Habt ihr schon mal in die Bildoptionen eures TVs geschaut? Egal, welcher Hersteller, man wird regelrecht erschlagen. Die gute Nachricht ist, man kann nichts falsch machen; der Wechsel des Presets stellt alles wieder zurück.
Die schlechte Nachricht: So gut wie keiner der Bildverbesserer macht das Bild tatsächlich besser. Und genau deshalb mache ich eines:
Alle zusätzlichen Bildoptionen fliegen bei mir gnadenlos raus. Das mag erstmal kontraintuitiv klingen, ist aber ein wichtiger erster Schritt in meinen Augen.
Ein einzelnes Preset reicht vollkommen aus
Im Grunde prallen hier zwei Welten aufeinander:
- Filmschaffende, die ihrem Werk in der Postproduktion einen gewissen Look geben.
- TV-Hersteller, die mit ihren TVs das Bild besser machen wollen.
Und die kommen sich gegenseitig ins Gehege. In Fernsehern arbeitet im Innern schon seit Jahren KI, die das Bild interpretiert und dann anpasst. Oftmals macht die ihre Sache gut und das heißt, dass es uns gar nicht auffällt. Wenn sie aber künstliche »Verbesserungen« der Hersteller anwenden soll, wird’s haarig.
Die nachstehenden Bilder habe ich auf meinem Philips OLED807 gemacht. Mit Bildern lässt sich der Effekt allerdings nur bedingt gut zeigen, daher empfehle ich, dass ihr das Ausschalten aller Bildbooster bei eurem TV selbst ausprobiert.
Im Vergleich oben seht ihr die Unterschiede, auch wenn ihr genau hinsehen müsst.
- Der Filmmodus zeichnet alles ein wenig unschärfer und wärmer, was bei Bewegtbildern sehr filmisch aussieht.
- Der Dynamische Modus ist nicht zu gebrauchen, weil er Schwarz versucht auszugleichen, aber daraus Matsche macht.
- Wenn man alle Bildverbesserer ausschaltet, kommt das natürlichste Bild heraus.
Ich schalte alle Bildverbesserer grundsätzlich ab. HDR selbst sorgt schon für einen bockstarken Kontrast, der muss meiner Meinung nach nicht künstlich intensiviert werden. Ich möchte Filme außerdem am liebsten so sehen, wie sie durch das Studio gemastert wurden.
11:48
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Meine Empfehlung bleibt der reine Kinomodus. Farbtemperatur auf warm, Beleuchtung und Kontraste angepasst, Bildschärfe nicht zu gestochen und abgeschaltete Zwischenbildberechnung. Mehr braucht man am Ende gar nicht. Das erkläre ich im oben verlinkten Artikel noch mal im Detail.
Und wenn ihr doch nicht zufrieden sein solltet, habt ihr die optimale Ausgangsbasis, um das Bild nach eurem Gusto einzustellen. Ihr gewinnt am Ende also so oder so.
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