Steam Machine: Was wir zu Release, Specs und dem Preis wissen

Die Katze ist aus dem Sack: Valve bringt einen eigenen PC für das Wohnzimmer. Aber wie schlägt sich die Steam Machine gegen PS5 Pro & Co.?

Valve folgt bei der neuen Steam Machine (fast) dem Motto »quadratisch, praktisch, schlicht«. Tech-Autor Nils findet Gefallen daran und schätzt die Leistungsfähigkeit der neuen Konsolen-Konkurrenz für euch ein. (Bildquelle: Valve) Valve folgt bei der neuen Steam Machine (fast) dem Motto »quadratisch, praktisch, schlicht«. Tech-Autor Nils findet Gefallen daran und schätzt die Leistungsfähigkeit der neuen Konsolen-Konkurrenz für euch ein. (Bildquelle: Valve)

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Es ist nicht weniger als ein Paukenschlag: Valve hat die Veröffentlichung einer neuen Steam Machine angekündigt. Der erste Versuch damit ist inzwischen ungefähr zehn Jahre her – und letztlich gescheitert.

Nun folgt also ein zweiter Angriff auf die Spiele-Herrschaft in den Wohnzimmern weltweit:

  • Die kompakte Steam Machine auf Basis von AMD-Hardware soll Anfang 2026 erscheinen.
  • Details zum genauen Termin und dem Preis folgen nach Neujahr.
  • Als Betriebssystem kommt von Haus aus Steam OS zum Einsatz.

Damit schickt Valve echte Konkurrenz zur PlayStation 5 und Xbox Series X ins Rennen, die explizit auch für das Wohnzimmer gedacht ist (leise und klein genug, um unter euren Fernseher zu passen). Die Leistung soll gleichzeitig hoch genug für das Spielen in 4K sein, dank der Upscaling-Technik FSR.

Wir fassen alles Wichtige zu der neuen Hardware von Valve für euch zusammen, inklusive einer ersten Einschätzung ihrer Leistungsfähigkeit im Vergleich mit den aktuellen Konsolen und dem PC sowie einer vorsichtigen Preisprognose.

Noch mehr Neues von Valve: Der Steam-Gigant hat außerdem einen neuen Steam-Controller angekündigt sowie das neue VR-Headset Steam Frame. Zum Controller gibt es bereits eine eigene News (siehe unten), dem VR-Headset widmen wir uns morgen noch genauer.


Video starten 6:16 Valve stellt drei neue Hardware-Produkte vor, darunter die Steam-Machine – einen winzigen Gaming-PC


Steam Machine vs. PlayStation 5 (Pro) und Xbox Series X

Schauen wir uns zunächst die wichtigsten technischen Eckdaten der Steam Machine im Vergleich mit den aktuellen Konsolen an.

Valve setzt dabei wenig überraschend auf Hardware von AMD, was sehr gute Vergleichsmöglichkeiten im Hinblick auf die Performance ermöglicht. Die TPD der GPU liegt laut Valve indes bei 110 Watt und die der CPU bei 30 Watt.

Steam MachinePlayStation 5 ProPlayStation 5Xbox Series X
CPU6C/12T (4,8 GHz)8C/16T (3,8 GHz)8C/16T (3,6 GHz)8C/16T (3,6 GHz)
CPU-ArchitekturZen 4Zen 2Zen 2Zen 2
GPU8,8 Teraflops (max. 2,45 GHz)16,7 Teraflops (max. 2,35 GHz)10,3 Teraflops (max. 2,23 GHz)12,1 Teraflops (max. 1,85 GHz)
GPU-Shader1.7923.8402.3043.328
GPU-ArchitekturRDNA3RDNA3 + RDNA4 (Raytracing)RDNA2RDNA2
RAM8 GB GDDR6 + 16 GB DDR516 GB GDDR6 + 2 GB DDR516 GB GDDR610 GB (560 GByte/s) + 6 GB (336 GByte/s) GDDR6
Speicher512 GB / 2 TB2 TB825 GB1 TB
Preisunbekanntca. 729 Euroca. 500 Euroca. 550 Euro

Mit Blick auf die theoretische Rechenleistung ordnet sich die Steam Machine knapp unterhalb der PlayStation 5 und der Xbox Series X ein. Valve selbst nennt als Vergleichsobjekt nur das Steam Deck, wobei die Steam Machine mehr als 6-mal so schnell sein soll.

Dabei sind zwei wichtige Faktoren zu berücksichtigen:

  1. Spiele können für die Hardware und Software der Konsolen gezielt optimiert werden. Im Falle der Steam Machine kommt dagegen SteamOS (= Linux) zum Einsatz. Das macht es für die Entwickler nötig, viele verschiedene Hardware-Kombinationen zu berücksichtigen.
    • Die Performance unter Linux ist zwar inzwischen meist gut bis sehr gut, wie wir uns erst kürzlich genauer angesehen haben. Dennoch sind die Konsolen mit Blick auf die Optimierung von Spielen im Vorteil. Titel mit bestimmter Anti-Cheat-Software lauft unter Linux außerdem teils nicht.
    • Ergänzung: Wie beim Steam Deck wird es sicher auch bei der Steam Machine möglich sein, manuell Windows als Betriebssystem zu installieren.
  2. Berücksichtigt man die sogenannte Dual-Issue-Fähigkeit, kommt die Steam Machine in der Theorie auf maximal 17,6 Teraflops. Shader können durch die Technik seit Verbesserungen bei der RDNA3-Architektur vereinfacht gesagt die doppelte Zahl an Berechnungen durchführen.
    • Bei den Desktop-Grafikkarten verdoppelt AMD die offiziell angegebenen Teraflops ab RDNA3 daher, was Sony im Falle der PS5 Pro trotz RDNA3 aber nicht tut. Der Grund ist nachvollziehbar: In der Praxis ist die Dual-Issue-Technik weit davon entfernt, die Leistung zu verdoppeln.

Unterm Strich rechnen wir für die Steam Machine daher nach aktuellem Stand mit einer Performance im Bereich der PlayStation 5 beziehungsweise der Xbox Series X, auch durch ihre deutlich schnellere CPU (dazu im nächsten Abschnitt mehr).

Diese Einschätzung der Leistung passt auch dazu, dass Valve im Zusammenhang mit der 4K-Fähigkeit der Steam Machine explizit FSR erwähnt, um in dieser Auflösung 60 FPS erreichen zu können. Auf der zweiten Seite dieses Artikels widmen wir uns dem Thema noch genauer.

Steam Machine vs. Konsolen: Vorteile bei der CPU

Ist die Leistung des Prozessors in einem Spiel besonders wichtig, ist die Steam Machine gegenüber den Konsolen im Vorteil. Das liegt vor allem an der deutlich aktuelleren Zen-4-Architektur von AMD.

Der Verzicht auf zwei Kerne (6 statt 8) ist dagegen aus unserer Sicht eine nachvollziehbare Entscheidung, die nur selten Performance-Nachteile mit sich bringen dürfte.

Ebenfalls zu bedenken: Der Prozessor der Steam Machine taktet ungefähr um ein stolzes Gigahertz höher als sein Zen-2-Pendant in den Konsolen.

Auf der zweiten Seite dieses Artikels widmen wir uns dem Vergleich mit dem PC, insbesondere im Hinblick auf das Spielen in der 4K-Auflösung, nennen alle Anschlüsse und geben eine Prognose zum Preis der Steam Machine ab.

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