So habt ihr The Witcher 3 noch nie gesehen: Rollenspiel-Klassiker erstrahlt in neuem Glanz, aber Teile des Grundes dafür könnten euch verunsichern

Viele sehen KI kritisch, auch in Spielen. Wie es möglicherweise besser gehen könnte, zeigt ein aktuelles Experiment mit The Witcher 3 auf YouTube.

Ein neues Video zeigt, wie es aussehen kann, wenn KI auf ein altes Spiel trifft. (Bild: YouTube, Aillusory) Ein neues Video zeigt, wie es aussehen kann, wenn KI auf ein altes Spiel trifft. (Bild: YouTube, Aillusory)

Wenn es darum geht, KI in Spielen zu nutzen, sind viele eher kritisch eingestellt, wie unter anderem Kommentare auf GameStar.de immer wieder zeigen (mal von der KI für NPCs und ähnliche Elemente abgesehen).

Neben wenig überzeugenden Ergebnissen stehen dahinter auch weitergehende Fragen wie bedrohte Arbeitsplätze von echten Künstlern und anderen Kreativschaffenden sowie die menschliche Seele in Spielen.

Während das neue Spiel Codex Mortis Schlagzeilen damit macht, das erste zu 100% KI-generierte Spiel der Welt sein zu wollen, rückt ein aktuelles YouTube-Video einen alten Titel in den KI-Fokus: The Witcher 3.

Die Reaktionen der Community sind im zweiten Fall aber deutlich wohlwollender als im ersten.


Video starten 8:55 The Witcher 3: Wild Hunt - Die skurrilsten Mods


Um welches Video geht es?

Der YouTube-Kanal Aillusory hat ein Video zu The Witcher 3 mit dem Titel The Witcher 3 but it's AI slop - Reimagined by AI hochgeladen.

Es zeigt bekannte Szenen aus dem Spiel, die mithilfe einer nicht genau benannten KI optisch überarbeitet wurden.

Ihr könnt euch den Beitrag mit einer Länge von 1:41 Minuten hier selbst ansehen:

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Die Reaktion der Community ist eindeutig

Obwohl es sich explizit um KI-generierten Content zu einem Spiel mit vielen enthusiastischen Fans handelt, fallen die Reaktionen fast durch die Bank positiv aus.

Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels hat es bei etwa 120.000 Aufrufen über 3.600 Daumen nach oben und lediglich 106 Daumen nach unten bekommen.

Auch in den Kommentaren zeigen sich die meisten sehr angetan von dem Ergebnis:

Das ist ehrlich gesagt KI-Müll mit ziemlich guter Qualität. (@HeretixAevum)

KI wird erst zum besten Reshade-Filter, bevor es zur Entwicklung von Spielen verwendet wird. (@misapheonix)

Also, äh… Wann können wir das in Echtzeit bekommen, denn verdammt noch mal, ich will es, und ich will es JETZT. (@sebastianwolf1724)

Nachvollziehbares Feedback

Auch wenn in dem Video immer wieder klare Kennzeichen der KI-Nutzung zu erkennen sind wie Bildartefakte in Bewegung und eine gewisse Unschärfe, die über den Szenen liegt, kann sich das optische Ergebnis durchaus sehen lassen.

The Witcher 3 aus dem Jahr 2015 ist zwar auch in Sachen Grafik vergleichsweise gut gealtert. Mit Blick auf Aspekte wie den Detailgrad der Figuren und Umgebungen, die Gesichter und ihre Animationen sowie die Beleuchtung legt die optisch per KI aufpolierte Version aber nochmal einen obendrauf.

Der ReShade-Kommentar aus dem Titel dieses Artikels schwing bei vielen der positiven Reaktionen möglicherweise ebenfalls mit:

  • ReShade ist ein Tool, das mit Hilfe von Grafikfiltern die Optik von Spielen den eigenen Wünschen entsprechend anpassen kann.
  • Das kostet kaum Leistung und bietet viele Anpassungsmöglichkeiten. Bislang gehören solche Verbesserungen wie im Video von Aillusory zu sehen aber nicht dazu.
  • Man stelle sich vor, ein KI-Filter würde es mit wenig Ressourcen ermöglichen, die Optik von Spielen deutlich zu verbessern, ohne den Grundcharakter zu verändern – das klingt wirklich sehr verlockend!

Ob das technisch jemals so möglich sein wird, ist allerdings eine ganz andere Frage.

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