Die Generation Z würde Steve Jobs auf die Palme bringen: Zehn Minuten zu spät zur Arbeit zu kommen, gilt für jeden zweiten als pünktlich

Eine Umfrage in Großbritannien zeigt, wie unterschiedlich das Verständnis von Pünktlichkeit je nach Generation sein kann.

Als Steve Jobs das iPhone im Jahr 2007 vorgestellt hat, war die Generation Z erst ungefähr zehn Jahre alt. (Bild: Apple.com) Als Steve Jobs das iPhone im Jahr 2007 vorgestellt hat, war die Generation Z erst ungefähr zehn Jahre alt. (Bild: Apple.com)

  • Steve Jobs wurde 1955 geboren, damit ist er Teil der Generation der so genannten Baby Boomer.
  • Junge Menschen, die aktuell ins Berufsleben starten oder es vor wenigen Jahren getan haben, sind dagegen Digital Natives aus der Generation Z (Geburtsjahrgänge von ca. 1997 bis 2012).
  • Dass diese Generationen sehr verschieden über Pünktlichkeit denken, legt eine Umfrage nahe, wie das Magazine Fortune berichtet.

Bevor wir uns die Daten etwas genauer ansehen, möchten wir wissen, wie ihr das Thema Pünktlichkeit beurteilt.

Nehmt also gerne an der folgenden Umfrage dazu teil. Wir freuen uns über jede abgegebene Stimme!

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Die Details zur Umfrage

  • Die Online-Meeting-Firma Meeting Canary hat über 1.000 Briten zum Thema Pünktlichkeit befragt.
  • Menschen im Alter von 16 bis 26, die zur Generation Z gehören (Alter von ca. 13 bis 28) haben fast zur Hälfte angegeben, dass es noch pünktlich sei, wenn man fünf bis zehn Minuten zu spät kommt.
  • Während Millennials (Alter von ca. 29 bis 44) so eine Unpünktlichkeit zu 40 Prozent verzeihen können, sind es nur noch 26 Prozent der Generation X (Alter von ca. 45 bis 60) und 20 Prozent der Baby Boomer (Alter von ca. 61 bis 76), zu denen auch Steve Jobs gehörte.

Die Macher der Umfrage liefern dazu eine mögliche Erklärung, die folgendermaßen lautet:

Die Generation Z schätzt und priorisiert eher als andere Generationen die Work-Life-Balance und die psychische Gesundheit vor dem Stress am Arbeitsplatz – und das schließt auch das Beeilen ein, um pünktlich zu einem Meeting zu erscheinen. [...] Während die Arbeit von zu Hause aus für die jüngeren Generationen die Grenzen einer guten Meeting-Etikette verwischt hat, haben ältere Büroangestellte immer noch eine etablierte, traditionelle Auffassung.

Demnach beziehen sich die Ergebnisse der Umfrage vor allem auf berufliche Meetings.

Wie in den Kommentaren zu dieser News zu Recht betont wird, kommt es für die Gewichtung der Pünktlichkeit auch stark darauf an, um was für eine Art Treffen es geht.

Steve Jobs und das Thema Pünktlichkeit

Dass Pünktlichkeit im Kontext der Arbeit Steve Jobs sehr wichtig war, haben wir erst kürzlich auf GameStar.de thematisiert.

Dabei ging es um einen bemerkenswerten Fall, bei dem er seiner Sekretärin kurzerhand ein wertvolles Auto geschenkt hat. Mehr dazu erfahrt ihr unter dem folgenden Link:

Steve Jobs gab seiner Sekretärin die Schlüssel seines brandneuen Jaguars, damit sie nie mehr zu spät bei der Arbeit ist

Doch auch, wenn das hier zunächst positiv klingt, ist der Umgang von Steve Jobs mit seinen Mitarbeitern nicht unumstritten. Das zeigen unter anderem Aussagen vom ehemaligen Apple-Qualitätsdirektor Ron Givens, der die oben thematisierte Anekdote erzählt hat.

Im selben Atemzug gab Givens an, dass viele Menschen Angst vor Jobs hatten, ohne das genauer zu erklären. Im Magazin CIO heißt es dazu passend über Jobs, dass er sich auch noch als Erwachsener unreif verhalten hat: ungeduldig, stur, übertrieben kritisch und manchmal gemein.

An der Pünktlichkeit scheiden sich die Geister. Für die einen ist Überpünktlichkeit gerade pünktlich genug, die anderen sehen es nicht so eng. Nehmt gerne an der Umfrage am Anfang des Artikels teil und verratet uns, wie ihr zum Thema steht.

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