5 Fakten von hinter der Kamera, durch die ihr meinen liebsten Batman-Film mit anderen Augen seht

Bei The Dark Knight hat Christopher Nolan beim Dreh vieles anders gemacht. Allein deshalb sehe ich den Film heute mit anderen Augen.

The Dark Knight begeistert mich vor und hinter der Kamera. (Bildquelle: Warner Bros.) The Dark Knight begeistert mich vor und hinter der Kamera. (Bildquelle: Warner Bros.)

Vorgestern hatte The Dark Knight Geburtstag und wurde 17 Jahre alt. Ja, ich hab auch kurz auf die Uhr geschaut, als ich über die Info gestolpert bin.

Mir war klar: Ich will zur Feier des Jubiläums einen Artikel schreiben – und das habe ich. Dass die Filmmacher ein ganzes Gebäude nur für den Effekt zum Einsturz bringen, ist nämlich echt eine Story wert.

Mir war auch klar: Es gibt noch so viel mehr interessante Behind-the-Scenes-Fakten, die ich euch mitteilen will. Deshalb zeige ich euch heute noch 5 weitere Gründe, warum The Dark Knight auch hinter der Kamera etwas Besonderes ist.

Maxe Schwind
Maxe Schwind

Maxe ist Film- und Serien-Liebhaber, besonders Sci-Fi und fremde Welten haben es ihm angetan. Er ist großer Fan von Terminator, hofft aber inständig, dass kein Metallskelett mit Arnies Gebiss an seiner Tür klopft (oder sie gleich zusammenballert).

5 coole Fakten von hinter der Kamera

Ich könnte Bücher darüber füllen, wie durchdacht die Story oder wieso Heath Ledgers Joker so ikonisch ist. Die folgenden Fakten beziehen sich allerdings alle auf Effekte und die Handarbeit hinter der Kamera – und manchmal auch mit ihr.

1. Der Prolog ist voller praktischer Effekte

Die erste Szene in The Dark Knight kennt ihr vermutlich alle. Falls nicht, dann könnt ihr sie hier nochmal anschauen:

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Wichtig ist die Stelle, als der Schulbus rückwärts ins Gebäude kracht. Da fährt nämlich kein echter Schulbus durchs Gemäuer, der wäre wohl zusammengeknautscht. Daher musste eine andere Lösung her.

Das Special-Effects-Team hat den gesamten Bus auseinandergenommen, danach im Gebäude wieder zusammengesetzt und hinter einer falschen Wand versteckt (via All the Right Movies). Um den Bus dann durch die Fake-Wand zu schleudern, haben sie eine Luftkanone verwendet.

Ach so, und die Bank war gar keine Bank. In Wirklichkeit wurde die Szene in einer Postfiliale gedreht, welche die Macher nur wie eine Bank haben aussehen lassen.

2. Ein Truck wurde tatsächlich bei voller Fahrt auf den Kopf gestellt

Etwa in der Filmmitte leisten sich der Joker und Batman eine Verfolgungsjagd durch Gotham City. Um den Bösewicht in seinem Lkw einzufangen, bevor der Harvey Dent erreicht, nutzt Batman Stahlseile, um besagten Truck auf den Kopf zu werfen.

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Andere Regisseure hätten sicher auf Computereffekte gesetzt, doch Christopher Nolan hat das riesige Vehikel tatsächlich auf den Kopf geschmissen.

Die Technik dahinter ist bestechend einfach: Unter dem Lkw befand sich ein Kolben. Mittels TNT schlug der Kolben so stark auf den Boden auf, dass der hintere Teil des Trucks in die Luft geschleudert wurde und der Anhänger auf das Führerhaus fiel.

Der Stunt war simpel, brachte aber einen Haufen Probleme mit sich, so Screenrant – und das hängt damit zusammen, dass die Szene im Bankenviertel von Chicago gedreht wurde.

  • Wäre der Anhänger nach links oder rechts umgekippt, wäre er in ein Gebäude gekracht.
  • Unter der Straße befanden sich Abwasserleitungen und Banktresorräume, sodass die Macher den Kolben nicht überall abfeuern konnten.
  • Der Lkw-Fahrer hat den Kolben selbst ausgelöst (ja, da saß wirklich jemand im Führerhaus!), weshalb das Führerhaus verstärkt werden musste, um den Stuntman nicht zu verletzen.

