Es brennt mal wieder die Hütte – und damit meinen wir die Hütte, in der wir alle hocken, auch genannt Planet Erde. Eine Hitzewelle hat weite Teile Europas im Griff, bei uns in Deutschland wird es am Wochenende bis zu 40 Grad Celsius heiß.
»This is fine« – alles in Ordnung – denken sich da viele, oder posten gleich das Meme in den sozialen Medien, das ihr im Teaser-Bild seht (das natürlich für noch viel mehr stehen kann als nur die brütende Sommerhitze).
Aber woher kommt das Meme eigentlich? Dem sind wir auf den Grund gegangen.
Die Wurzeln von »This is fine«
Der Ursprung des Memes liegt im Webcomic Gunshow von K.C. Green, der 2008 startete (via Know Your Meme). Und wenn ihr auf die Startseite schaut, erkennt ihr sofort den anthropomorphen Hund aus dem Meme wieder.
Bei Gunshow handelt es sich um einen Webcomic, der von 2008 bis 2014 lief, und in täglich veröffentlichten, kleinen Geschichten seine Leserinnen und Leser unterhielt, meist mit einem ironischen oder sarkastischen Unterton.
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Besagter Comic mit sechs Panels erschien schließlich 2013; ihr könnt ihn im Archiv auf der Gunshow-Webseite lesen. Darin zu sehen ist ein vermenschlichter Hund, der in einem brennenden Haus sitzt und Tee trinkt. Das verdeutlicht, dass er Protagonist trotz des verheerenden Umstandes gelassen bleibt, indem er das Problem ignoriert.
Erste Prominenz erlangte das Meme (das nur aus den ersten beiden Panels besteht) 2014, als es auf Imageboards wie 4chan die Runde machte.
Erst 2016 hat sich »This is fine« in der Internetkultur verankert, als das Republican National Comittee das Meme auf seinem Twitter-Account postete. Damit wollte sich die Partei über den chaotischen ersten Tag des demokratischen Parteitags in Philadephia lustig machen (via NY Times; Paywall).
Das hat Künstler K.C. Green gar nicht gefallen, der seinem Missmut über Twitter Luft machte. Daraufhin zog die Partei den Post zurück und zeigte stattdessen ein ähnliches Bild mit einem Elefanten statt eines Hundes.
Heutzutage wird das Meme gerne in allerlei Lebenslagen verwendet, meist mit treffendem, ironischem Unterton.
- Bezüglich des Klimas
- Vor politischem Hintergrund
- In Bezug auf die Wirtschaft
Selbst Merchandise gibt es mittlerweile zuhauf. Auf Amazon finden sich Plüschtiere, Tassen, Aufnäher, Sticker und weiteres Kleinod.
In einem kurzen Video von 2021 wirft der Künstler einen Blick zurück und auf den Werdegang seines berühmten Werks.
Link zum YouTube-Inhalt
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K.C. Greens weitere Comics findet ihr auf seiner Website. Dank Patreon konnte er sich unabhängig machen und arbeitete im Laufe der Zeit vor allem im Comic- und Animationsbusiness. Er war unter anderem an berühmten Serien wie Spongebob Schwammkopf und Adventure Time beteiligt.
Für K.C. Green ist das Leben also ziemlich fine. Keine Ironie.
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