Ich hatte noch nie ein Problem dabei, ein Gerät mit meinem WLAN zu verbinden. Zur Verfügung gestellt wird es über eine Fritz!Box 7560 von AVM.
Egal, ob PC, Notebook und Handheld mit Windows oder Handy mit Android oder iOS, stets genügen die folgenden beiden Schritte:
- Netzwerkoptionen öffnen und mein WLAN auswählen
- WLAN-Passwort eingeben und bestätigen
Doch beim Handheld Ally X von Asus mit manuell installiertem SteamOS sieht das anders aus. Und mit diesem Problem bin ich ganz unabhängig vom konkreten Handheld nicht allein, wie Berichte von anderen Nutzern im Internet zeigen.
Wenn sich das Betriebssystem auf Linux-Basis ernsthaft zu einer großen Alternative zu Windows entwickeln soll, darf es meiner Meinung nach nicht schon an so simplen und dennoch entscheidenden Dingen wie einer Verbindung mit dem WLAN scheitern.
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Wo genau liegt das Problem unter SteamOS?
Das aktuellste Netzwerk-Modul von SteamOS hat offenbar ein Problem mit meinem WLAN-Router, das unter Windows, Android und iOS nicht existiert.
Gebe ich mein WLAN-Passwort ein, versucht der Netzwerkdienst dadurch ständig erfolglos, eine Verbindung herzustellen.
Die Lösung ist mit nervigen Zusatzschritten verbunden, die ich bislang nie gehen musste:
- Abhilfe schafft der Wechsel zu einem bewährten älteren Modul über die Option
Force WPA Supplicant Wifi Backend
. Doch genau diese Einstellung hat sich bislang nicht nur in den Entwickleroptionen von SteamOS versteckt, sondern sie wurde dort inzwischen sogar ganz gestrichen. - Um sie dennoch aktivieren zu können, ist der Umweg über die Konsole von Linux nötig. Dabei kommt es allerdings erneut zu einem Stolperstein: Ich werde nach einem
Password for deck
gefragt, das ich nie festgelegt habe. - Nachdem ich dieses Passwort festgelegt habe (sowohl über die Linux-Konsole als auch über die grafische Oberfläche von SteamOS möglich) kann ich in der Konsole endlich den nötigen Befehl
sudo steamos-wifi-set-backend wpa_supplicant
auslösen und mich mit meinem WLAN verbinden.
Das sind zwar keine komplizierten Schritte und ich bin bei meiner Suche nach einer Lösung des Problems zügig darauf gestoßen. In meinen Augen ist es aber dennoch sehr wichtig, solche Stolpersteine schnellstmöglich aus dem Weg zu schaffen.
Die breite Masse will keine Konsolenbefehle eingeben
Mir ist klar, dass für Linux-basierte Betriebssysteme ganz andere Bedingungen gelten als für ein jahrzehntealtes Schwergewicht mit einer derartigen Verbreitung wie Windows. Selbst, wenn Valve seine Finger mit im Spiel hat.
Gleichzeitig weiß ich, dass meine Fritz!Box inzwischen viele Jahre auf dem Buckel hat, genauer gesagt neun Jahre.
Aber wenn es Windows, Android und iOS problemlos schaffen, allen Geräten eine sichere Verbindung zu meinem WLAN zu ermöglichen, dann sollte das auch unter SteamOS der Fall sein.
Meinem Verständnis nach bedeutet das ältere Netzwerk-Modul zudem keinerlei Sicherheitsrisiko. Warum also nicht automatisch einen Fallback durchführen, wenn es bei der WLAN-Verbindung zu einem Problem kommt?
Ebenfalls nicht zu vergessen: Mein kleines WLAN-Problem kann nur die Spitze des Eisbergs sein.
So hatte Kollege Linh beispielsweise erhebliche Schwierigkeiten, die lokale Streaming-Lösung Sunshine in Kombination mit Moonlight unter Linux zum Laufen zu bringen. Unter Windows gelingt das dagegen unserer Erfahrung nach völlig problemlos.
Je weniger solcher kleinen und großen Ärgernisse es unter Linux gibt, desto besser. Doch ich befürchte, dass die Windows-Alternative immer noch einen weiten Weg vor sich hat – und lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Habt ihr bereits Erfahrungen mit Linux gesammelt? Falls ja, wie schneidet es im Vergleich mit Windows ab, sowohl mit Blick auf das Gaming als auch ganz allgemein? Und falls nein, was hält euch bisher davon ab, Linux zu nutzen? Schreibt es gerne in die Kommentare!

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