Video starten PLUS 17:05 »Batman dudeldudeldudel« - GameStar 07/15 im Rückblick

3. Ausgerechnet Two-Faces Gesicht ist CGI

Nolan setzt immer auf praktische Effekte, wenn er kann. Eigentlich wollte er Two-Face, gespielt von Aaron Eckhart, mit Make-up zum Leben erwecken – doch da kamen die praktischen Effekte an ihre Grenzen.

So ist das verbrannte halbe Gesicht entstanden: Eckhart spielte alle Szenen wie gewohnt. Bei jeder Aufnahme haben ihn drei Kameras aufgenommen, für jede Seite seines Gesichts eine. 

Durch Markierungen auf dem Gesicht des Schauspielers und einer prothetischen Schädeldecke wurde in der Nachproduktion die verbrannte Hälfte des Gesichts mittels Computereffekte »draufgesetzt« und positioniert.

In diesem Video erfahrt ihr mehr zu den Details, den Timecode habe ich bereits eingestellt:

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4. Hans Zimmer hat verrückte Methoden zum Einspiel der Musik benutzt

Es gibt mindestens zwei berühmte Batman-Lieder:

  • »Na Na Na Na, Batman!«: Den Titelsong aus der Batman-Serie mit Adam West von 1966. Hier könnt ihr ihn auf YouTube hören. Für Ohrwürmer übernehme ich keine Garantie!
  • Das Batman-Theme von Danny Elfman von 1989 mit Michael Keaton als Fledermausmann (YouTube).

Das Joker-Lied aus The Dark Knight ist euch vermutlich nicht so im Kopf, dennoch ist es interessant, wie Hans Zimmer es komponiert und eingespielt hat.

Zimmer hat nämlich Klavierdrähte mit Rasierklingen bespielt und die Gitarre mit Metallstücken. Das soll musikalisch den Geistes- und Wesenszustand des Jokers unterstreichen. Könnt ihr es hören?

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5. Mit The Dark Knight stellte Nolan seinen ersten IMAX-Rekord auf

Der geneigte Filmfan weiß: Christopher Nolan schwört auf IMAX-Kameras. Diese Kameras sind dazu gedacht, besonders hochauflösende und großformatige Bilder zu erzeugen, die auf riesigen IMAX-Leinwänden abgespielt werden können.

IMAX-Kameras haben allerdings auch signifikante Nachteile (via Y.M.Cinema):

  • Sie sind laut, wodurch es schwierig ist, Dialoge aufzunehmen.
  • Sie sind schwer. Besonders analoge Modelle können locker bis zu 45 kg wiegen.
  • Sie besaßen eine begrenzte Aufnahmezeit, besonders zur damaligen Zeit, als The Dark Knight gedreht wurde. Eine Filmrolle hielt nur drei Minuten.
  • Sie waren schwer verfügbar und kostenintensiv.
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Nichtsdestotrotz hat Nolan auf Kameras gesetzt, um seinem Batman-Film einen eigenen Look zu geben. Ganze 28 Minuten wurden im IMAX-Format gedreht, was für 2008 absoluter Rekord war. Die wichtigsten Szenen, die mit IMAX gedreht wurden, waren der Prolog und die Verfolgungsjagd mit dem umgedrehten Lkw.

Mit späteren Filmen hat Nolan diesen Rekord immer wieder pulverisiert, indem er mehr und mehr in IMAX gefilmt hat.

  • The Dark Knight Rises: ca. 72 Minuten
  • Interstellar: ca. 66 Minuten
  • Dunkirk: ca. 79 Minuten
  • Tenet: ca. 76 Minuten
  • Oppenheimer: ca. 40 Minuten

Bei legendären Filmen wie diesem gibt es etliche Geschichten von hinter den Kulissen. Über The Dark Knight ließe sich noch so viel sagen (vor allem über Batmans Gadgets und Fahrzeuge), aber ich belasse es vorerst bei diesen fünf Fakten. Nächstes Jahr wird der Film immerhin volljährig.

Wie findet ihr The Dark Knight? Ist das euer liebster Batman-Film? Oder holen euch die aus den 1990ern mit ihrem Trash-Faktor mehr ab? Kommentiert gerne!

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