Nass Wischen: Es gibt deutlich bessere Alternativen
Die großen Stärken beim Staubsaugen übernimmt der Roboter leider nicht beim Nasswischen, was in dieser Preisklasse nicht ungewöhnlich ist.
Es fehlt ein Wassertank im Roboter. Stattdessen setzt Switchbot beim Wischen auf entsprechende (sehr nasse) Reinigungstücher. Diese Tücher müssen manuell angebracht werden, was im folgenden Video erklärt wird.
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Kurz: Das Nasswischen des K10+ halte ich für ein nettes Extra, mehr nicht. Einzelne Räume könnten zur Not mit diesem Tuch geputzt werden und am Ende bleibt auch ein sichtbarer Dreck hängen, grobe Flecken vom Boden verschwinden damit allerdings nicht.
Nach einem Raum (ca. 20 Quadratmeter) wird der Boden nicht mehr nass gewischt, da das Tuch bereits trocken ist und seine Funktion erfüllt hat. Um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen, müsste das Tuch je nach Raumgröße immer wieder gewechselt werden.
Dennoch Clever: Der Roboter erkennt sofort, wenn das Tuch angebracht ist und schaltet in den Mop-Modus. Wenn ihr den Helfer dennoch zum nass wischen verwenden wollt, könnt ihr auch Universaltücher am Gerät befestigen. Ihr müsst also nicht auf die Tücher des Herstellers zurückgreifen.
Features und App
Die Funktionen und Features der Switchbot-App sind vielfältig und erfordern zunächst ein wenig »Einarbeitung«. Insgesamt finde ich die App aber sehr übersichtlich und alle wichtigen Funktionen sind gut sichtbar auf dem Bildschirm platziert.
In der unteren Leiste kann ich den Roboter zum Reinigen oder zum Aufladen in die Station schicken. Außerdem wähle ich hier die Saugleistung des K10+ und kann bei Bedarf den Roboter manuell vom Abfall trennen.
Auf dem Punkt »More« gibt es weitere Funktionen zu begutachten:
- Wartung: Ich kann sehen, welche Komponenten an dem Saugroboter gewartet oder sogar ersetzt werden müssen.
- Wo ist der Roboter? Sollte der K10+ sich irgendwo im Haus verfangen haben, kann ich mit »Find Robot« den Gehilfen auf sich aufmerksam machen, indem ihr mir »zuruft«. In der App kann ich außerdem jederzeit sehen, wo der Roboter gerade reinigt.
- Cleaning Report: Ich erhalte eine Übersicht wie lange geputzt wurde sowie die Gesamtfläche der Reinigung - auch auf die Tage der Woche und Monate verteilt.
- Sprachpakete: Zusätzlich zur englischen Sprachausgabe kann ich weitere Pakete installieren. Leider werden derzeit nur japanische Sprachen unterstützt. Eine deutsche Sprachausgabe gibt es derzeit nicht. Auch nicht in der App.
- Scheduled: In der App kann ein genauer Zeitplan erstellt werden, wann der K10+ seine Arbeit verrichten soll.
- Map: Zum einen zeigt die Ansicht die aktuelle Map, die vom Roboter gescannt wurde, zum anderen kann ich eine andere Map auswählen, wenn der Gehilfe zum Beispiel eine weitere Etage reinigen soll. Bis zu 10 Karten können gespeichert werden.
- Edit Map: Die Maps lassen sich editieren, in Areale aufteilen oder die Reihenfolge der Säuberung bestimmen.
- Sprachassistenten: Es werden sowohl Google Assistent, Alexa als auch Siri-Shortcuts unterstützt.
Switchbot K10+: Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick
| K10+ Maße/Gewicht | 24,8 x 24,8 x 9,2 Zentimeter 2,3 Kilogramm |
| Maße/Gewicht der Station | 26,1 x 21,0 x 32,3 Zentimeter 3,6 Kilogramm |
| Überwindbare Höhen | 2 Zentimeter |
| Saugleistung | Bis zu 2500 Pa, vier Stufen möglich |
| Akkukapazität | 3200 mAh |
| Lautstärke | 48 dB |
| Mapping/Navigation | LDS |
| Kapazität Reinigungsstation | 4 Liter |
| Kapazität Saugroboter | 150 Milliliter |
| Wartung | Reinigung der Einzelteile problemlos möglich durch schnelle und einfache Entnahme |
| Wi-Fi | 2,4 GHz |
| Zeitplan | Ja, mit anpassbaren Säuberungsplan von Räumen (mit Reihenfolge), Arealen und Etagen |
| Virtuelle Wände | Ja |
| Reinigung von Etagen | Ja, bis zu 10 Karten |
| Nass wischen | Nur mit Tuch, das angebracht werden muss. Kein Wassertank vorhanden |
| Steuerung über Sprachassistenten | Google Assistant, Alexa, Siri Shorcut, IFTTT |
| NoGo-Zonen | Ja |
| Schutz vorm Fall (Treppenstufen etc.) | Ja |
Fazit - Ändert der Switchbot meine Meinung über Saugroboter?
Patrick Schneider
Wer einen kleinen Roboter sucht, der auch zwischen vielen Stühlen, Tischen, anderen Hindernissen und in kleinen Ecken gründlich und zuverlässig Staub und anderen Dreck beseitigt, für den könnte der K10+ interessant sein.
Das alles zu einem Preis von rund 500 Euro.
Auch hochflorige Teppiche sind für den Saugroboter kein Problem. Beim Staubsaugen überzeugt mich der Switchbot auf ganzer Linie. Nur beim Nasswischen kann mich der Roboter nicht überzeugen. Hier würde ich zur Konkurrenz wechseln:
- Dreame L10 Ultra 6 Monaten: Warum mein erster Saugroboter auch mein letzter sein könnte
- Besser als Roborock? Der Narwal Freo hat 5 Wochen mein Haus geputzt - und mich überrascht
- Mittelklasse-Bestseller Roborock S7 im Test: Der perfekte Einstieg in die Welt der Saugroboter?
Bin ich von Staubsaugerrobotern überzeugt? Jein. Für den Preis ertrage ich es, in meiner 80 Quadratmeter großen Wohnung alle zwei Tage von Hand zu staubsaugen. Mein Leidensdruck ist nicht so groß, dass ich einen Kauf für mich persönlich rechtfertigen würde.
Allerdings kann ich den Hype um diese teuren Helfer jetzt sehr gut verstehen. Es ist schon beeindruckend, wie zuverlässig sie arbeiten und wie sorglos man sie mit der Arbeit allein lassen kann.
Wenn ich nach Hause komme und der Roboter hat die Wohnung (zumindest eine Etage) gereinigt, hinterlässt er schon ein angenehmes Gefühl von Sauberkeit, was ich überaus schätze.
In Sachen Preis/Leistung halte ich den Switchbot K10+ für einen starken Kandidaten. Ob sich der Preis lohnt, muss wie immer jeder für sich entscheiden.
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