Selbst euer Gehäuse kommt jetzt auf Wunsch mit KI – und Thermaltake verlangt beim neuen TR300 pro Nutzung eine Gebühr

Thermaltake rüstet sein neues Mid-Tower-Gehäuse TR300 mit einer KI-Funktion aus, die für ein optionales Display Bilder generiert. Neben den Zusatzkosten für den Bildschirm werdet ihr auch pro generiertem Bild zur Kasse gebeten.

Thermaltake präsentiert mit dem TR300 eine neue Mid-Tower-Gehäuse-Serie, die durch ungewöhnliche Designmerkmale auffällt – darunter auch ein KI-Display. (© Thermaltake) Thermaltake präsentiert mit dem TR300 eine neue Mid-Tower-Gehäuse-Serie, die durch ungewöhnliche Designmerkmale auffällt – darunter auch ein KI-Display. (© Thermaltake)

Der Hardware-Hersteller Thermaltake hat zum Monatswechsel eine neue Serie an Gehäusen vorgestellt: Die »TR300« genannte Reihe kommt in vier Varianten, die sich in schwarzer und weißer Farbe sowie in Mesh- und Holzoptik voneinander unterscheiden.

Einig sind sich alle vier Versionen des Gehäuses indes in einer Sache: Auch PC-Gehäuse brauchen anscheinend eine KI-Integration, die ihr beim Thermaltake TR300 am optional erhältlichen Display findet. Ein auf Basis von OpenAI arbeitender KI-Bildgenerator erlaubt es euch, beim optional erhältlichen Bildschirm Hintergrundbilder zur Verzierung erstellen zu lassen.

Die »AI Forge« genannte Funktion ist bereits von Thermaltakes neueren Wasserkühler-Modellen bekannt und wird nun auch auf das optionale LCD-Display des Gehäuses portiert. Entsprechend dürften sich die Modalitäten nicht voneinander unterscheiden, sodass auch das Thermaltake TR300 für AI Forge zur Kasse bitten dürfte.

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Wie die KI-Funktion funktioniert – und was sie kostet

Die AI-Forge-Funktion ist kein lokal auf dem PC laufender Service, sondern nutzt die Bildgenerierungs-API von OpenAI – also den gleichen KI-Service, der hinter ChatGPT und anderen OpenAI-Produkten steckt. Nutzer hinterlegen dazu ihre OpenAI-Kontoinformationen direkt in der Thermaltake-Software.

Die Funktion selbst ist vergleichsweise simpel: Per Texteingabe wird ein Prompt eingegeben; die KI generiert daraufhin ein Bild, das auf dem 6-Zoll-Display angezeigt wird. Das Ergebnis kann dann als Hintergrundbild auf das System gelegt oder mit Elementen wie Systemtemperaturen, Wetter oder Uhrzeit kombiniert werden.

  • Die ungünstige Krux: Wie der offiziellen Webseite zum Thermaltake TR300 sowie der zugehörigen Dokumentation zu entnehmen ist, beläuft sich der Preis pro generiertem Bild auf 0,04 US-Dollar.
  • Zudem gibt es eine weitere Einstiegshürde, denn Thermaltake AI Forge erfordert, dass ihr mindestens 5 US-Dollar auf eurem OpenAI-Konto eingezahlt sowie eure Kreditkarteninformationen hinterlegt habt, um überhaupt Bilder generieren zu können.
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Immerhin unterstützt AI Forge auch das Hochladen eigener Bilder, womit ihr die Generierungsfunktion gar nicht erst anfassen müsst – was den beworbenen Mehrwert der KI-Integration im Thermaltake TR300 aber auch ein wenig ad absurdum führt. Zumindest theoretisch sind Mainboards da etwas weiter, wenn es um (hoffentlich) nützliche Anwendung von Künstlicher Intelligenz geht:

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Das Display zum Thermaltake TR300 kostet ebenfalls extra, hierfür werden rund 100 Euro fällig. Ein Preis sowie ein konkretes Veröffentlichungsdatum für das Gehäuse selbst ist zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung nicht bekannt.

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