Der Herbst ist in Deutschland offiziell gestartet und das bedeutet für uns: höhere Stromkosten durch mehr Licht und Heizung. Das treibt die Stromrechnung in die Höhe.
In unseren Haushalten gibt es allerdings einige geheime Stromfresser, die nicht alle auf dem Schirm haben. Wir verraten euch 5 davon und wir ihr damit Strom sparen könnt.
Das sind die 5 größten Stromfresser im Haushalt
Hinweis: Im Rahmen des Artikels rechnen wir mit einem Stromtarif von 20 ct/kWh.
Alte Heizungspumpen
Es ist wenig verwunderlich, dass gerade Heizungen die größten Stromfresser sind. In den kalten Monaten wälzen die bis zu 4.000 Stunden heißes Wasser um – ob wir es verbrauchen oder nicht.
Die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) gehen bei alten Heizungspumpen von ca. 400 kWh (Kilowattstunden) pro Jahr aus, was sich in rund 80 Euro niederschlägt.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) setzt noch einen drauf: Es geht bei einem Verbrauch von 400 bis 600 kWh von einem Kostenpunkt zwischen 115 Euro und 172 Euro aus.
Demgegenüber stellt das BMWi eine neue Hocheffizienzpumpe. Die soll lediglich 50 bis 100 kWh verbrauchen und 14 Euro bis 29 Euro berappen. In dieser Spanne liegen auch Berechnungen des IKB.
Elektroherd & Backofen
Essen müssen wir alle, und um die Nutzung eines Ofens oder Herdes kommt man dabei zwangsläufig nicht herum. Der IKB geht bei einem Drei-Personen-Haushalt von rund 350 kWh pro Elektroherd aus; das sind ca. 70 Euro jährlich.
Es sei erwähnt, dass sich die Kosten hier nur schwer beziffern lassen. Zum einen liegt das an der Art des Herdes, denn Induktion ist in der Regel energieeffizienter als Ceran- oder Gaskochfelder. Zum anderen spielen die Kochgewohnheiten eine wichtige Rolle. PV-Berechnung geht bei einem durchschnittlichen Haushalt von 30 bis 60 Betriebsminuten pro Tag aus, was über 1.000 kWh im Jahr wären.
Nichtsdestotrotz gibt es einige Tipps, wie ihr mit dem Herd und Ofen Strom sparen könnt.
- Nutzt Töpfe mit dickem Boden und Deckel, um mit weniger Strom mehr Hitze speichern zu können.
- Setzt auf niedrigere Temperaturen, wenn es geht.
- Schaltet die Herdplatte aus, bevor das Gericht fertig ist, um die Restwärme zu nutzen.
- Kocht kleine Wassermengen am besten im Wasserkocher.
- Öffnet den Backofen nicht zu oft, sodass die Hitze entweicht, und spart euch das Vorheizen, wenn ihr könnt. Auch hier könnt ihr die Restwärme nutzen.
Beleuchtung
Wird’s früher dunkel, brauchen wir mehr Licht. Gemäß IKB macht die Beleuchtung einen erheblichen Teil der jährlichen Energiekosten aus und rechnet mit rund 70 Euro im Jahr.
Am ehesten spart ihr Strom, wenn ihr auf LEDs setzt. Energie-Experten.org rechnet die Ersparnisse vor:
| Lumen | Glühlampe | Energiesparlampe | Stromkostenersparnis (10.000 Std.Brenndauer) |
|---|---|---|---|
| 300 | 25 Watt | 5 Watt | 56 Euro |
| 480 | 40 Watt | 7 Watt | 92 Euro |
| 720 | 60 Watt | 12 Watt | 134 Euro |
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat zusätzlich einige Tipps:
- Licht in ungenutzten Räumen löschen
- Zeitschaltuhren nutzen
- Leuchten von Staub befreien
- Smarte Lichter verwenden
Wie Mirco mit neuen Glühbirnen im Smarthome Geld spart, lest ihr in seiner Kolumne:
Computer und elektrische Geräte
Wir alle haben zig elektrische Geräte, die auch im Standby-Modus Strom ziehen (wenngleich geringe Mengen).
- Computer
- Laptops
- Fernseher
- Konsolen
- Router
Beim jährlichen Bedarf errechnet der IKB rund 60 Euro, wobei das variiert, da die Geräte und deren Nutzung sich teilweise stark unterscheiden.
Ein grundsätzlicher Tipp ist: Nehmt Geräte vom Strom, wenn ihr sie nicht braucht, am besten per schaltbarer Steckdose. Überlegt allerdings vorher, wo das Sinn ergibt. OLED-TVs etwa lassen im Standby-Modus ein Reinigungsprogramm laufen; den Router lassen viele sowieso laufen, auch wegen automatischer Updates aller Geräte, die damit verknüpft sind.
Tiefkühl-/Gefrierschrank
Enercity rechnet bei einem Tiefkühlgerät mit einem Volumen von 200 Liter mit einem Stromverbrauch zwischen 120 und 230 kWh pro Jahr; die IKB kommt auf ca. 250 kWh und veranschlagt die jährlichen Kosten mit 50 Euro.
Hauptkostenpunkt ist der Dauerbetrieb. Logisch, wir schalten den Gefrierschrank nachts ja nicht ab.
Es lässt sich dennoch Strom sparen, wenn ihr ein paar Dinge beachtet.
- Lasst die Tür nicht zu lange offen.
- Regelmäßiges Abtauen senkt den Verbrauch.
- Alles unter -18 Grad Celsius kostet zusätzlich Strom.
- Gefriertruhen verbrauchen weniger Energie als Schränke.
Neben den hier 5 genannten Stromfressern, gibt es noch eine Handvoll weitere, die ihr im Blick behalten solltet.
- Wäschetrockner
- Geschirrspüler
- Waschmaschine
- Kühlschrank
- Fernseher
Welche Tipps und Tricks habt ihr, um Strom zu sparen? Schreibt sie gerne in die Kommentare.
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