Thermomix-Hack: Foren-Daten von 3,3 Millionen Nutzern landen im Darknet

Ein Cyberangriff auf Vorwerk entwendet Millionen von Nutzerdaten. So findet ihr heraus, ob ihr betroffen seid.

Der Thermomix selbst ist nicht betroffen, wohl aber das vielgenutzt offizielle Forum. Der Thermomix selbst ist nicht betroffen, wohl aber das vielgenutzt offizielle Forum.

Wer sich einen Thermomix von Vorwerk zulegt, nutzt oft auch dessen offizielles Forum rezeptwelt.de. Über dieses haben sich Unbekannte kürzlich jedoch Zugang zu Nutzerdaten von rund 3,3 Millionen Nutzerinnen und Nutzern verschaffen können.

Screenshots zeigen, dass die entwendeten Daten, darunter etwa E-Mail-Adressen, Wohnorte und Geburtsdaten ihren Weg in verschiedene Foren im Darknet gefunden haben.

Vorwerk bestätigt den Angriff

Wie der Thermomix-Hersteller gegenüber dem Spiegel mitteilt, seien die offiziellen Foren in Deutschland, Tschechien, Spanien, Frankreich, Italien, Polen, Portugal und Australien von dem Angriff betroffen. Das Produkt selbst sowie der Webshop und der Rezeptedienst Cookidoo blieben hingegen verschont.

Über mehrere Tage habe es eine Sicherheitslücke bei einem externen Anbieter gegeben, über die sich die noch unbekannten Angreifer Zugang zu den teils äußerst sensiblen Daten verschafft haben. Finanzdaten, Passwörter und Kontoverbindungen seien aber nicht betroffen.

In einer Stellungnahme entschuldigt sich Vorwerk für den Vorfall und kündigt an, den Vorfall gemeinsam mit den zuständigen Behörden aufklären zu wollen.

Vorwerk-Hack: Seid ihr betroffen?

Wenn ihr von dem Thermomix-Angriff betroffen seid, sollte euch Hersteller Vorwerk bereits darüber informiert haben. Es empfiehlt sich also, euer Postfach der hinterlegten E-Mail-Adresse zu überprüfen.

Wer darüber hinaus auf Nummer sicher gehen möchte, ob etwa die eigene Mailadresse Teil des Datensatzes ist, kann sich Dienste wie Have I been pwned zunutze machen. Wie das funktioniert, erklären wir euch ausführlich in unserem Guide.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, in nächster Zeit noch sensibler zu sein, was das Öffnen verdächtiger Nachrichten in Foren oder per Mail angeht. Links und Anhänge, die ihr aus unbekannter Quelle erhaltet, solltet ihr nicht leichtfertig öffnen – selbst, wenn die Mitteilung auf den ersten Blick seriös aussieht.

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