Sie hackten ihren Tesla – jetzt hat der Hersteller über 100.000 Besitzer aus ihrem eigenen Auto ausgesperrt

Per Update hat Tesla dem Treiben von zehntausenden Besitzern ein Ende gemacht, die per Hack Systeme aktiviert haben, die für ihren Markt noch nicht freigegeben sind.

Per Hack gelang es Tesla-Besitzern, das Selbstfahrsystem des E-Autos freizuschalten. (Bildquelle: Tesla) Per Hack gelang es Tesla-Besitzern, das Selbstfahrsystem des E-Autos freizuschalten. (Bildquelle: Tesla)

Ein vermeintlich heimlicher Gratis-Hack wird für Zehntausende Autofahrer jetzt zum absoluten Albtraum. Der US-Konzern Tesla hat laut Berichten mehrere Automagazine wie Auto Evolution oder Auto Blog gegen das Hacken durchgegriffen und bei weltweit mehr als 100.000 manipulierten Fahrzeugen die nicht freigegebene Nutzung des Selbstfahrsystems FSD blockiert und weitere Einschränkungen vorgenommen.

Per Aktualisierung der Software soll Tesla dem Treiben einen Riegel vorgeschoben und gleichzeitig eine drastische Warnung hinterhergeschickt haben: Wer die Systeme manipuliert, verliere jeglichen Support und sei «zu 100 Prozent haftbar für jeden Unfall».

Teslas Full Self-Driving (FDS) gehackt

Bisher ist das Selbstfahrsystem FSD nur in wenigen Ländern, wie den USA, Kanada, Mexiko und China zugelassen. Als erstes europäisches Land hat Tesla in den Niederlanden vor wenigen Tagen von den Regulierungsbehörden die Freigabe erhalten.

Video starten 0:38 Die Zukunft der E-Mobilität? Tesla demonstriert das Supercharging-Netzwerk der Firma

Preislich liegt die Nutzung des Systems bei rund 100 Dollar im Monat. Bis Februar 2026 gab es zudem die Möglichkeit, die Funktion mit einer Einmalzahlung von rund 8,000 Dollar freizuschalten.

Während alle Tesla-Modelle mit dem Selbstfahrsystem ausgestattet sind, aktiviert Tesla dies nur in Ländern, in denen die Firma die Freigabe von den Behörden erhalten hat.

Per Eingriff in das System konnten mehr als hunderttausend Tesla-Besitzer das System ohne Zutun Teslas freischalten. Laut Berichten sollen die notwendigen Geräte dabei zwischen 700 und 2.000 Dollar gekostet haben. Rein rechnerisch ein lohnendes, wenn auch illegales, Geschäft.

Tesla soll Betroffene per Benachrichtigung informiert und unter Angabe von Sicherheitsgründen die Fahrassistenzfunktionen komplett deaktiviert haben. Damit wären auch bereits verfügbare Systeme, wie der Autopilot oder Visualisierungen betroffen.

Auf X hat der Nutzer Whole Mars Catalog die Nachricht als Foto eingestellt.

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Das bittere Fazit für die Hacker: Das Auto wird softwareseitig auf das Niveau eines herkömmlichen Fahrzeugs ohne smarte Lenk- und Fahrhilfen zurückgestuft.

Tesla verspricht aber, dass ein weiteres Softwareupdate bereitgestellt wird. Diese könnte einige der jetzt deaktivierten Features wieder aktivieren.

Mehr zum Thema: Kehrtwende bei Tesla? Günstiges SUV-Modell könnte wohl doch kommen

Tesla macht mit dem Update auch klar, dass es eine Manipulation der Systeme nicht duldet. Neben finanziellen Überlegungen dürfte hier auch der Sicherheitsaspekt und mögliche Konflikte mit regionalen Behörden schwer wiegen.

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