Trump droht Facebook, Google und Twitter - US-Präsident sieht »Unterdrückung« Konservativer

US-Präsident Donald Trump hat zunächst Google, danach auch Facebook und Twitter vorgeworfen, positive News über ihn und konservative Stimmen zu unterdrücken.

von Georg Wieselsberger,
29.08.2018 09:35 Uhr

Donald Trump findet anscheinend zu viel Negatives über sich bei Google.Donald Trump findet anscheinend zu viel Negatives über sich bei Google.

US-Präsident Donald Trump hat anscheinend bei Google nach »Trump News« gesucht und dabei anscheinend überraschend festgestellt, dass fast alle Suchergebnisse (zumindest subjektiv) schlechte Nachrichten seien und damit »Fake News« sein müssten. Das sei das Ergebnis einer Manipulation, so Trump, da fast alle Meldungen von linken Medien seien, allen voran »Fake CNN«.

Google und andere würden die Stimmen von Konservativen unterdrücken und Informationen und News, die gut (für ihn) seien, verstecken:

"Sie kontrollieren, was wir sehen können und was nicht. Das ist eine sehr ernste Situation - darum wird sich gekümmert."

Google hatte recht schnell auf die Vorwürfe reagiert und erklärt, die eigenen Suchergebnisse würden keinerlei politische Ideologien bevorzugen.

Die besten Gaming-Monitore

Inzwischen hat Donald Trump seine Vorwürfe laut The Verge aber noch ausgeweitet. Google nutze die Menschen aus und das sei eine sehr ernste Sache und ein sehr ernster Vorwurf. Was Google mache und was bei Twitter und Facebook passiere, dürfte man mit Menschen nicht machen. Man habe sehr viele, buchstäblich Tausende und Tausende an Beschwerden erhalten und das dürfe nicht sein. Google, Twitter und Facebook befänden sich auf »sehr, sehr problematischem Terrain« und müssten vorsichtig sein. Sie seien nicht fair zu großen Teilen der Bevölkerung.

Mythos erstes Videospiel - Pong war nur geklaut

Welche Folgen dem US-Präsidenten vorschweben könnten, hat wohl Larry Kudlow, einer seiner Wirtschaftsberater, schon angedeutet - man sehe sich die Möglichkeiten einer Regulierung durch die US-Regierung an.

Das Vorgehen der Firmen gegen nachgewiesene Fake-News-Verbreiter wie den Verschwörungs-Theoretiker Alex Jones, dessen Kanäle (ohne staatlichen Eingriff) unter anderem auf Youtube geschlossen wurden, wird aber beispielsweise besonders stark in Alt-Right-Kreisen kritisiert und als Zensur bezeichnet. Ein gewisser Anteil der Trump-Unterstützer ist diesen Gruppen zuzuordnen. Auch Twitter und Facebook haben mehrere Alt-Right-Accounts gesperrt.

Nächsten Monat sollen Facebook, Google und Twitter vor dem US-Kongress weitere Fragen zur Beeinflussung von Wahlen und ihren Gegenmaßnahmen beantworten.

Kommentare deaktiviert
Aufgrund des zu erwartenden Moderationsaufwands haben wir die Kommentare in diesem Artikel deaktiviert. Wir bitten um euer Verständnis.

GameStar gegen Hasskommentare: Das sind nicht wir

Hardware-Tipps - Mit System-Tools mehr über die eigene Hardware erfahren 6:00 Hardware-Tipps - Mit System-Tools mehr über die eigene Hardware erfahren

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen