Vor einigen Tagen wurde über einen tschechischen Händler der vermeintliche Preis der Steam Machine geleakt. Der Reddit-Nutzer Pajman64 hat das Listing entdeckt und konnte mithilfe der Entwicklerkonsole im Browser den versteckten Preis auslesen.
Umgerechnet soll der Mini-PC ungefähr 950 US-Dollar für die Variante mit 512 GByte Speicher kosten. Das Modell mit zwei Terabyte soll ungefähr 1.070 US-Dollar berappen.
Dieser Leak ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht echt, aber ein noch höherer Preis wäre nicht einmal unrealistisch.
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Wird die nächste Steam Machine wieder zum Desaster für Valve?
Warum der Leak wohl falsch ist
Valve vertreibt seine Hardware in der Regel selbst. Genau wie beim Steam Deck gehen wir davon aus, dass auch die Steam Machine nur über Valve erhältlich sein wird. Dass ein einzelner tschechischer Händler die Ausnahme bildet, ist sehr unwahrscheinlich.
Dieser Händler würde die Hardware von Valve selbst einkaufen und sie für einen höheren Preis weiterverkaufen. Zum Beispiel wird das Steam Deck OLED mit 512 GByte Speicher auch für umgerechnet 764 Euro angeboten.
Es ist deutlich plausibler, dass es sich bei dem angegebenen Preis lediglich um einen Platzhalter handelt und nicht um einen handfesten Leak.
Trotzdem wäre ein Preis in Richtung 1.000 Euro nicht undenkbar – er wäre sogar optimistisch in Anbetracht der Speicherkrise.
Warum der Leak dennoch realistisch sein könnte
Der bekannte Valve-Hardware-Entwickler Pierre-Loup Griffais hat schon vor einigen Monaten in einem Interview mit The Verge verraten, dass die Steam Machine etwa so viel wie ein Selbstbau-PC mit ähnlicher Leistung kosten wird.
Zu dieser Zeit hat die Speicherkrise allerdings noch nicht die Ausmaße angenommen, die sie heute hat. Ein Selbstbau-PC mit ähnlicher Hardware kostet heute deutlich mehr als noch vor einigen Monaten.
Ich habe über die Webseite »Pcpartpicker« einen Gaming-PC zusammengestellt, der den technischen Daten der Steam Machine möglichst nah kommen soll. Dabei habe ich mich für ein Micro-ATX-Gehäuse entschieden, das einen guten Kompromiss zwischen Größe und Preis bietet. Würden wir stattdessen noch kleinere Komponenten verwenden (Mini-ITX) würde das den Preis noch weiter in die Höhe treiben.
Mit den aktuellen Preisen lande ich bei diesem PC bei 1.177 Euro. Die teuersten Komponenten sind wenig überraschend und bedauerlicherweise die RAM-Sticks. Der geleakte Preis von 950 Dollar klingt zwar zuerst ziemlich hoch, vor allem im Vergleich zu PS5 und Xbox, aber er wäre gar kein schlechtes Angebot – zumindest in Zeiten steigender Hardware-Preise.
Da Valve die Steam Machine nicht über Software-Verkäufe subventionieren möchte, wäre ein höherer Preis als die PS5 Pro nicht nur unwahrscheinlich, sondern plausibel.
Hinzu kommt, dass die Speicherkrise noch kein Ende in Sicht hat und sogar Grafikkarten teurer werden. Aufgrund dieser volatilen Landschaft auf dem Hardware-Markt wundert es mich nicht, dass sich Valve noch so bedeckt mit dem Preis hält.
Der Release-Zeitraum war perfekt – bis er es nicht mehr war
Seit Jahren habe ich mir ein Revival der Steam Machines gewünscht. Es sprechen mehrere Gründe dafür, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist:
- Mit dem Release des Steam Decks hat sich die Spielekompatibilität auf Linux deutlich verbessert.
- Windows 11 stößt auf viel Ablehnung in der Community und ein Gaming-fokussiertes Betriebssystem als Alternative für die große Masse fehlt.
- Xbox-Konsolen existieren zwar noch, sind aber kaum relevant. Ein weiterer Hersteller für Gaming im Wohnzimmer kommt jetzt genau richtig und könnte den Markt aufrütteln.
Jetzt hat Valve endlich den Schritt gewagt; die Sterne standen einfach genau richtig – bis sie es nicht mehr taten. Die Steam Machine verdient eine zweite Chance, und ausgerechnet jetzt machen äußere Faktoren es schwer.
Ja, der Leak mit einem Preis von unter 1.000 Euro ist wohl nicht echt – aber in Zeiten explodierender Hardware-Preise fühlt er sich fast schon wie ein Wunschtraum an.

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