Ein Mann bewahrte jahrelang einen Stein auf, in der Hoffnung, dass es Gold ist. Es stellte sich heraus, dass er viel wertvoller war.

Kein Wunder, dass der Mann daran gescheitert ist, an das Innere des Steins heranzukommen. Es handelte sich um einen Meteoriten.

Dermot Henry (links) und Bill Birch (rechts) arbeiteten bei Museums Victoria im Jahr 2018 an der Analyse des Meteoriten. (Bilder: Museums Victoria) Dermot Henry (links) und Bill Birch (rechts) arbeiteten bei Museums Victoria im Jahr 2018 an der Analyse des Meteoriten. (Bilder: Museums Victoria)

Es ist über zehn Jahre her, dass David Hole auf der Suche nach Gold mit einem Metalldetektor im US-Bundesstaat Victoria einen bemerkenswerten Fund gemacht hat.

Mit Gold hatte er entgegen seiner ersten Hoffnung nichts zu tun. Stattdessen handelte es sich um einen deutlich selteneren und wissenschaftlich sehr wertvollen Fund.

Was ist passiert?

  • Hole fand etwa zwei Kilometer von seinem Wohnort Maryborough im Wald einen großen Stein. Er ist etwa 38,5 Zentimeter breit und besitzt eine Tiefe und Höhe von jeweils 14,5 Zentimetern. Das Gewicht beträgt stolze 17 Kilogramm.
  • Wie Science Alert berichtet, versuchte Hole auf verschiedenen Wegen, den Stein zu öffnen, überzeugt davon, dass sich im Inneren ein Goldnugget befindet: Steinsäge, Winkelschleifer, Bohrmaschine und sogar Säure führten alle nicht zum Erfolg.
  • Drei Jahre später entschloss sich Hole schließlich dazu, den Stein dem Museums Victoria zur genaueren Analyse zu übergeben. Die Geologen waren sich sofort sicher, dass es ein Meteorit ist, und sie sollten Recht behalten.

Genauer gesagt handelt es sich um einen Chondrit-Meteoriten.


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Was die Forscher über den Meteoriten wissen

  • Die Chondrit-Bezeichnung geht laut Museums Victoria auf das Innere des Meteoriten zurück. Er enthält winzige kristallisierte Tröpfchen (Chondren oder Chondrulen). Sie entstehen durch die rasante Erhitzung der Staubwolken des früheren Sonnensystems.
  • Gebildet wurde der Meteorit sehr wahrscheinlich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter vor über 4,5 Milliarden Jahren.
  • Wie lange genau er sich bereits auf der Erde befindet, können die Forscher nicht sagen. Schätzungen gehen aber von 100 bis 1.000 Jahren aus. Mehrere Meteoritensichtungen in der Gegend zwischen 1889 und 1951 legen die Vermutung nahe, dass er noch nicht so lange hier ist.

Der Geologe Bill Birch zeigte sich wenig überraschend begeistert von dem Fund:

Wenn man bedenkt, welche Ereignisse dieser Gesteinsbrocken seit seiner Entstehung vor 4,6 Milliarden Jahren erlebt hat, ist es wirklich verblüffend, dass wir heute die Möglichkeit haben, ihn in den Händen zu halten und zu untersuchen.

Sein Kollege Dermot Henry ergänzte zu der Bedeutung des Fundes aus wissenschaftlicher Sicht Folgendes:

Meteoriten bieten die kostengünstigste Form der Weltraumforschung. Sie versetzen uns in die Vergangenheit zurück und liefern Hinweise auf das Alter, die Entstehung und die chemische Zusammensetzung unseres Sonnensystems (einschließlich der Erde).

Einige gewähren einen Einblick in das tiefe Innere unseres Planeten. In manchen Meteoriten findet sich ‚Sternenstaub‘, der sogar älter ist als unser Sonnensystem. Dieser zeigt uns, wie Sterne entstehen und sich entwickeln, um die Elemente des Periodensystems zu bilden. Andere seltene Meteoriten enthalten organische Moleküle wie Aminosäuren – die Bausteine ​​des Lebens.

Eine ausführliche wissenschaftliche Analyse des Maryborough Meteoriten wurde im Jahr 2019 veröffentlicht.

An diesem unscheinbaren Ort fand David Hole den Meteoriten im Jahr 2015. (Bild: Museums Victoria) An diesem unscheinbaren Ort fand David Hole den Meteoriten im Jahr 2015. (Bild: Museums Victoria)

Der letzte Fund zuvor ist 20 Jahre länger her

Wie Museums Victoria angibt, kam es in dem US-Bundesstaat im Jahr 1995 zum letzten vorherigen Fund eines Meteoriten, in diesem Fall in Willow Grove. Insgesamt enthält die Meteoriten-Sammlung des Museums mehr als 400 Exemplare.

Menschen bringen oft Steine dorthin, die sie für Meteoriten halten. Doch unter tausenden von Exemplaren, die Geologe Dermot Henry laut eigener Angaben in über 37 Jahren untersuchte, haben sich nur zwei tatsächlich als Meteoriten erwiesen.

Der Marysborough-Meteorit ist einer davon, was unter anderem an seinem sehr hohen Gewicht erkennbar ist. Für die Öffnung zu einer genaueren Analyse verwendeten die Forscher eine Diamantensäge.

Was für ein seltener Fund das ist, betonte Henry damals mit den folgenden Worten:

Dies ist erst der 17. Meteorit, der in Victoria gefunden wurde, während Tausende von Goldnuggets gefunden wurden. Wenn man sich die Kette der Ereignisse ansieht, ist es ziemlich, man könnte sagen, astronomisch, dass er überhaupt entdeckt wurde.

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