Klara und die Sonne, der neue Film von Taika Waititi (Thor 3 & 4, Jojo Rabbit), kam bei vielen Kritikern nicht gut an. Das passte dem sonst beliebten und erfolgreichen Regisseur überhaupt nicht, weshalb er auf Social Media klare Worte fand.
Auf Instagram veröffentlichte er einen Post dazu, der die deutlich positiveren Zuschauer-Kommentare referenziert. Für ihn seien die kritischen Stimmen letztlich wertlos und dem geschuldet, dass es die Urheber selbst nie zu Künstlern gebracht hätten:
Kritiker- und Zuschauermeinungen driften auseinander, der Regisseur schäumt
Ich habe seit fast 15 Jahren keine Rezension mehr gelesen, die sich an mich oder meine Leute richtete. Aber ich höre euch zu. Lasst uns also an diesem Halloween einen Gedanken an all die traurigen, verlorenen Seelen richten, die ihren Traum, Künstler zu werden, nicht verwirklichen konnten und sich deshalb mit einem Leben als Kritiker abgefunden haben. Dieselben Leute, die auch Jojo Rabbit gehasst haben. Irrelevant. Realitätsfern. Überholt. In den Mülleimer.
Der Kontrast zwischen Kritiker-Reviews und Zuschauerstimmen auf Rotten Tomatoes fällt tatsächlich dramatisch aus: Während die Kritiker bei vernichtenden 24 Prozent positiven Stimmen stehen, sind es beim regulären Publikum immerhin 74 Prozent.
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Klara and the Sun: Im neuen Sci-Fi-Film von Taika Waititi spielt Wednesday-Star Jenna Ortega einen Roboter auf der Suche nach Freundschaft
Das scheint vor allem an unterschiedlichen Schwerpunkten zu liegen. Die Kritiker stellen heraus, dass Klara und die Sonne die nuancierten Ideen der gefeierten Roman-Vorlage vom japanischen Autor Kazuo Ishiguro sehr vereinfache. Der breit gefächerte Ansatz wolle liebenswert und inspirierend wirken, sei so am Ende aber vor allem kitschig und übertrieben niedlich.
Das Publikum wiederum lobt vor allem Jenna Ortegas (Wednesday) überzeugende Darstellung der Klara, mitreißende und emotionale Themen wie Trauer und die eindrucksvollen Bilder, die alles zusammenfügen.
Das Sci-Fi-Drama hat in der Produktion angeblich rund 44 Millionen Dollar gekostet, aber am ersten Kino-Wochenende in den USA nur knapp über 700.000 Dollar eingespielt. Der Film schaffte es so nur auf Platz 16, was Waititi ebenfalls schmerzen dürfte.
In Klara und die Sonne (Klara and the Sun) geht es um die solarbetriebene Gefährtin Klara, die der Teenagerin Josie (Mia Tharia), die unter einer genetischen Krankheit leidet, als Freundin zur Seite stehen soll. Durch ihre Natur hat Klara eine besondere Beziehung zur Sonne und glaubt, dass diese Josie irgendwann heilen kann. Die japanische Buchvorlage und der Film beschäftigen sich beide mit Einsamkeit, Trauer, Menschlichkeit und was es heißt, zu lieben.
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