück unterhalb der Radeon RX 7600 von 2023 und der PlayStation 5.
- Die reine CPU-Leistung kommt je nach Anwendung einem Ryzen 7 3700X von 2019 oder einem Ryzen 5 2600 von 2018 recht nahe.
- Ebenfalls nicht zu vergessen: Sie besitzt nur 8,0 GByte VRAM.
Wir sprechen also von einer Performance auf dem Niveau eines Einsteiger-PCs, doch darin sehe ich keinen Stolperstein für die Steam Machine, wenn man weiß, worauf man sich einlässt.
Des Weiteren nicht zu vergessen: Deutlich schnellere Hardware hätte die Steam Machine entsprechend (noch) kostspieliger (sowie größer und/oder lauter) gemacht.
Hardware mit dieser Performance hat für das Spielen in Full HD jedenfalls in meinen Augen auch 2026 und in den nächsten Jahren noch absolut eine Daseinsberechtigung – womit wir beim fast
aus dem Titel dieses Artikels angekommen sind.
Was Valve nicht richtig gemacht hat
Marketing und Kommunikation von Valve in Bezug auf die Steam Machine sind nicht optimal gelaufen.
Beim Preis mag man ja noch nachvollziehen, dass sie sich aufgrund der Entwicklung der Speicherkrise lange Zeit sehr bedeckt gehalten haben.
Doch geht es um die Leistung, hat Valve sowohl mit dem Du kannst in 4K mit 60 FPS spielen
als auch durch die vermeintliche sechsfache Performance im Vergleich zum Steam Deck zu hoch gegriffen.
Ja, viele Spiele laufen auf der Steam Machine in 4K mit 60 FPS, allen voran Indie-Titel. Aber es gibt auch jede Menge Titel, die so nicht laufen (oder auch in Full HD mit maximalen Details).
Mehr Offenheit und eine realistischere Verkaufe hätte Valve viel besser zu Gesicht gestanden, zumal auch der Aspekt der teils gegebenen Bestückung mit nur einem RAM-Riegel hinzukommt (der durchaus etwas Performance kosten kann).
Werde ich mir eine Steam Machine kaufen?
Nein, aber das hat nur einen Grund: Ich besitze bereits einen schnelleren Mini-PC und habe deshalb keinen Bedarf.
Andernfalls hätte ich große Lust, mir eine Steam Machine zuzulegen.
Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen, ob ihr meine Argumentation nachvollziehen könnt und wie ihr über die Steam Machine denkt!

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