Auf der IFA in Berlin hat TCL seine neue Smartphone-Reihe mit »NXTPAPER-Technologie« vorgestellt. In Zeiten, in denen sich viele Handy-Modelle kaum noch voneinander unterscheiden, hebt sich das TCL P80 Ultra erfrischend aus der Masse ab.
Warum? Es ist ein Smartphone, das auf Knopfdruck zu einem E-Reader wird. Das Konzept ist nicht neu und bereits im letzten Jahr hatte der Hersteller ein Vorgängermodell vorgestellt, das meinen Kollegen Patrick direkt überzeugte.
Der Nachfolger kommt nun erstmals mit einem OLED-Display und einigen Hardware-Verbesserungen – und auch ich muss sagen: Das P80 Ultra ist wirklich ein praktisches Smartphone für Leseratten.
Das Handy wird zum E-Book-Reader
Das Herzstück des P80 Ultra ist deshalb natürlich das Display. Die erste Besonderheit des 6,83 Zoll großen OLED-Displays ist seine Beschichtung. Der Bildschirm wird im Nanoverfahren angeätzt, sodass eine Anti-Reflektionsbeschichtung entsteht, die in ihrer Struktur an Papier erinnert.
Ihr kennt vielleicht die Paper-like-Folien für Handys und Tablets – im Prinzip ist es so etwas, nur eben nicht als Folie, sondern direkt auf das Displayglas gebracht. Durch die Oberfläche spiegelt der Bildschirm bei Lichteinfall deutlich weniger und ist bei Sonnenlicht deutlich besser ablesbar als ein spiegelnder Bildschirm.
Dadurch gibt es allerdings auch einen kleinen Kompromiss: Inhalte sehen nicht ganz so brillant aus wie auf den Displays regulärer Smartphones.
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TCL P80 Ultra: Handy und E-Reader in einem
Der große Vorteil zeigt sich jedoch im E-Ink-Modus, der über einen physischen Schiebeschalter aktiviert wird. In diesem Modus werden die Farben angepasst und die Optik eines E-Readers nachgeahmt. Durch die Anti-Reflektionsoberfläche sieht der Bildschirm dann tatsächlich so aus wie ein klassisches E-Ink-Display, auch wenn es technisch kein solches ist.
Legt man den Schalter um, kann man zwischen »Max Ink Mode« und »Paper Mode« entscheiden. Bei ersterem öffnet sich direkt ein E-Book (auf der Messe war leider keines vorinstalliert). Laut TCL sollen dabei Ablenkungen und Stromverbrauch minimiert werden, um eine ideale Leseumgebung zu schaffen.
Im Paper Mode lässt sich das Handy regulär nutzen. Auch hier sieht dann der Bildschirm aus wie ein E-Ink-Display. In den Einstellungen hat der NXTPAPER-Mode noch einige Einstellungsoptionen. Neben einer anpassbaren Farbtemperatur kann man unter anderem zwischen einem reinen Schwarz-Weiß- oder Farbmodus wechseln.
Insgesamt gibt es vier verschiedene Modi – der Farbmodus ist beispielsweise praktisch, wenn man Comics oder Mangas lesen möchte.
Solide Kamera und alltagstaugliche Leistung
Die restliche Ausstattung des Smartphones konnte ich auf meinem Messebesuch nur kurz ausprobieren. Das rückseitige Kamera-Setup mit drei Linsen (Weitwinkel, Zoom, Ultraweitwinkel) machte einen ordentlichen Eindruck, allerdings war der Messestand von TCL auch gut beleuchtet.
Unter der Haube arbeitet ein MediaTek Dimensity 7400 Elite zusammen mit acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Prozessor stammt aus der Mittelklasse und sollte bei Alltagsaufgaben für genügend Leistung sorgen.
Wie sich das Handy allerdings im Alltag wirklich schlägt, kann erst ein ausführlicher Test zeigen.
Die wichtigsten Specs im Überblick
Abseits des Spezial-Displays kommt das Smartphone mit folgender Ausstattung:
- Display: 6,83 Zoll AMOLED (120 Hertz,1,5k)
- Prozessor: MediaTek Dimensity 7400 Elite
- Speicher: 8 Gigabyte RAM, wahlweise 256 oder 512 Gigabyte interner Speicher
- Akku: 5.800 mAh mit 45 Watt Ladeleistung
- Kameras: 50-Megapixel-Hauptkamera, 50-Megapixel-Telekamera (3x optischer Zoom), 8-Megapixel-Ultraweitwinkel
- Wasserschutz: IP68-Zertifizierung
- Preis: Ab 500 Euro (UVP)
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