Kehrtwende bei Tesla? Günstiges SUV-Modell könnte wohl doch kommen

Tesla arbeitet angeblich an einem neuen, kleineren Elektro-SUV, das deutlich günstiger als Model 3 und Model Y werden soll – und damit eine frühere Absage zumindest teilweise wieder zurückzieht.

Laut Insidern soll Tesla ein neues kompaktes Elektro-SUV planen, das unterhalb von Model 3 und Model Y positioniert wird. (© Tesla) Laut Insidern soll Tesla ein neues kompaktes Elektro-SUV planen, das unterhalb von Model 3 und Model Y positioniert wird. (© Tesla)

Eigentlich hatte Tesla das lang erwartete Einstiegsmodell mit einem Preisschild von gut 25.000 US-Dollar im Jahr 2024 offiziell beerdigt. Jetzt zeichnet sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters eine zumindest teilweise Kehrtwende ab.

Unter Berufung auf »vier mit der Sache vertraute Personen« heißt es hier, dass der Hersteller an einem neuen und vor allem günstigeren Elektro-SUV arbeite, die sich unterhalb von Model 3 und Model Y positioinieren. Tesla selbst äußerte sich auf Reuters-Nachfrage nicht zur Thematik.

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Kompakter, leichter – und deshalb günstiger

Die Insider beschreiben das geplante Fahrzeug als kompakteres SUV mit einer Länge von rund 4,28 Metern. Damit wäre es etwa einen halben Meter kürzer als das aktuelle Model Y mit seinen etwa 4,8 Metern.

Um den Preis deutlich unterhalb des Model 3 zu drücken, soll Tesla demnach an mehreren Stellschrauben drehen:

  • Genannt werden unter anderem eine kleinere Traktionsbatterie mit geringerer Reichweite, das Verbauen von nur einem Elektromotor sowie ein konsequent auf Gewichtseinsparung getrimmtes Chassis.
  • Zielgröße sind demnach etwa 1,5 Tonnen Gesamtgewicht – rund eine halbe Tonne weniger als beim Model Y.

Konkrete Preise nennt der Reuters-Bericht nicht; zwei der Quellen sprechen lediglich davon, dass das Fahrzeug »deutlich günstiger« als das Model 3 positioniert werden solle, das in Deutschland seit der Einführung eines abgespeckten Einsteigermodells im vergangenen Oktober ab knapp 37.000 Euro startet.


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Produktion zuerst in China, später auch in USA und Europa

Als erster Produktionsstandort ist laut drei der Informanten Teslas Gigafactory in Shanghai vorgesehen. Dort entwickelt Tesla bereits heute Hardware und Software für global angebotene Modelle und nutzt Kostenvorteile in der Zulieferkette.

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Langfristig soll die Fertigung nach Angaben eines Insiders jedoch auch auf Werke in den USA und Europa ausgeweitet werden. Ein Zeitplan für den Start der Serienproduktion ist noch unklar.

Die Reuters-Quellen halten es indes für unwahrscheinlich, dass das Fahrzeug noch in diesem Jahr anlaufen wird. Ob es 2027 dazu kommt, bleibt gleichzeitig abzuwarten.