Hochmut kommt vor dem Fall, heißt es bei Salomo. Mal sind es eigene Fehltritte, mal aufbegehrende Entrechtete oder zornige Götter, die einen am Ende in die Tiefe stürzen. Immer aber sind es die eigenen Worte und Taten, mit denen das Unglück seinen Anfang nimmt.
So verhält es sich auch bei Stormgate, das sich selbst zur Wachablösung im Echtzeitstrategie-Genre hochstilisiert hat. Ein »Next-Gen-RTS« von unzufriedenen Blizzard-Veteranen sollte es werden und weckte damit natürlich große Hoffnungen in der darbenden Community, wie sich allein am Erfolg der 2,4 Millionen Euro schweren Kickstarter-Kampagne ablesen ließ. Und das, obwohl die Finanzierung des Spiels davon gar nicht abhing.
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Stormgate: In 5 Minuten Gameplay sehen Kampagne und Zwischensequenzen ziemlich alt aus
Doch wie sich in der Beta im Frühjahr schon abgezeichnet hat, verfehlt Stormgate seine vollmundigen Versprechen um Längen. Im Early-Access-Test erklären wir, warum grafische Unzulänglichkeiten, übertriebenes Kopieren bei alten Blizzard-Spielen sowie ein fragwürdiges Monetarisierungsmodell die Spieler zu Recht enttäuscht zurücklassen.
- … euch der Comic-Stil zusagt.
- … ihr nur 1v1 spielen wollt.
- … euch Starcraft 2 zu schnell ist.
- … ihr auf eine Weiterentwicklung des Genre gehofft habt.
- … ihr auf eine aufwendige Kampagne wartet.
- … ihr Free2Play-Modelle nicht mögt.
Stormgate steht nicht auf eigenen Beinen
Die Misere von Stormgate fängt beim Konzept an. Die Firma Blizzard habe sich verändert, ein Starcraft 3 oder Warcraft 4 sei nirgends in Sicht. Also fassen sich Ex-Blizzard-Entwickler (allen voran Tim Morten und Tim Campbell) ein Herz, gründen das neues Studio Frost Giant Studios und schlagen zumindest in der Szene hohe Wellen mit der Ankündigung, jetzt eben selbst das Spiel entwickeln zu wollen, auf das wir alle schon so lange warten.
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