Vor einiger Zeit hatte ich euch bereits den aktuellen USB4-Standard näher vorgestellt und bin zum Schluss gekommen, dass im Jahr 2025 eigentlich jeder Rechner diese Schnittstelle haben sollte. Dass USB4 nicht das Ende der Entwicklung bleibt, ist natürlich klar.
Der USB4-2.0-Standard wurde eigentlich schon 2022 offiziell verabschiedet, Mainboards oder Laptops mit entsprechenden Ports kommen aber erst jetzt so langsam im Handel an. Grund genug, um einen Blick auf die Unterschiede zwischen USB4 und USB4 in der Version 2.0 zu werfen.
Es bleibt beim USB-C-Anschluss
USB4-2.0 setzt wie schon der Vorgänger USB4 ausschließlich auf den USB-C-Anschluss und wird vollständig abwärtskompatibel zu USB4, USB 3.2, USB 2.0 und Thunderbolt 3 sein. Auch ältere Geräte funktionieren weiterhin, allerdings nur mit der für sie maximal möglichen Geschwindigkeit.
Bereits vorhandene passive USB4-Kabel, die für 40 Gbit/s zertifiziert sind, können über kurze Distanzen auch die 80 Gbit/s von USB4-2.0 erreichen. Für längere Strecken und eine garantierte Leistung sind dagegen neue aktive USB-C-Kabel erforderlich.
Bei Power Delivery (PD) macht USB4-2.0 ebenfalls einen großen Sprung nach vorn. Während bei USB4 bereits bei 100 Watt Schicht im Schacht war, schafft die Version 2.0 bis zu 240 Watt. Das dürfte dann auch in vielen Fällen für den Betrieb leistungsstarker Mini-PCs ausreichend sein.
Verdoppelte Bandbreite
Wie bei jeder neuen USB-Version bringt auch USB4-2.0 einen ordentlichen Geschwindigkeitszuwachs mit sich. Dieser wird durch die Nutzung von vier PCI-Express-Lanes mit je 20 Gbit/s ermöglicht. Unter dem Strich kann so die maximale Datenübertragungsrate im Vergleich zum normalen USB4 auf 80 Gbit/s verdoppelt werden.
| USB4 | USB4 2.0 | |
|---|---|---|
| Maximale Bandbreite | 40 Gbit/s (symmetrisch) | 80 Gbit/s (symmetrisch) |
| Asymmetrische Übertragung | Nicht unterstützt | Bis zu 120 Gbit/s in eine Richtung (40 Gbit/s in die andere) |
| Basis-Technologie | Basiert auf Thunderbolt 3 | Aktualisierte Architektur basierend auf Thunderbolt-Technologie |
| DisplayPort-Unterstützung | DisplayPort 1.4a | DisplayPort 2.1 |
| PCIe-Tunneling | PCIe 3.0 | PCIe 4.0 |
| Power Delivery (PD) | Bis zu 100 Watt | Bis zu 240 Watt |
| Kabel-Kompatibilität | Erfordert zertifizierte 40-Gbit/s-Kabel | Kann mit bestehenden 40-Gbit/s-Kabeln auf kurzen Strecken 80 Gbit/s erreichen |
| Namensgebung | USB4 | USB4 Version 2.0 oder USB 80Gbps |
Asymmetrische Übertragung
Optional ist mit dem neuen Standard auch eine asymmetrische Übertragung möglich. Dabei können drei der vier Lanes in eine Richtung senden, was eine Geschwindigkeit von bis zu 120 Gbit/s in eine Richtung ermöglicht, während in die andere Richtung mit 40 Gbit/s verschickt werden. Speziell bei hochauflösenden Displays dürfte die asymmetrische Übertragung von Vorteil sein.
Verfügbarkeit
Wie eingangs bereits erwähnt, ist die Anzahl der Geräte mit USB4-2.0 noch überschaubar, es werden allerdings fast täglich mehr. High-End-Notebooks wie das MSI Titan oder das Razer Blade 18 in der 2025er-Version besitzen bereits den schnellen Anschluss. Bis es USB4-2.0 in Geräte der Mittelklasse schafft, werden aber sicher noch einige Monate vergehen.
Fakt ist jedenfalls, dass USB4 in der Version 2.0 noch ein Stück leistungsfähiger und flexibler geworden ist. Mittelfristig dürfte die Schnittstelle dem teuren Thunderbolt zumindest im Consumer-Bereich den Rang ablaufen.
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