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Entlassungen beim Anno-Studio: Ubisoft baut wohl über 100 Stellen in Deutschland ab

Mit Anno 117 brachte Ubisoft dieses Jahr ein starkes Aufbauspiel aus Deutschland auf den Markt. Nichtsdestotrotz will der Publisher jetzt wohl auch bei den deutschen Studios Stellen abbauen.

Das Entwicklungsstudio hinter Anno 117 muss sich voraussichtlich verkleinern. Das Entwicklungsstudio hinter Anno 117 muss sich voraussichtlich verkleinern.

Bei den deutschen Zweigstellen von Ubisoft werden Stellen abgebaut. Gegenüber Gameswirtschaft bestätigt der Publisher ein Freiwilligenprogramm, über das mit den Betriebsräten der Studios in Berlin, Düsseldorf und Mainz verhandelt wird. Es geht wohl darum, Angestellten eine Kündigung zu besseren Konditionen zu ermöglichen, bevor ihre Stellen einfach gestrichen werden.

Was bisher bekannt ist

Ubisoft selbst hat sich bisher noch nicht zur Zahl der gestrichenen Stellen oder weiteren Details geäußert. Detailliertere, Informationen dazu stammen von der US-amerikanischen Website Game File, die als Quelle einen Vertreter des Unternehmens angibt. Der Bericht spricht davon, dass in Deutschland insgesamt um die 100 Stellen abgebaut werden sollen.

Die freiwilligen Kündigungen mit Abfindung sollen die primäre Maßnahme für die geplante Verkleinerung der Studios sein. Welche der drei deutschen Studios davon in welchem Umfang betroffen sind, ist bisher noch unklar.

Video starten 1:40 Anno 117 präsentiert die majestätischen Pyramiden in Erwachen des Deltas

Insgesamt beschäftigt Ubisoft in Deutschland über 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die meisten davon arbeiten bei Ubisoft Düsseldorf, unter anderem an Rainbow Six Siege und Rayman Legends Retold. Auf Ubisoft Mainz, das Studio hinter Anno 117 entfällt ebenfalls ein großer Teil der Mitarbeiter. Ubisoft ist damit das zweitgrößte Gaming-Unternehmen in Deutschland hinter Nintendo mit über 900 Angestellten.

Sollte sich der Umfang der geplanten Entlassungen bestätigen, würde etwa ein siebtel der Ubisoft-Angestellten ihren Job verlieren, ob durch freiwillige Kündigung mit Abfindung, oder ihre Entlassung.

Der Stellenabbau bei Ubisofts deutschen Studios dürfte weniger mit der Performance von Titeln wie Anno 117 zu tun haben, als vielmehr mit der schweren Krise, in der sich der Publisher befindet. Nach einem Rekordverlust von über 1,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025/26 brach der Bösenwert des Unternehmens ein, worauf man mit Studioschließungen und Stellenabbau reagierte. Wie die Neuigkeiten zu den deutschen Studios zeigen, ist der Umbruch bei Ubisoft wohl noch längst nicht abgeschlossen.


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