Der im Forschungszentrum Jülich in Deutschland installierte Supercomputer Jupiter gehört zu den leistungsstärksten und schnellsten Systemen auf der Welt. Jetzt hat er als erstes System in Europa die Marke von einem Exaflop, also einer Trillion Gleitkommaoperationen pro Sekunde, erreicht.
Supercomputer aus Deutschland erreicht Meilenstein
Bestätigt wurde diese Zahl mit der neuen Top-500-Liste, die im Rahmen der Supercomputing Conference SC25 in St. Louis veröffentlicht wurde. Jupiter war erstmals im Juni 2025 vertreten, zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht voll ausgebaut.
Mit diesem Wert reiht sich der Supercomputer auf dem vierten Platz ein. Davor liegen mit El Capitan, Frontier und Aurora drei Systeme aus den USA. Unter den vier Exascale-Computern ist Jupiter allerdings das energieeffizienteste System.
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El Capitan thront mit sagenhaften 1,809 Exaflops an der Spitze der Liste. Aurora aus dem Argonne National Laboratory erreicht 1,012 Exaflops und liegt damit nur knapp vor Jupiter.
Das Herzstück des Jupiter-Systems ist der Booster, der mit 24.000 »Nvidia GH200«-Superchips ausgestattet ist. Eine hocheffiziente Warmwasserkühlung soll zusammen mit der geplanten Einspeisung der Abwärme in das Wärmenetz nachhaltiges Rechnen ermöglichen.
Forschung und KI: Der Jupiter ist aber natürlich nicht nur da, um Rekorde zu brechen. Die Rechenleistung soll etwa auch für komplexe wissenschaftlichen Simulationen und für das Training größter KI-Modelle genutzt werden.
Schon jetzt hatten mehr als 100 nationale und internationale Projekte Zugriff auf den Supercomputer und konnten so ihre Forschung vorantreiben, wie das Forschungszentrum Jülich in einer Pressemitteilung erklärt.
Blinde Flecken: Die Top-500-Liste gibt einen guten Überblick, erfasst allerdings nicht alle Supercomputer und Rechenzentren. Gerade KI-Unternehmen bauen aktuell extrem leistungsstarke Zentren, die allerdings meist nicht an Benchmark-Tests teilnehmen.
Zudem meldet China seit Jahren keine offiziellen Zahlen mehr, weshalb unklar ist, wie viele Supercomputer in dem Land installiert sind und welche Rechenleistung diese produzieren. Experten gehen davon aus, dass es dort sogar mehrere Exaflop-Systeme geben könnte.
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