Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

Drei Monate Plus im ersten Jahr sparen!

Valve - Entlassene Hardware-Chefin erhebt schwere Vorwürfe

Bereits seit jeher rühmt man sich bei Spielentwickler Valve für flache Hierarchien und die vielen Freiheiten, die Mitarbeiter in Sachen Kreativität besitzen. Jeri Ellsworth, die frühere Hardware-Chefin des Unternehmens, erhebt nun jedoch schwere Vorwürfe gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber.

Firmengründern Gabe Newell hat bei Valve flache Hierarchien und viel kreative Freiheit geschaffen. Seine ehemalige Angestellte Jeri Ellsworth erhebt nun aber schwere Vorwürfe. Firmengründern Gabe Newell hat bei Valve flache Hierarchien und viel kreative Freiheit geschaffen. Seine ehemalige Angestellte Jeri Ellsworth erhebt nun aber schwere Vorwürfe.

Traumhafte Arbeitsbedingungen, kreative Freiheiten für alle Angestellten und flache Hierarchien - so stellt sich Valve selbst in der Öffentlichkeit dar und so wurde das Unternehmen nicht selten auch von seinen Mitarbeiter angepriesen. Jeri Ellsworth, die ehemalige Leiterin der Hardware-Abteilung, zeichnet nun jedoch ein etwas anderes Bild ihres früheren Arbeitgebers. Die Rede ist unter anderem von mangelhafter Kommunikation mit den Entscheidungsträgern, einer paranoiden Führungsetage und einem Cliquen-Gehabe wie auf dem Pausenhof einer weiterführenden Schule.

Die Hierarchien bei Valve seien lediglich »pseudo-flach«, so Ellsworth im Verlauf eines Podcast-Interviews mit jenesee.com. Tatsächlich gebe es nämlich eine versteckte Ebene an mächtigen Management-Strukturen. Die allgemeine Arbeitsatmosphäre bei Valve vergleicht die Hardware-Spezialistin mit den Gegebenheiten an einer High School.

»Es hat sich sehr nach High School angefühlt. Es gibt die populäreren Jugendlichen, die sich eine gewisse Macht gesichert haben, dann gibt es die Störenfriede und dann natürlich alle anderen, die irgendwo dazwischen stehen. Von den Letztgenannten sind alle okay, aber dann kommen die Störenfriede ins Spiel, die stets den Unterschied ausmachen wollen.«

Ihr Auftrag sei es damals gewesen, ein bestimmtes Hardware-Projekt fertigzustellen. Dazu habe sich unter anderem einen talentierten Mechaniker einstellen wollen, der das Unternehmen rund 40.000 US-Dollar gekostet hätte. Den benötigten Mitarbeiter habe man ihr dann jedoch mit dem Hinweis verwehrt, dass dieser nicht in die Unternehmens-Kultur bei Valve passen würde, so Ellsworth. Sie selbst habe jedoch den Verdacht, dass jeder neue Mitarbeiter als Bedrohung für die etablierten »Platzhirsche« wahrgenommen werde. Das Resultat sei dann gewesen, dass Hardware-Spezialequipment im Gegenwert von mehreren Millionen US-Dollar einfach so herumgestanden habe, weil sonst niemand damit zurecht gekommen sei. Außerdem habe ihr Team mit massiver Unterbesetzung zu kämpfen gehabt, so dass sie ihr Projekt nicht habe angemessen vorantreiben können.

Darüber hinaus berichtet Ellsworth von einer regelrechten Paranoia innerhalb der Valve-Fühurngsetage, die ihre Mitarbeiter stets verdächtigt habe, die flachen Hierarchien zu missbrauchen. Gemündet sei das Ganze schließlich in einer Hexenjagd auf einzelne Mitarbeiter. Allerdings schränkt die ehemalige Valve-Mitarbeiterin auch ein, dass sie die grundsätzliche Unternehmenskultur bei Valve nicht für grundlegend schlecht halte. Sie funktioniere nur nicht mehr mit einer derart großen Belegschaft, wie sie Valve mit seinen 300 Mitarbeitern mittlerweile aufweise. Zudem verdeutlichte sie, dass es sich bei den geschilderten Dingen lediglich um ihre persönlichen Ansichten handeln würde, die nicht auf alle Gruppen innerhalb des Unternehmens zuträfen. Sie bedauere diese Geschichte sehr, da sie Valve als Unternehmen eigentlich lieben würde.

Ellsworth wurde Anfang 2013 zusammen mit 25 weiteren Kollegen bei Valve entlassen - ein relativ einmaliger Vorgang in der Geschichte des Unternehmens, der damals bereits erste kritische Fragen aufkommen ließ.

Link zum YouTube-Inhalt

zu den Kommentaren (0)

Kommentare(57)
Kommentar-Regeln von GameStar
Bitte lies unsere Kommentar-Regeln, bevor Du einen Kommentar verfasst.

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.