Ab dem 1. Oktober ändert sich der Strompreis bis zu 96 mal am Tag: was das für euch bedeuten kann

Ab dem 1. Oktober treten neue Strom-Regeln in Kraft. Wir klären auf, was sich ändert und was das für euch bedeuten kann.

Der Strompreis kann sich ab dem 1. Oktober jede Viertelstunde ändern. (Bildquelle: vejaa - stock.adobe.com) Der Strompreis kann sich ab dem 1. Oktober jede Viertelstunde ändern. (Bildquelle: vejaa - stock.adobe.com)

Deutschland zählt zu den Spitzenreitern weltweit, wenn es um den Strompreis geht. Kein Wunder, dass viele Verbraucher nach Wegen suchen, um die Kosten zu senken. Neben Balkonkraftwerken können sich auch smarte Gadgets und die Überprüfung des eigenen Verbrauchs positiv auswirken.

Ab dem 1. Oktober kann sich zudem eine Änderung der Berechnung des Strompreises für bestimmte Zielgruppen auf der Stromrechnung bemerkbar machen, das berichtet My Homebook.

Im Detail:

  • Ab dem 1. Oktober passt sich der Stromtarif viertelstündlich statt stündlich an.
  • Ziel ist es, die Preise besser an die schwankende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien anzupassen.

Bisher wurde der Strom an der Börse im Stundentakt gehandelt. Dabei legte der sogenannte Day-Ahead-Preis den Preis von Strom für jede Stunde des kommenden Tages fest.

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Beim neuen Modell erfolgt die Abrechnung im Viertelstundentakt, sodass der Strompreis sich bis zu 96-mal am Tag ändern kann.

Wen die Änderung betrifft

Kunden, die einen dynamischen Stromtarif haben, sind vor allem von der Änderung betroffen. Der Strompreis kann sich durch die schnellere Taktung bis zu viermal in der Stunde ändern, was größere Schwankungen zur Folge haben kann.

Damit kann der Strompreis deutlicher nach oben, aber auch nach unten ausschlagen. Bisher glättete die Stundentaktung viele dieser Spitzen.

Vor allem Kunden, die große Verbraucher flexibel steuern können, könnten von der schnelleren Taktung profitieren. So könnten Verbraucher gezielt bei niedrigen Preisen genutzt und bei relativ hohen Preisen eine Nutzung vermieden werden.

Allerdings benötigen Haushalte dazu neben steuerbaren Verbrauchern auch einen sogenannten Smart Meter. Die Stromzähler rechnen den Verbrauch genau ab und übermitteln die Zählerstände automatisch an die Energieversorger.

Nun ist eure Meinung gefragt. Habt ihr einen dynamischen Stromtarif und vielleicht schon regelbare Verbraucher, oder plant die Anschaffung? Schreibt uns dazu gerne einen Kommentar.

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