Vergleich der Steam Machine mit PC-Hardware
- Grafikkarte: Schaut man auf ähnlich schnelle PC-Hardware, liegt die GPU-Leistung der Steam Machine ungefähr auf dem Niveau einer Radeon RX 7600.
- Prozessor: Bei den CPUs kommt ein ähnlicher Name ins Spiel, genauer gesagt der Ryzen 5 7600X (oder vergleichbare Ryzen-Modelle mit sechs Kernen).
Wer sich mit PC-Komponenten auskennt, weiß, dass die RX 7600 vieles ist, aber sicher keine 4K-Grafikkarte. Man muss Valves Aussage Unterstützt 4K-Gaming mit 60 FPS durch FSR
also mit großer Skepsis betrachten, auch im Hinblick auf die überschaubare VRAM-Menge von 8,0 GByte.
Grundsätzliche Unterstützung ist zwar vorhanden, da die Steam Machine die 4K-Auflösung generell mit 60 FPS rendern kann. Es wird aber viele Spiele geben, in denen das mit Valves neuem Konsolen-Gegner nicht machbar ist (oder nur mit stark reduzierten Details beziehungsweise aggressivem Upscaling).
Auf der anderen Seite gilt auch für die Konsolen, dass hier häufig Gebrauch von Upscaling gemacht wird.
6:01
Unboxing und erster Eindruck: Ein neuer Steam-Controller, aber nicht von Valve
Apropos Upscaling
...
Die neueste FSR-Version 4 für das Upscaling ist dem Vorgänger 3.1 klar überlegen. Sie wird offiziell aber nur von RDNA-4-Hardware unterstützt, die in der Steam Machine nicht zum Einsatz kommt.
Sony hat gleichzeitig bereits angekündigt, FSR 4 im Jahr 2026 auf der PlayStation 5 Pro mithilfe von AMD verfügbar zu machen. Die GPU der PS5 Pro basiert aber zum Teil bereits auf RDNA4-Technik. Es ist also denkbar, dass die Steam Machine in diesem Punkt nicht gleichziehen kann.
Was ist mit komplett per KI erzeugten Bildern? Dazu verliert Valve in der Ankündigung kein Wort. Wenn Spiele AMDs passende Technik Fluid Motion Frames nativ unterstützen, sollte sie aber auch auf der Steam Machine zur Verfügung stehen.
Vorstellbar ist zu guter Letzt außerdem, dass Valve ähnlich wie beim Steam Deck für die Steam Machine ein Verified
-Programm einführt, das zeigt, in welcher Auflösung, Qualitäts- und FSR-Stufe sowie Bildwiederholrate Titel darauf laufen.
DisplayPort, USB & Co.
- DisplayPort 1.4 (bis zu 4K @ 240Hz oder 8K@60Hz)
- HDMI 2.0 (bis zu 4K @ 120Hz)
- Ethernet 1 Gbps
- USB-C 10 Gbps, 3.2 Gen 2
- 4x Typ USB-A
- 2x USB 3 an der Front
- 2x USB 2 an der Rückseite
- 2x2 Wi-Fi 6E, dedizierte Bluetooth-Antenne
- integrierte 2.4GHz-Verbindung für den Steam Controller
Weitere Fragen und der mögliche Preis
Abseits der Frage, wie schnell die Steam Machine am Ende genau sein wird, müssen wir uns zur Beantwortung vieler weiterer Fragen noch gedulden.
Neben Release-Termin und Preis, die Anfang 2026 bekannt gegeben werden sollen, zählen dazu Faktoren wie die Lautstärke und Temperaturentwicklung der Steam Machine unter Last oder die Frage, ob auch andere Hersteller als Valve irgendwann eigene Steam Machines veröffentlichen können.
Wie teuer wird die Steam Machine?
Sicher sagen lässt sich das nicht. Wir gehen mit Blick auf die verwendete Hardware und die Möglichkeiten von Valve aber von Kosten im Bereich von 600 Euro aus. Sowohl weniger (vor allem beim 512-GByte-Modell) als auch mehr sind indes absolut denkbar.
Über dem Preis schwebt außerdem das Damoklesschwert der aktuellen Speicherkrise. RAM ist dadurch bereits deutlich teurer geworden, weitere Komponenten dürften folgen (oder haben das bereits getan).
Da die Steam Machine schon länger in der Entwicklung ist und entsprechende Verträge längst ausgehandelt wurden, könnte das zu ihrem Release noch unerheblich sein. Spätere Preiserhöhungen sind aber nicht auszuschließen.
Eines steht aus unserer Sicht so oder so jetzt schon fest:
Eine potenziell derart starke neue Konkurrenz haben PlayStation und Xbox wohl noch nie bekommen.
Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob Valve die anvisierten Zielgruppen damit so erfolgreich erreichen kann, wie sie es sich erhoffen.
Wenn ihr noch Fragen an Valve zu der Steam Machine habt, stellt sie gerne in den Kommentaren. Wir stellen eine Liste zusammen und versuchen, möglichst viele Antworten von Valve zu bekommen.
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